Kann Suriname für Investoren interessant werden?
Kleines Land, große Erwartungen
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Mit rund 156.000 km² ist Suriname der flächenmäßig kleinste unabhängige Staat Südamerikas und mit einem BIP von 4,7 Mrd. USD (2025) zählt es zu den kleinsten Volkswirtschaften der Region. Dennoch rückt das Land in den Fokus internationaler Unternehmen. Dies ist vor allem auf Offshore-Öl- und Gasvorkommen sowie die Hoffnung auf einen ähnlichen Schub wie im Nachbarland Guyana zurückzuführen.
Die Offshore-Öl- und Gasförderung könnte als Wachstumstreiber des südamerikanischen Landes fungieren. So soll das Projekt GranMorgu zwischen APA Corporation und TotalEnergies im Offshore-Block 58 im Jahr 2028 die Produktion aufnehmen.
Zusätzlich hat Petronas Capital Ltd., ein staatlich kontrollierter Energieproduzent aus Malaysia, im Offshore-Block 52 Gas entdeckt. Die surinamische Präsidentin Jennifer Simons gab bekannt, dass es sich bei der Entdeckung um mehr als 1 Mrd. Barrel Öläquivalent betragen könnte. Petronas selbst wird voraussichtlich noch dieses Jahr eine Investitionsentscheidung treffen.
Des Weiteren bietet die staatlich geführte Energiefirma Staatsolie im Rahmen einer offenen Lizenzierungsrunde mehr als 70.000 Quadratkilometer Fläche in fünf Offshore-Sektoren an. Hierbei können Unternehmen Arbeitsprogramme vorschlagen sowie Production-Sharing-Verträge sowie Joint Study Agreements abschließen, um dadurch die verfügbare seismische Datengrundlage zu verbessern.
Chancen für österreichische Unternehmen
Suriname setzt damit, ähnlich wie das Nachbarland Guyana, verstärkt auf die Offshore-Entwicklung, um Öl und Gas mithilfe von Projekten internationaler Produzenten zu exportieren, was die Stellung dieses Industriezweiges im südamerikanischen Land hervorhebt. Daraus ergeben sich für österreichische Firmen vielfältige Investitionsmöglichkeiten. Beispielsweise ergeben sich durch die Öl- und Gasprojekte Geschäftschancen in Form direkter Beteiligungen, Zulieferungen für Offshore-Infrastrukturprojekte oder auch durch logistische Dienstleistungen. Zudem können diese Projekte Beschäftigungseffekte mit sich bringen und auch zu einer möglichen Entwicklung neuer Industrien rund um Energie und Verarbeitung beitragen.
Hierbei darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Ölpreise teils stark volatil sind und Suriname weiterhin mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. So warnt der IWF beispielsweise, dass Reformen und eine solide Finanzpolitik entscheidend sein werden, damit das Land die Einnahmen aus dem Ölboom nachhaltig nutzen kann.
Somit verfügt Suriname klar über einen wirtschaftlichen Trumpf. Der Erfolg hängt allerdings nicht nur von den Ölvorkommen ab, sondern auch davon, ob der Staat dauerhaft nachhaltige Rahmenbedingungen schaffen kann.