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Fünf Personen stehen in einem modernen TV-Studio hinter einem Studiotisch.
© Tamara Hiehs

Webinar-Nachbericht: ID Austria für Unternehmen

Digitale Identität schafft neue Möglichkeiten: Praxisnahe Use-Cases für Ihren Einstieg als Serviceprovider

Lesedauer: 17 Minuten

14.10.2026
Im Mittelpunkt des Webinars „ID Austria für Unternehmen“ von Bundeskanzleramt, Bundesministerium für Inneres und Wirtschaftskammer Österreich stand die Nutzung der ID Austria für Unternehmen zur Umsetzung sicherer, einfacher und digitaler Geschäftsprozesse. Rund 200 Zuseher:innen nahmen daran teil und insgesamt 30 Fragen wurden live gestellt.

Praxisbeispiele zeigten, wie die digitale Identität konkret in Services integriert werden kann, von der Terminvereinbarung über sichere Logins bis zur Vor-Ort-Identifikation. Die ID Austria ist längst mehr als eine digitale Möglichkeit zur Identifikation gegenüber Behörden. Auch für Unternehmen eröffnet die digitale Identität der Republik Österreich vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Fünf Personen stehen in einem modernen TV-Studio hinter einem Studiotisch.
© Tamara HiehsVon l.n.r.: Mag. Sabine Radl, Mag. Ferdinand Scheidbach, Mag. Patrizia D’Acerno, Werner Kolarik, Rudolf Galler

Webinar-Inhalte

Bereits heute breite Nutzung

Die ID Austria hat sich als zentrale digitale Identitätslösung Österreichs etabliert. Mehr als 5 Millionen Menschen haben sich bereits für die ID Austria registriert. Rund 130 private Serviceprovider nutzen die digitale Identität für ihre Services. Insgesamt stehen mehr als 500 Anwendungen sowie 45 persönliche Attribute zur Verfügung.

Diese breite Basis schafft auch für Unternehmen interessante Voraussetzungen: Bestehende digitale Prozesse können um eine sichere und nutzerfreundliche Identitätslösung ergänzt werden, ohne dass Kund:innen für jeden einzelnen Service eigene Zugangsdaten benötigen.

Von der Terminvereinbarung bis zum sicheren Login

Im Mittelpunkt des Webinars standen konkrete Anwendungsfälle aus der Unternehmenspraxis. Unternehmen, die die ID Austria bereits als Serviceprovider einsetzen, gaben Einblicke in ihre Lösungen und zeigten, welchen konkreten Mehrwert die digitale Identität für Unternehmen und ihre Kundinnen und Kunden schaffen kann.

autoprobleme.at demonstrierte den Einsatz der ID Austria bei der Terminvereinbarung und der Vorab-Übermittlung von Zulassungsscheindaten. Kund:innen können dadurch bestimmte Informationen bereits im Vorfeld eines Termins digital bereitstellen und Prozesse effizienter gestalten.

Fairkom zeigte, wie die ID Austria für sichere Authentifizierung und Login-Prozesse eingesetzt werden kann. Im Fokus stand dabei die Frage, wie digitale Services sicher und gleichzeitig möglichst einfach zugänglich gestaltet werden können.

Auch die Möglichkeiten der Vor-Ort-Identifikation via ID Austria wurden thematisiert. Eine einfache Identifikationslösung mittels Mobiltelefons vor Ort ist im Bundesrechenzentrum (BRZ) umgesetzt.

Konkreter Mehrwert für Unternehmen und Kund:innen

Die Praxisbeispiele machten deutlich, wie unterschiedlich die Einsatzmöglichkeiten der ID Austria sein können. Je nach Geschäftsmodell lassen sich digitale Identitätsfunktionen beispielsweise für Login und Authentifizierung, KYC-Prozesse, Altersverifikation oder digitale Signaturen einsetzen.

Für Unternehmen kann die Integration dabei helfen, bestehende Prozesse zu vereinfachen und sicherer zu gestalten. Gleichzeitig profitieren Kund:innen von einem vertrauten und zentralen Zugang zu digitalen Services.

