Zypern: Wachstumsmarkt mit Chancen in Bau, Energie und Tourismus
Dynamische Entwicklung trifft auf hohe Investitionen und neue Geschäftsmöglichkeiten – trotz steigender Herausforderungen.
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Zypern zählt zu den wachstumsstärkeren Wirtschaftsstandorten der EU und bietet österreichischen Unternehmen weiterhin attraktive Marktchancen. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum von rund 2,6 % erwartet – weiterhin über dem EU‑Durchschnitt, wenngleich sich die Dynamik gegenüber dem Vorjahr etwas abschwächt und externe Risiken zunehmen. Wesentliche Impulse kommen aus den Bereichen Bau, Energie und Tourismus.
Die Bau- und Infrastrukturbranche verzeichnet weiterhin ein solides Wachstum, getragen von umfangreichen öffentlichen Infrastrukturprojekten, Wohnbau sowie zahlreichen touristischen Großvorhaben. So stiegen etwa die Baugenehmigungen 2025 wertmäßig um 18,2 % auf rund 2,76 Mrd. EUR, während die genehmigten Wohneinheiten um 22,9 % zunahmen. Gleichzeitig sind im Staatshaushalt 2026 26 Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,14 Mrd. EUR vorgesehen, insbesondere in den Bereichen Verkehr, öffentliche Gebäude und Wohnbau. Großinvestitionen – unter anderem im Verkehrsbereich, im Wohnbau und in der touristischen Infrastruktur – eröffnen konkrete Einstiegsmöglichkeiten für Planer, Bauunternehmen und Zulieferer. Gleichzeitig stellen steigende Kosten und Fachkräftemangel zunehmende Herausforderungen dar.
Gleichzeitig befindet sich der Energiesektor in einem grundlegenden Wandel. Zypern treibt den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere im Bereich Photovoltaik, sowie Investitionen in Stromnetze, Speicherlösungen und LNG-Infrastruktur voran. Die installierte erneuerbare Stromkapazität liegt mittlerweile bei über 1 GW, während allein im privaten Sektor Investitionen von mehr als 800 Mio. EUR in erneuerbare Projekte getätigt wurden. Der Anteil der Solarenergie an der Stromproduktion wird bis 2026 auf etwa 20–22 % geschätzt. Gleichzeitig befinden sich Projekte für Batteriespeicher mit einer Kapazität von über 300 MW sowie weitere Projekte mit rund 1,2 GW Leistung in Planung. Dennoch besteht weiterhin erheblicher Investitionsbedarf in Netzintegration und Speicherkapazitäten, um die Energieversorgung langfristig zu sichern.
Auch die Abfallwirtschaft steht vor einem Umbruch: Mit rund 653 kg Abfall pro Kopf und einer Deponierungsquote von etwa 76 % besteht nach wie vor hoher Nachholbedarf bei Abfalltrennung, Recycling und Verwertung – insbesondere im Bereich organischer Abfälle und Biogas. Gleichzeitig erhöhen EU‑Vorgaben und laufende Vertragsverletzungsverfahren den Reformdruck und schaffen zusätzlichen Investitionsbedarf, wodurch sich insbesondere für ausländische Unternehmen attraktive Geschäftschancen ergeben.
Der Tourismus bleibt einer der wichtigsten Wachstumstreiber. In den ersten acht Monaten 2025 erzielte die Branche rund 2,5 Mrd. EUR Umsatz, ein Plus von mehr als 16 %. Die nationale Tourismusstrategie setzt verstärkt auf Qualität, Ganzjahrestourismus und Nachhaltigkeit, verbunden mit entsprechenden Investitionen. Gleichzeitig zeigen sich 2026 erste Anzeichen einer moderaten Abschwächung infolge externer Faktoren wie geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise.
Um österreichischen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, sich am zypriotischen Markt zu präsentieren, organisiert das AußenwirtschaftsCenter Athen von 1. bis 3. Februar 2027 eine Wirtschaftsmission nach Zypern in den Bereichen Energie, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Infrastruktur, Bau sowie Tourismus.
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Das AußenwirtschaftsCenter Athen ist gerne für Sie da, auch telefonisch unter +30 210 884 37 11
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