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Rufzeichen und Fragezeichen in einer weißen Sprechblase vor einem dunkelblauen Hintergrund
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FAQ: Online-Vertrieb

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Nutzung von Online-Vertriebswegen

Lesedauer: 6 Minuten

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Stand: 18.04.2023

Die Online Marketing Expertin MMag. Barbara M. Thaler berät seit 2005 mit der Agentur "Thaler Enterprises" Unternehmen aus verschiedensten Branchen. Sie kann auf 16 Jahre Erfahrung in der Internet-Branche, speziell in den Bereichen eCommerce, eMarketing und eTourismus zurückgreifen. 
Barbara Thaler hat Wirtschaftsinformatik am Management Center Innsbruck sowie Politikwissenschaften an der Universität Innsbruck studiert. Sie ist Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol.

Eine Übersicht von Online-Marktplätzen in Europa finden Sie auf der Webseite des deutschen Bundesverbands Onlinehandel

Nur wenn Sie explizit die Rechte dafür haben. Auch Texte unterliegen einem Copyright. Eventuell sollten Sie eine juristische Beratung einholen.

Für weitere Auskünfte zu konkreten Fragen steht das Bundesgremium des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels zur Verfügung.

WooCommerce ist ein sehr beliebtes Tool, gerade für kleine Onlineshop-Projekte. Zur rechtlichen Abklärung sollten Sie sich dennoch an ExpertInnen wenden.

Ja, es gibt ein Gütesiegel für Online-Händler. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die Frage muss länderspezifisch beantwortet werden. Falls Sie z.B. nach Frankreich versenden, werden Sie sich eventuell zusätzlich für ein anderes Gütezeichen entscheiden.

Für österreichische Kunden käme unter anderem das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen in Frage. Hier gibt es finanzielle Unterstützung seitens der Wirtschaftskammer – fragen Sie dazu in der Fachgruppe Versand- Internet und allgemeiner Handel in Ihrer Landeskammer nach.

Hier finden Sie Marken und Patente.

Das Statistik Portal "Statista" zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zu den bevorzugten Zahlungsmethoden bei Online-Einkäufen in Österreich im Jahr 2015. Etwa 31 Prozent der Befragten gaben an, ihre Online-Einkäufe am liebsten via Rechnung zu begleichen. 

Ausführliche Informationen zum Thema Abbruchraten bietet der E-Commerce-Leitfaden.

Sobald Sie eine Tätigkeit gewerbsmäßig ausüben, d.h. Ihre Tätigkeit selbständig, regelmäßig und in Ertragserzielungsabsicht betreiben, brauchen Sie einen Gewerbeschein. Nähere Infos zur Gewerbeberechtigung erhalten Sie hier

Ja, prinzipiell ist ein Onlineshop auch für Dienstleistungen oder digitale Güter anwendbar.

Wie wichtig ist dieser Marktplatz für die Zukunft? Ich kenne nicht viele Händler, die Facebook als "Absatzmarkt" erfolgreich einsetzen, als Kommunikationstool aber durchaus.

Ein Statistiktool ist wichtig, um die Reichweite der Angebote und Inhalte auf der Webseite messen zu können. Die Bandbreite reicht von simplen Logfile- bis zu ausgefeilteren Analysen. Achten Sie auf die Implementierung datenschutzkonformer Tools, bestenfalls mit Datenverarbeitung und -speicherung im Europäischen Wirtschaftsraum. 

Das hängt davon ab, welche Webshopsoftware Sie verwenden. Für viele gibt es bereits "fertige" Schnittstellen, die zusätzlich in der Webshopsoftware installiert werden, um Artikeldaten, Preise, Verfügbarkeiten, Texte, etc. automatisch vom eigenen Webshop in den Amazon-Shop zu bringen. Fragen Sie am besten Ihren Webshopbetreuer/Programmierer nach solchen Schnittstellen (Extension, Plug-In, etc.).

Je nachdem, welche Lebensmittel Sie produzieren/verkaufen, könnte eventuell die österreichische Plattform myproduct für Sie interessant sein. Darüber hinaus werden Sie eventuell bei der Übersicht von Online-Marktplätzen in Europa fündig. 

Prinzipiell gibt es kaum etwas, das man online nicht verkaufen kann. Der Lebensmittel-Onlinehandel erhält eine immer größere Bedeutung, auch wenn er im Vergleich zu andere Branchen und an absoluten Zahlen gemessen noch eine geringere Bedeutung hat. Der efood Blog hat eine Übersicht über verschiedenste Studien in dem Bereich zusammengefasst.

Auf rechtliche Rahmenbedingungen sollte immer geachtet werden, egal ob B2C oder B2B. Bei einem B2B Shop haben Sie den Vorteil, dass Sie die Vertragsbedingungen „freier“ vereinbaren können.

Mehrere Rechtsanwaltskanzleien bieten standardisierte Leistungen (wie z.B. Impressum-Check, etc.) online in Paketen ab 10 Euro an und sind durchaus seriös. Eine ausführliche Beratung wird es für 10 Euro allerdings kaum geben können.

Das ECC des Instituts für Handelsforschung in Köln hat 2016 eine Studie durchgeführt, worauf es bei B2B Marktplätzen ankommt.

Das hängt natürlich von Ihren Produkten ab, ob Sie in einer Nische arbeiten, etc. Die Nähe zu Deutschland und der Vorteil der gleichen Sprache macht den Markt natürlich interessant, weshalb die Einbeziehung von Deutschland durchaus in Erwägung gezogen werden sollte.

Bitten Sie Ihre Kunden ganz einfach darum, ihre Erfahrungen zu beschreiben, z.B. mit einem eigenen E-Mail einige Tage nach dem Kauf. Der Prozess zur Abgabe einer Bewertung sollte so einfach (wenig Klickwege) wie möglich gestaltet sein. Belohnen Sie Ihre Kunden für das Schreiben von Bewertungen. 

Je nach Marktplatz und Produktkategorie liegen die Provisionen meist zwischen 4% und 15%.

Shopware, Prestashop, WooCommerce für Wordpress sind sehr bekannte Onlineshop Software Lösungen, die auch von vielen IT-Dienstleistern verwendet werden und für Standardanforderungen gut geeignet sind. Es hängt natürlich immer von den konkreten Bedürfnissen ab. Empfehlenswert ist die Betrachtung verschiedener Demoversionen, die meist kostenlos sind.

Prinzipiell liegt der akzeptable Versandkostenpreis bei ca. 4 bis 5 Euro.

Retourenquoten muss man immer etwas genauer betrachten. Die Modebranche hat teilweise sehr hohe Retourenquoten. Es gibt aber auch Onlinehändler, die Retourenquoten von 5% bis 7% haben. Tipps für weniger Retouren sind u.a. Produkte so gut und genau wie möglich zu beschreiben, mehrere und vor allem aussagekräftige Fotos zu verwenden, aus der Sicht der KundInnen zu denken und z.B. über FAQs vorab Fragen der KundInnen zu beantworten.

Es ist auf alle Fälle ratsam, sich dem Thema Onlinevertrieb zu widmen. Ob die ideale Strategie eher Richtung eigenem Onlineshop oder Marktplatz-Auftritt geht, lässt sich ohne nähere Infos leider nicht beantworten.