Der Weg zum eigenen ID-Austria-Service

Neben den Praxisbeispielen erhielten die Teilnehmer:innen konkrete Informationen vom Bundesministerium für Inneres zum Onboarding als ID-Austria-Serviceprovider. Dabei wurde erläutert, welche Voraussetzungen Unternehmen erfüllen müssen, welche Schritte für die Anbindung notwendig sind und wie die Integration in bestehende digitale Services erfolgen kann.

Damit richtete sich das Webinar nicht nur an Unternehmen, die bereits konkrete Einsatzmöglichkeiten der ID Austria prüfen, sondern auch an Betriebe, die einen ersten Einstieg in das Thema suchen.

Fragen direkt an die Expert:innen

Ein weiterer Bestandteil des Webinars war die Möglichkeit, Fragen direkt an die Expertinnen und Experten von BKA und BMI zu richten. Die Teilnehmer:innen konnten ihre Fragen während der Veranstaltung einbringen und erhielten im abschließenden Teil Antworten aus erster Hand. Die FAQ-Liste wird in den nächsten Tagen hier veröffentlicht.

Digitale Identität als Chance für die Wirtschaft

Das Webinar zeigte: Die ID Austria bietet Unternehmen bereits heute eine etablierte Infrastruktur, um digitale Geschäftsprozesse sicherer und effizienter zu gestalten. Mit mehr als 5 Millionen registrierten Nutzer:innen, rund 130 privaten Serviceprovidern, mehr als 500 Anwendungen und 45 verfügbaren persönlichen Attributen bestehen vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz in unterschiedlichen Branchen.

Für Unternehmen, die ihre digitalen Services weiterentwickeln möchten, kann die ID Austria damit ein wichtiger Baustein sein – insbesondere dort, wo sichere Identifikation, einfache Authentifizierung und vertrauenswürdige digitale Prozesse gefragt sind.

Vortragende im Studio:

  • Mag. Ferdinand Scheidbach – (Gruppenleiter & stellvertretender Sektionsleiter der Sektion VII – Digitalisierung und e-Government im BKA)
  • Mag. Patrizia D‘Acerno – (Abteilungsleiter-Stellvertreterin Abteilung VII/4 e-Government Bürger)
  • Werner Kolarik - (MSG Plaut)
  • Rudolf Galler (autoprobleme.at - Software-Engineer, Galler-Digital (Praxisumsetzung des Use Cases für Fa. H&G Kraftfahrzeugtechnik in Adnet/Salzburg))

Vortragende online zugeschalten:

  • Bernhard Grath – (Bundesministerium für Inneres, Sektion III – Recht, Abteilung III/A/5 – E-Government)
  • Dr. Roland Alton (Vorstandsvorsitzender der fairkom Gesellschaft)
  • Rupert Brandstetter M.A. (Solution Manager für Digitalisierungslösungen, Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ))

Moderation:

  • Mag. Sabine Radl

Webinar zum Nachsehen

Sie konnten nicht an unserem Webinar teilnehmen, interessieren sich aber für dessen Inhalte? Hier finden Sie unseren Nachbericht:

Fragen aus dem Webinar

Zahlreiche Organisationen im Gesundheitsbereich verwenden die ID Austria zur Authentifizierung und Login (z.B. SV, ÖGK, BVAEB, SVS, ÖRK).

Eine Gesundheitsdiensteanbieter-Rollenprüfung und -verifikation ist über ein Attribut der ID Austria möglich (Rolle „GDA“).

Alle ID Austria-Services für Unternehmen können auch für Organisationen im Gesundheitsbereich relevant sein. Dazu zählen u.a. sichere digitale Identifikation in Web und App bei Kundenerstregistrierung und Login, sichere vor Ort-Identifikation via eAusweise (Identität, Altersnachweis) oder digitale Signatur und Vertragsabschluss.

