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Fachgruppenobmann Martin Zandonella beim Interview - links im Bild sieht man eine Videokamera
© WKK | Anja Koppitsch

Kärnten kann KI

Neue Förderungen, konkrete Praxisbeispiele und wachsender Beratungsbedarf: Der KI-Day 2026 zeigte, wie stark Künstliche Intelligenz bereits die Kärntner Wirtschaft verändert - und welche Chancen sich daraus ergeben.

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11.05.2026

Im Jahr 2029 beginnen intelligente Maschinen den Krieg gegen ihre menschlichen Schöpfer, weil sie in diesen eine Bedrohung für ihre eigene Existenz vermuten. So zumindest das Horrorszenario aus dem Film Terminator mit Arnold Schwarzenegger. Im Jahr 2026 braucht man Künstliche Intelligenz nicht zu fürchten, ganz im Gegenteil: KI entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor - vor allem im Beratungssektor.

Beim KI-Day 2026 wurde deutlich: Viele Betriebe beschäftigen sich intensiv mit den Möglichkeiten von KI - häufig fehlt jedoch noch die konkrete Umsetzung im Unternehmensalltag. Genau hier setzen Wirtschaftskammer, Land Kärnten und zahlreiche Partnerorganisationen mit neuen Förderungen, Services und Kooperationen an.

Praktische Anwendung im Fokus

Für die Fachgruppe UBIT steht dabei vor allem die praktische Anwendung im Fokus. „KI bringt nur dann etwas, wenn sie im Unternehmen tatsächlich ankommt - genau dabei unterstützen wir die Betriebe“, betonte Fachgruppenobmann Martin Zandonella. Besonders gefragt seien aktuell Unterstützung bei der Implementierung, rechtliche Orientierung rund um AI Act und DSGVO sowie praxisnahes Know-how.

Mit der verlängerten KI-Förderung und dem neuen digitalen Förderkompass sollen Unternehmen künftig noch schneller passende Unterstützungsangebote finden. Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig sieht darin einen wichtigen Schritt für den Standort Kärnten: „Automatisierte Prozesse und KI-Anwendungen sind für unsere Unternehmen weit mehr als ein Nice-to-have - sie sind quer durch alle Branchen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.“

KI-Beratung als Chance für UBIT-Mitglieder

Gerade für UBIT-Mitglieder eröffnen sich dadurch neue Chancen. Der Bedarf an Beratung, Strategieentwicklung, IT-Umsetzung und datenschutzkonformer Integration von KI-Systemen steigt laufend. Gleichzeitig wächst auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und spezialisierten Dienstleistungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt deshalb auf Bildung und Vernetzung. Die Fachgruppe UBIT begrüßt die Einführung des Schulfachs „Informatik und KI“ in der AHS-Oberstufe sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschulen - etwa im Studiengang „Robotics & Artificial Intelligence“ der Universität Klagenfurt. Ziel sei es, junge Talente frühzeitig mit Unternehmen zusammenzubringen und den Fachkräftebedarf langfristig abzusichern.

Fazit: Kärnten setzt beim Thema Künstliche Intelligenz auf Zusammenarbeit. Wirtschaft, Forschung und öffentliche Hand bündeln ihre Kompetenzen, um Unternehmen konkrete Hilfestellungen zu bieten und den Standort nachhaltig zu stärken.

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