ibobb-Messe 2026: Wenn aus Möglichkeiten konkrete Wege werden
Berufs- und Bildungsentscheidungen fallen nicht über Nacht, sondern benötigen Information, Orientierung und persönliche Begleitung. Genau das stand bei der ibobb-Messe 2026 im Mittelpunkt: 28 Institutionen zeigten in der Wirtschaftskammer Kärnten, wie junge Menschen Schritt für Schritt dabei unterstützt werden können, ihren eigenen Weg zu finden.
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Die Frage „Was kommt nach der Schule?“ beschäftigt Jugendliche ebenso wie Eltern und Pädagog:innen. Antworten darauf sind heute vielfältiger denn je und oft auch sehr komplex. Die ibobb-Messe 2026 (Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf) setzte genau hier an und machte sichtbar, wie Bildungs- und Berufsorientierung Möglichkeiten aufzeigen, bevor junge Menschen Entscheidungen treffen.
WK-Vizepräsidentin Nika Basic unterstrich die Bedeutung früher Orientierung und verlässlicher Begleitung: „Bildungs- und Berufsorientierung ist eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft junger Menschen. Wer früh Orientierung bekommt, kann eigene Stärken erkennen und selbstbewusst entscheiden.“ Auch Siegfried Huber, Vorsitzender der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten, betonte die zentrale Bedeutung der Veranstaltung: „Bildungs- und Berufsorientierung ist eine der wichtigsten Zukunftsfragen überhaupt. Je früher junge Menschen ihre Stärken kennenlernen und realistische Einblicke erhalten, desto sicherer und nachhaltiger fallen ihre Entscheidungen aus. Die ibobb-Messe zeigt, wie Orientierung gelingen kann.“
Die Rolle der Pädagog:innen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Genau hier setzt auch die Pädagogische Hochschule Kärnten an, wie Rektor Sven Fisler erläutert: „Die Pädagogische Hochschule Kärnten bietet Lehrer:innen praxisorientierte Hochschullehrgänge sowie Fortbildungen im Bereich Bildungs- und Berufsorientierung. Damit stärken wir ihre Kompetenzen, um Schüler:innen bei der Wahl ihres Bildungs- und Berufswegs professionell zu begleiten. Damit werde Berufsorientierung nicht als Einzelmaßnahme verstanden, sondern als kontinuierlicher Bildungsauftrag im Schulalltag verankert.“
Orientierung bedeutet, Optionen sichtbar zu machen
Im Zentrum der diesjährigen ibobb-Messe 2026 stand weniger das einzelne Berufsbild als vielmehr der Weg dorthin. Schulen, Beratungsstellen und Organisationen aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt zeigten auf, wie Jugendliche dabei begleitet werden können, ihre Interessen zu erkennen, Stärken einzuordnen und realistische Perspektiven zu entwickeln. Die 28 teilnehmenden Institutionen präsentierten dabei konkrete Instrumente – von praktischen Einblicken über Beratungsgespräche bis hin zu langfristigen Begleitmodellen. Das Ziel besteht darin, junge Menschen nicht zu lenken, sondern sie zu befähigen, selbst fundierte Entscheidungen zu treffen.
Berufsorientierung beginnt früher und wirkt nachhaltiger
Bildungs- und Berufsorientierung ist heute mehr als nur ein einzelner Projekttag. Es ist ein Prozess, der früh beginnt und kontinuierliche Impulse benötigt. Die ibobb-Messe zeigt, wie dieser Prozess im Schulalltag verankert werden kann: praxisnah, lebensnah und abgestimmt auf die Realität eines sich wandelnden Arbeitsmarktes abgestimmt. Landeshauptmann Peter Kaiser zeigte sich erfreut, dass die ibobb-Messe bereits zum 13. Mal von der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten in der Wirtschaftskammer Kärnten veranstaltet wurde. „Die ibobb hat sich als wichtige Plattform etabliert, um junge Menschen, Eltern und Lehrpersonen bei der wichtigen Frage ‚Welche Ausbildung passt zu mir?‘ zu unterstützen. Die Veranstaltung bietet einen breit gefächerten Überblick über Bildungswege, Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven und macht damit ganz praktisch deutlich, wie vielfältig und qualitativ hochwertig die Angebote für Jugendliche in Kärnten sind. Mit der ibobb und auch mit der jährlichen Kärntner Lehrlingsmesse zeigen wir, dass unser Bundesland nicht nur ein attraktiver Lebensraum, sondern auch ein Top-Bildungs- und Ausbildungsstandort ist, in dem junge Menschen alle Chancen haben, ihre Talente zu entfalten und ihre beruflichen Träume zu verwirklichen.“
Auch Bildungs-Landesrat Peter Reichmann sieht Berufsorientierung als bedeutenden Faktor in einer Zeit großer Veränderungen am Arbeitsmarkt: „Es ist es eigentlich ganz einfach: Jedes Kind kommt mit zumindest einem Talent auf die Welt – dieses gilt es zu erkennen, zu fördern und weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig dabei zu unterstützen, ihre Interessen, Stärken und Talente zu entdecken.“
Für Bildungsdirektorin Isabella Penz ist die Initiative ibobb ein wesentlicher Bestandteil der Bildungslandschaft. „Die Messe unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, Orientierung zu finden, und fördert zugleich ihre persönliche sowie berufliche Weiterentwicklung. Unser Ziel ist es, jungen Menschen jene Kompetenzen zu vermitteln, die sie benötigen, um eigenständig und mit Blick auf die Zukunft fundierte Entscheidungen zu treffen.“
Gemeinsame Verantwortung für sichere Entscheidungen
Ob Lehre, weiterführende Schule oder andere Bildungswege: Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Informationen, persönliche Beratung und praktische Erfahrung zusammenkommen. Die ibobb 2026 hat deutlich gemacht, dass Bildungs- und Berufsorientierung nur im Zusammenspiel aller Beteiligten funktioniert – von der Schule über die Eltern bis hin zur Wirtschaft und den Institutionen.