Wirtschaftsentwicklung im Kanton Zürich positiv: Chancen für österreichische Unternehmen
Die aktuelle Konjunkturanalyse der Zürcher Handelskammer zeigt für den Wirtschaftsraum Zürich und die Schweiz eine moderate Erholung bei gleichzeitig steigender Unsicherheit
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Gesamtwirtschaftliche Lage
Die Geschäftslage hat sich Ende 2025 und im ersten Quartal 2026 leicht verbessert und liegt im Raum Zürich aktuell über dem Schweizer Durchschnitt. Treiber waren unter anderem Entspannungssignale in der Handelspolitik, insbesondere im Zusammenhang mit den US-Zöllen. Gleichzeitig belasten geopolitische Risiken, etwa im Nahen Osten und rund um die Straße von Hormus, sowie der starke Schweizer Franken die Aussichten.
Nach einer kurzfristigen Aufhellung haben sich die Erwartungsindikatoren zuletzt wieder spürbar verschlechtert.
Makroökonomische Kennzahlen für die Schweiz 2026
Für die Schweiz wird 2026 ein reales BIP-Wachstum von rund 1,0 % erwartet. Damit bleibt das Wachstum unterdurchschnittlich. Die Arbeitslosenquote liegt voraussichtlich bei etwa 3,0 bis 3,1 %. Die Inflation bleibt mit rund 0,3 bis 0,6 % sehr niedrig.
Branchenentwicklung
Das Baugewerbe und projektnahe Dienstleistungen bleiben klare Wachstumstreiber. In diesen Bereichen ist die Nachfrage hoch, auch die Erwartungen sind weiterhin sehr positiv.
Die Industrie zeigt nach einer schwachen Phase eine leichte Erholung. Sie bleibt jedoch stark von der globalen Nachfrage und vom handelspolitischen Umfeld abhängig.
Der Finanz- und Versicherungssektor entwickelt sich stabil bis positiv. Zuletzt hat sich die Ertragslage verbessert, gleichzeitig nimmt der Erwartungspessimismus zu.
Der Detail- und Großhandel stehen weiterhin unter Druck. Belastend wirken unter anderem Kaufkraft, Wettbewerb, Wechselkurs und Energiepreise. Das Gastgewerbe entwickelt sich solide, zeigt nach starken Wintermonaten aber eine Abschwächung der Dynamik.
Arbeitsmarkt
Am Arbeitsmarkt nimmt der Druck auf die Beschäftigung in mehreren Branchen leicht zu. Das betrifft insbesondere Industrie, Großhandel und Finanzsektor. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel strukturell bestehen und begrenzt das Wachstum.
Einordnung für österreichische Unternehmen
Die Schweiz bleibt ein stabiler, wachstumsarmer, aber hochpreisiger Markt mit robuster Binnenwirtschaft. Chancen bestehen insbesondere in den Bereichen Bau, Infrastruktur, Engineering sowie spezialisierten Dienstleistungen.
Risiken ergeben sich aus dem Wechselkurs, insbesondere dem starken Schweizer Franken, aus geopolitischer Unsicherheit und aus einer verhaltenen Industrienachfrage.
Fazit
Die Schweizer Wirtschaft und insbesondere der Wirtschaftsraum Zürich zeigen eine leichte Aufwärtsbewegung. Für Markteintritte ist das Umfeld grundsätzlich stabil. Erfolgreich sind vor allem Unternehmen, die sich klar in wachstumsstarken Nischen positionieren und konsequent auf Preis- und Kosteneffizienz achten.
Das AußenwirtschaftsCenter Zürich unterstützt österreichische Unternehmen bei Fragen zum Schweizer Markt, zur Positionierung und zu konkreten Geschäftschancen vor Ort.