Mit der App „A-Trust Signatur“ können Sie offene Signaturen unterzeichnen, um sich bei Services anzumelden. Die App „ID Austria“ bietet diese Funktion ebenfalls und zusätzlich viele weitere Funktionen:

  • Einfachere und sichere Anmeldung bei Services: Wenn Sie ein Service direkt auf Ihrem Smartphone aufrufen, ist nur eine Bestätigung in der App „ID Austria“ nötig, keine Eingabe von Benutzername und Passwort
  • Direkter Aufruf von Mein Postkorb, Meine Personendaten und vielen anderen Services aus der App heraus möglich
  • Nutzung der App „eAusweise“
  • Warnhinweis, bevor die ID Austria abläuft

Bitte prüfen Sie jedoch, ob Ihr Gerät die Systemanforderungen der App erfüllt. Aufgrund höherer Sicherheitsmaßnahmen ist die App ab Android 12 und iOS 16 verfügbar und kann auf einzelnen Android-Geräten sowie gerooteten Geräten nicht genutzt werde. Alle Informationen dazu finden Sie unter ida.gv.at/app-anforderung.

Ja, die zugrundeliegende Identität können Sie mit beiden Apps bestätigen.

Während dies bei der App „A-Trust Signatur“ ausschließlich durch das Unterzeichnen einer offenen Signatur möglich ist, bietet die App „ID Austria“ diese Funktion inklusive zusätzlicher Möglichkeiten ebenfalls an (siehe Antwort auf Frage 2).

Gesetzliche und sogenannte „gewillkürte“ Vertretungen (freiwillig per Vollmacht erteilte Vertretungsrechte) können über das Service USP Vertretungsmanagement elektronisch eingerichtet und verwaltet werden.

Ein Login bzw. eine Authentifizierung am USP in Vertretung ist über die ID Austria möglich.

  • Zugang zu behördlichen Services wie z.B. USP, FinanzOnline, Sozialversicherung
  • Unterstützung der direkten Behördenkommunikation über „Mein Postkorb“
  • Digitale Signatur von Verträgen
  • Als ID Austria Serviceprovider, z.B. bei eigener App oder Buchungsplattform:
    • verifizierte Kunden-Registrierungen und -Identifikation
    • Sicherer Zugang zu Kundenportal
    • Gäste-Altersprüfung bei Touren mit alterspflichtigen Angeboten (zB Weinverkostungen)
    • Digitale Kundenzustimmung zu Vertragsbestimmungen

Die Weiterentwicklung der ID Austria zur EUDI-Wallet befindet sich aktuell in Planung.

Die Mitgliedsländer der EU befinden sich derzeit in unterschiedlichen Phasen der Realisierung entsprechend den jeweils individuellen Anforderungen und Voraussetzungen.

In Österreich werden die EU-Vorgaben und Rahmenbedingungen zur EUDI-Wallet aktuell geprüft und mit den bestehenden Ansätzen der ID Austria abgeglichen, damit ein nahtloser Übergang für ID Austria User und Service Provider möglich ist.

Serviceprovider werden zeitgerecht über allfällig notwendige Umstellungen informiert.

Es gibt keine rechtliche Trennung zwischen einer „privaten“ und einer „geschäftlichen“ ID Austria, wenn es um das bloße Signieren geht. Der Name auf dem Zertifikat ist der Name der natürlichen Person, womit diese im Wirtschaftsleben vollumfänglich Verträge zeichnen kann.

Wenn Sie bevollmächtigt oder vertretungsbefugt sind, für das Unternehmen zu zeichnen, können Sie die ID Austria dafür verwenden.

Weiterführende Links:

Mit Stand September 2026 nutzen 47% der österreichischen Bevölkerung über 14 Jahre (das sind 3,9 Mio, Personen) die ID Austria aktiv.

Bis September 2026 wurden 6,4 Mio. ID Austria Zertifikate aktiviert.

Die ID Austria (Vollversion) ist für den digitalen Identitätsnachweis rechtlich einem physischen Ausweis gleichgestellt und reicht für den KYC-Abgleich (Know Your Customer) im Online-Bereich vollständig aus. Das Abfragen zusätzlicher physischer Pass- oder Ausweisunterlagen (wie Scans oder Kopien) ist rechtlich nicht erforderlich.

