Der österreische Metallbaupreis 2024 ist an die Firma Selinger Metallbau gegangen. Seniorchef Johann Selinger, Bauleiter des Projektes Hannes Krassnitzer und Juniorchef Sebastian Selinger freuen sich über die renommierte Auszeichnung.
© Herbert Raffalt

Österreichischer Metallbaupreis 2024 geht ins Gurktal

Metallbau Selinger aus Straßburg erhielt renommierten Metallbaupreis für herausragende Leistungen bei Ikea Wien Westbahnhof Projekt.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 11.04.2024

Die Leidenschaft für den Metallbau wurde Johann Selinger bereits in die Wiege gelegt. Im Jahr 1912 gründete sein Großvater im Gurktal das österreichweit tätige Aluminium- und Stahlbauunternehmen. Mittlerweile wird das Unternehmen gemeinsam in vierter Generation von Sebastian Selinger geführt. Unzählige berühmte Fassaden hat das Familienunternehmen bereits realisiert. Eine davon ist die 6.700 Quadratmeter große Fassade von Ikea Wien am Westbahnhof. Für dieses außergewöhnliche Projekt, das bisher größte in der Firmengeschichte, wurde das Unternehmen nun mit dem Österreichischen Metallbaupreis 2024 ausgezeichnet. „Es ist für uns ein Vorzeigeprojekt und wir sind alle sehr stolz, an diesem Projekt mitgewirkt zu haben. Noch nie wurde in der über hundertjährigen Firmengeschichte so viel Material in so kurzer Zeit verbaut“, freut sich Seniorchef Johann Selinger, der den Preis gemeinsam mit seinem Sohn Sebastian und Hannes Krassnitzer, der die Gesamtleitung des Baus innehatte, im Rahmen des Österreichischen Metallbautages entgegennahm.

420 Tonne Material

Neben der Gebäudehülle wurden zahlreiche Aluminium-, Stahlinnenelemente und Türen, Nurglasgeländer, Fluchtstiegenkonstruktionen mit 1400 Treppen, Fixverglasungen und Stahlkonstruktionen montiert. Besonders herausfordernd war die Einhebung der freitragenden Stahlblechstiegen über das Gebäude in die obersten zwei Geschoße des Innenhofes. Die Stahlblechstiegen wurden in einem Stück im Werk gefertigt, mittels Sondertransport nach Wien geliefert und innerhalb von drei Stunden fertig montiert. Einzigartig, erinnert sich Selinger, war die Anlieferung von rund 420 Tonnen Material, das teilweise auf der Dachterrasse des Rohbaus des schwedischen Möbelriesen zwischengelagert und dann direkt verbaut wurde: „Die Umsetzung erfolgte auf engstem Raum und in kürzester Zeit, während alle anderen Gewerke gleichzeitig an ihren Aufgaben arbeiteten. Das erforderte ein hohes Maß an Organisationstalent. Alle unsere Mitarbeiter haben auch diese Aufgabe mit Bravour gemeistert und stets einen kühlen Kopf bewahrt.“

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