Südafrika setzt auf Solarindustrie: Eskom plant Modulfabrik mit 1 GW Kapazität
Lokale Wertschöpfung, Nutzung alter Kohleinfrastruktur und Impulse für eine nachhaltige Energiezukunft
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Der südafrikanische Energieversorger Eskom plant den Aufbau einer Photovoltaik-Modulfabrik mit einer jährlichen Produktionskapazität von mindestens 1 Gigawatt (GW). Diese Kapazität entspricht in etwa einer Stufe des sogenannten Load Shedding und wäre ausreichend, um rund 750.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.
Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Strategie im Rahmen der Just Energy Transition (JET), die darauf abzielt, die Energiewende sozial ausgewogen zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lokalisierung von Wertschöpfung, der Aufbau industrieller Kompetenzen sowie die Stärkung von Lieferketten und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die mögliche Nutzung bestehender, alternder Kohleinfrastruktur. Insbesondere das Kraftwerk Camden wird als potenzieller Standort geprüft. Damit verfolgt Eskom einen integrativen Ansatz, bei dem der Ausbau erneuerbarer Energien mit der Umnutzung bestehender Anlagen im Zuge des Kohleausstiegs verknüpft wird.
Zur Umsetzung des Projekts plant Eskom die Zusammenarbeit mit privaten Investoren sowie mit lokalen und internationalen Technologiepartnern. Eine Machbarkeitsstudie soll dabei die technischen, wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen klären und eine fundierte Entscheidungsgrundlage schaffen.
Insgesamt unterstützt das Vorhaben den langfristigen Ausbau der Solarenergie in Südafrika und leistet einen wichtigen Beitrag zum Übergang in eine nachhaltigere und resilientere Energieversorgung. Das Projekt stellt einen strategisch bedeutenden Schritt dar, um die Energieversorgung Südafrikas zu diversifizieren und gleichzeitig industrielle Entwicklung sowie Beschäftigung zu fördern.