Das ID Austria Zertifikat läuft aus Sicherheitsgründen und aufgrund rechtlicher Vorgaben (gemäß der EU-weiten eIDAS-Verordnung) nach einer festen Zeit ab, um die Identität der Nutzerinnen und Nutzer regelmäßig zu bestätigen.

Gültigkeitsdauer:

  • 5 Jahre: Österreichische Staatsangehörige (ID Austria mit Vollfunktion)
  • 3 Jahre (bzw. 5 Jahre bei Hauptwohnsitz in Österreich): Ausländische Staatsangehörige (ID Austria mit Vollfunktion)

Weiterführende Links:

Im öffentlichen Bereich des Bundes gibt es hierzu Vorgaben, in der Wirtschaft wird auf den Grundsatz der Freiwilligkeit gesetzt. Jedes Unternehmen kann so die digitalen Chancen individuell nutzen und Wettbewerbsvorteile und Effizienzen erzielen.

Während privatwirtschaftliche Betriebe als sogenannter „Service Provider“ die ID Austria als Anmelde- oder Verifikationsmethode für ihre Kunden absolut freiwillig und als optionalen Wettbewerbsvorteil integrieren können, gibt es für bestimmte Akteure zu spezifischen Zeitpunkten rechtliche bzw. regulatorische Verpflichtungen, wodurch sie indirekt oder direkt mit der ID Austria konfrontiert sind.

Dies betrifft u.a. die zunehmende Verpflichtung zur Nutzung für Behördenwege (z.B. FinanzOnline & USP), die Anerkennung von mit ID Austria signierten Vereinbarungen (da dies der physischen Unterschrift entspricht), sowie sektorale Sonderregelungen (z. B. NIS-2- Richtlinie und Bankenrecht).

Weiterführende Links:

Um die ID Austria als Abfragedienst im B2B- oder B2C-Bereich (z.B. zur Kundenregistrierung oder Verifizierung) in Ihr System zu integrieren, müssen Sie sich als Service Provider (Dienstanbieter) registrieren. Die technische Anbindung erfolgt via OpenID Connect (OIDC). Private Service Provider müssen für den Erhalt ausgewählter Personenmerkmale (Attribute) einen Akkreditierungsprozess durchlaufen.

Ihr System erhält mit jeder Freigabe durch den Kunden einmalig die Attribute, strukturiert und fälschungssicher im Hintergrund zurückgeliefert.

Weiterführende Links

Es gibt ein breites Set an Unterstützungsmöglichkeiten in Form von Hotlines, Informations- und Kontaktmöglichkeiten seitens BKA und BMI. Auch für technische Anfragen, z.B. gibt es eine eigene Hotline für Fragen der Anbindung an die ID Austria während der Umsetzung.

Bei der Auswahl von Use Cases kann das BKA fachlich unterstützen und Empfehlungen aussprechen. Die finale Auswahl der individuellen Use Cases sowie die individuelle technische Umsetzung erfolgt durch das Unternehmen.

Weiterführende Links

EU-Bürger können sich mit ihrer nationalen elektronischen Identität (eID) über die App „ID Austria“ identifizieren, sofern das jeweilige nationale System im Rahmen der europäischen eIDAS-Verordnung notifiziert und an den österreichischen Standard angebunden ist.

Ein eIDAS-Login ist in Österreich aktuell bei vielen wichtigen staatlichen Online-Plattformen und Behördenportalen sowie im Bildungsbereich integriert, wie z.B. FinanzOnline, ELGA (Elektronische Gesundheitsakte) oder das Bildungsportal des BMBWF

Sofern ein ausreichender Bezug zu Österreich vorliegt, können auch ausländische Staatsangehörige eine ID Austria erhalten.

In Österreich gibt es bereits einige elektronische Services für Unternehmen, wie z.B. die elektronische Zustellung oder die persönliche Verwendung der ID Austria zur Zeichnung als bevollmächtigter Unternehmensvertreter.

