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Rückenansicht Detail einer Person in gelbem Arbeitsoverall mit orangem Helm in Hand, im Hintergrund verschwommen Solarpanele
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Südafrika setzt bei der Energiewende auf umfangreiche Investitionen

NERSA genehmigt 112 neue Stromprojekte im Wert von 28,22 Mrd. Rand

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Südafrika Energieeffizienz/Green Building Energiewirtschaft Erneuerbare Energien
Stand: 29.05.2026

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 registrierte die südafrikanische Energieregulierungsbehörde NERSA 112 Erzeugungsanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.327 MW und einem geschätzten Investitionswert von 28,22 Milliarden Rand. Der größte Anteil der registrierten Erzeugungskapazität entfällt auf die Provinz Westkap mit einer installierten Leistung von 250 MW, gefolgt von Gauteng mit einer Leistung von 15,4 MW.

Die Projekte tragen zum weiteren Ausbau der privaten und öffentlichen Energieinfrastruktur des Landes bei. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die weiterhin hohe Dynamik im südafrikanischen Energiesektor. Vor allem Investitionen in Solarenergie dominieren den Markt. Photovoltaik-Projekte stellen den größten Anteil der neu registrierten Anlagen dar. Gründe dafür sind die günstigen klimatischen Bedingungen Südafrikas sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach stabiler und unabhängiger Stromversorgung. Unternehmen investieren zunehmend in eigene Energiequellen, um Produktionsausfälle durch Netzinstabilitäten zu vermeiden.

Die Energieversorgung gilt leider als einer der größten Belastungsfaktoren für die südafrikanische Wirtschaft. Wiederkehrende Stromabschaltungen und Versorgungsengpässe beeinträchtigen insbesondere die Industrie, den Bergbau sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Die aktuellen Investitionen werden deshalb von Marktteilnehmern als wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Energiesystems bewertet. Gleichzeitig stärken sie die Rolle privater Kapitalgeber beim Ausbau der nationalen Infrastruktur.

Positiv bewerten Investoren auch die deutlich schnelleren Genehmigungsprozesse bei NERSA. Nach Angaben der Behörde wurden Registrierungen im Durchschnitt innerhalb von acht Arbeitstagen abgeschlossen. Zuvor lag die Bearbeitungsdauer noch bei zwölf Arbeitstagen. Die verkürzten Verfahren verbessern die Planungssicherheit für Projektentwickler und reduzieren Finanzierungskosten in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld.

Regional konzentrieren sich die meisten neuen Anlagen auf die Provinzen Westkap, Gauteng und Limpopo. Den größten Anteil an installierter Leistung und Investitionsvolumen verzeichnen jedoch das Nordkap, Free State und die Nordwest-Provinz. Besonders das Nordkap entwickelt sich weiterhin zu einem zentralen Standort für großflächige Solar- und Energieprojekte.

Von den insgesamt 112 registrierten Projekten werden 43 Anlagen an kommunale Verteilernetze angeschlossen, weitere 69 Projekte speisen direkt in das nationale Eskom-Netz ein und stehen für den überwiegenden Teil der neuen Kapazitäten sowie Investitionen.

Seit Einführung des aktuellen Registrierungsrahmens im Jahr 2018 hat NERSA landesweit bereits 2.495 Stromerzeugungsanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 19.000 Megawatt registriert. Das kumulierte Investitionsvolumen beläuft sich inzwischen auf rund 389 Milliarden Rand. Die Behörde erwartet, dass die neuen Projekte nicht nur die Versorgungssicherheit verbessern, sondern auch zusätzliche wirtschaftliche Impulse und langfristige Beschäftigungseffekte schaffen werden.

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