Als nächster europäischer Schritt soll die Kommunikation auf Behördenebene und auf Ebene B2B mit einer überarbeiteten eIDAS-2.0-Verordnung auf EU-Ebene nachgezogen werden.

Hierzu gibt es bereits einen Rechtsakt zur „European Business Wallet“, der aktuell auf europäischer Ebene geplant und verhandelt wird. Ähnlich des EUDI-Wallet sind dabei noch einige Fragen, z.B. der Interoperabilität und der verwendeten Systeme zu klären. Dies wird allerdings noch einige Jahre dauern, da der betreffende Rechtsakt dzt. noch in Verhandlung ist.

Die ID Austria und Apps wie der Microsoft Authenticator erfüllen grundsätzlich völlig unterschiedliche Zwecke, obwohl beide auf dem Smartphone genutzt werden, um Identitäten zu bestätigen. Der Hauptunterschied liegt in der Rechtsverbindlichkeit und dem Vertrauensniveau: während Authenticator-Apps rein technische Werkzeuge zur Absicherung privater Konten sind, fungiert die ID Austria Ihr digitaler amtlicher Lichtbildausweis.

Die ID Austria bietet eine Möglichkeit der digitalen Identifikation für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Die konkrete Umsetzung der ID Austria Anwendungsfälle obliegt den Unternehmen und Partnern der ID Austria selbst.

Der angesprochene Use Case für Paketabholung und Zustellservices kann durch die ID Austria und die App „eAusweise“ unterstützt werden. Das BKA befindet sich aktuell in Gesprächen mit einigen Zustelldienstleistern dazu und steht für weitere Interessenten gerne zur Verfügung.

Jeder Online-Dienst ist ein Service Provider und damit potenziell geeignet, das ID Austria- bzw. E-ID-System einzubinden. Typische Services beinhalten die Anwendungsfälle: Digitales Ausweisen, Nachweisen, Identifizieren.

Service Provider können selbst im Rahmen der Registrierung festlegen, ob sie Anmeldungen von der Person (E-ID-Inhaber) selbst, Anmeldungen in Vertretung oder beides anbieten.

Das Akkreditierungsverfahren (Registrierung) dauert, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, in der Regel ein bis zwei Monate. Die Dauer des Verfahrens ist maßgeblich von Qualität und Vollständigkeit der Angaben abhängig. Insbesondere müssen auch die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erfüllt werden.

Häufigste Fehler:

  • Die Angabe zum Zweck des Service Providers ist nicht ausreichend und nicht verständlich.
  • Die Datenschutzerklärung nimmt keinen Bezug auf die Verarbeitung im Rahmen des Service Providers.
  • Die Datenschutzerklärung entspricht nicht der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Wenn ein Mängelbehebungsverfahren notwendig ist, verzögert sich aufgrund der Gesamtzahl und Reihung der Anträge die Beantwortung entsprechend und kann auch zu einer längeren Bearbeitungsdauer führen.

Das Unternehmen muss ein Mal im Unternehmensserviceportal als Service Owner registriert werden. Mit diesem Profil wäre anschließend für jeden Zweck (z.B. einzelner Webshop) eine separate Registrierung vorzunehmen.

Ja, die ID Austria kann für das rechtssichere Unterzeichnen von Erdgaslieferverträgen durch Endkunden verwendet und direkt in die Bestellstrecke Ihrer Homepage eingebettet werden. Sie bietet eine integrierte Funktion für die qualifizierte elektronische Signatur (QES), die gemäß der EU-weiten eIDAS-Verordnung der eigenhändigen Unterschrift rechtlich zu gleichgestellt ist (Ausnahmen siehe Signatur- und Vertrauensdienstegesetz § 4).

Nein, das direkte Hinterlegen eines auf eine juristische Person (Firma) zugelassenen Fahrzeugs in der eigenen ID Austria ist aktuell nicht möglich.

An der Verbesserung der User-Interface Prozesse wird bei jeder Featureerweiterung bzw. Anpassung gearbeitet.

Im Gegensatz zu klassischen Passwort-Systemen basiert die ID Austria auf einer völlig anderen Technologie und ist aus folgenden Gründen hochgradig sicher:

Die ID Austria entspricht laut Bescheinigung durch Spezialistinnen und Spezialisten der EU- Mitgliedsstaaten („eIDAS Kooperationsnetz“) den höchsten Sicherheitsanforderungen auf EU-Ebene.

Der Zugriff auf das Testsystem der ID Austria (Referenzumgebung) erfolgt auch bei einer White- Label-Architektur im Namen und über den Account des jeweiligen Kunden (Service Owner), da dieser die rechtliche Verankerung im Unternehmensserviceportal (USP) besitzt.

Da der Drittanbieter (White Label Vendor) die technische Implementierung bereitstellt, wird der Zugriff für die externen Entwickler in der Praxis über eine gezielte Rechte- und Rollenverteilung im USP des Service Owners gelöst.

IPhones sind grundsätzlich voll mit der ID Austria kompatibel, sofern das Gerät die technischen Mindestvoraussetzungen (mindestens iOS 16 sowie eine aktivierte Biometrie wie Touch ID bzw. Face ID und/oder iPhone-Code als Gerätepasswort) erfüllt.

Wenn in der Praxis Probleme auftreten, liegt das meist an strengen Sicherheitsarchitekturen und restriktiven Browsereinstellungen von Apple, die den Registrierungs- oder Anmeldevorgang auf mobilen Geräten blockieren.

  • Der „Private Modus“: Wenn Sie im Safari-Browser auf Ihrem iPhone im privaten Modus bei Online Services (z. B. bei FinanzOnline oder MeineSV) ohne erneute Anmeldung einsteigen wollen, so schlägt dies fehl, da die App „ID Austria“ nach Ihrer Authentifizierung mittels Biometrie oder Gerätepasswort nicht zurückspringen kann zum Online Services. Dieses Verhalten tritt auf alle Apps zu. Vermeiden Sie daher in solchen Situationen den privaten Modus.
  • Geräte-Updates & Klonen: Nach einem Wechsel auf ein neues iPhone blockiert das Sicherheitszertifikat der App die Funktion. Die ID Austria muss aus Sicherheitsgründen immer fest an die Hardware des konkreten Geräts gekoppelt sein. Dieses Verhalten trifft auf alle Apps zu, die Biometrie oder Gerätepasswort verwenden (z.B. Banking- Apps).

Nein, dort darf nicht die .well-known URL eingetragen werden. Tragen Sie im Feld für die client_id daher die exakte URL ein, unter der Ihre Anwendung im offiziellen österreichischen Applikationsregister für die ID Austria registriert wurde.

Die .well-known URL ist die OIDC Configurations Discovery des Identity Providers (in diesem Fall von der ID Austria selbst, z. B. https://idp.id-austria.gv.at/.well-known/openid- configuration), über die Ihre Anwendung die Endpunkte von ID Austria abfragt. Sie dient der Konfiguration, ist aber niemals die Client-ID.

Hinweis
Für weitere Fragen steht Ihnen das Team der ID Austria unter post.digitalaustria@bka.gv.at gerne zur Verfügung.

Jetzt starten: Als ID Austria Service Provider registrieren

Möchten auch Sie die ID Austria in Ihrem Unternehmen nutzen? Registrieren Sie sich als Service Provider über das Unternehmensserviceportal und lassen Sie sich nach fachlicher und technischer Prüfung für den Produktivbetrieb freischalten.

Weiterführende Informationen zu den Vorteilen, zur Registrierung und zur technischen Umsetzung finden Sie unter Informationen für Unternehmen und Service Provider sowie Informationen zur technischen Umsetzung.

Das ID Austria Team unterstützt Sie gerne beim Onboarding und bei der Umsetzung. Für Fragen wenden Sie sich bitte an post.digitalaustria@bka.gv.at.