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Kärnten Abend in Cortina.
© OEOC I Michael Meindl

WK-Kärnten nutzte Olympia-Bühne: Wirtschaftskraft und Netzwerkpflege in Mailand-Cortina

Die Wirtschaftskammer Kärnten und das Land Kärnten reisten gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation zu den Olympischen Spielen nach Cortina d’Ampezzo. Höhepunkt war der Kärnten-Abend im Österreich Haus. Viele exportorientierte Kärntner Unternehmen nutzten die Gelegenheit, um ihre Geschäftsbeziehungen zwischen Kärnten und Italien weiter zu stärken und zu vertiefen. Zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und Sport folgten der Einladung – darunter auch Hubertus Rudolph Prinz zu Hohenlohe.

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Aktualisiert am 20.02.2026

Höher, schneller, weiter – das olympische Motto steht nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern auch für unternehmerischen Ehrgeiz, Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Anlässlich der Olympischen Spiele in Cortina d’Ampezzo luden WK-Präsident Jürgen Mandl und Landesrat Sebastian Schuschnig zum Kärnten-Abend ins Österreich-Haus. Zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft, Tourismus, Sport, Politik und Medien folgten der Einladung zum Kärnten-Abend – einem Abend, der das südlichste Bundesland Österreichs als starken Wirtschaftsstandort, als Wintersportregion mit Geschichte und als Tourismusdestination mit unverwechselbarem Profil präsentierte. Viele Kärntner Unternehmen, die nach Italien exportieren, nutzten die Gelegenheit des Kärnten-Abends, um ihre italienischen Geschäftspartner persönlich zu treffen und bestehende Geschäftsbeziehungen weiter auszubauen. Dadurch konnte die wirtschaftliche Vernetzung zwischen Kärnten und Italien weiter vertieft und neue Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gesetzt werden.

Olympia als Schaufenster für Unternehmen

WK-Präsident Jürgen Mandl betonte die besondere Bedeutung von Olympischen Spielen als einen der wenigen Anlässe, bei denen Wirtschaft, Sport, Politik und internationale Öffentlichkeit aufeinandertreffen. Für Mandl war der Kärnten-Abend mehr als ein gesellschaftlicher Treffpunkt. „Italien und Österreich sind eng verbundene Wirtschaftspartner, von deren Zusammenarbeit Kärnten seit Jahrzehnten profitiert. Ein Beispiel hierfür ist das NAAN, das New Alpe Adria Network, ein Zusammenschluss von Wirtschafts-, Handels- und Handwerkskammern aus Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien, der rund eine Million Unternehmen im Alpen-Adria-Raum vertritt. Darüber hinaus unterstreichen zahlreiche gemeinsam umgesetzte Interreg-Förderprogramme der EU die gelebte grenzüberschreitende Kooperation“, so Mandl, der Vorsitzender des grenzüberschreitenden Netzwerkes NAAN ist. Internationale Großereignisse wie die Olympischen Spiele bieten heimischen Betrieben eine wichtige Bühne. „Das Austria House schafft dafür den idealen Rahmen. Hier entstehen Kontakte und Partnerschaften. Die Präsenz bei Olympia unterstützt die Marke Kärnten über den Sport hinaus und macht die Qualität, Innovationskraft und Verlässlichkeit der Kärntner Unternehmen international sichtbar. All dies stärkt Kärntens Profil als attraktiver Wirtschafts-, Tourismus- und Lebensstandort und macht deutlich: Kärnten ist kein Randgebiet, sondern aktiver Teil eines starken Alpen-Adria-Netzwerks“, so Mandl.

Kärnten–Italien: Starke Wirtschaftsbeziehung

Italien ist einer der wichtigsten Handelspartner Kärntens. Besonders die norditalienischen Regionen Lombardei, Venetien und Südtirol, die als wirtschaftliche Motoren des Landes gelten, sind zentrale Zielmärkte. Im ersten Halbjahr 2025 lag Italien mit einem Exportvolumen von 459 Millionen Euro auf Platz drei der Kärntner Exportmärkte. Auch Friaul-Julisch Venetien gilt als Wachstumsregion, wovon Kärnten nicht zuletzt durch die Koralmbahn profitiert. WK-Präsident Jürgen Mandl betont die strategische Bedeutung dieser Partnerschaft: „Ein wesentlicher Teil der Kärntner Wirtschaftsleistung wird im Export erwirtschaftet, Italien ist dabei ein zentraler Markt mit enger wirtschaftlicher Verflechtung.“

Für LR Sebastian Schuschnig sind die Olympischen Spiele weit mehr als nur ein sportliches Highlight. „Sie sind ein Ort der Begegnung und des Austausches zwischen Regionen, Ländern sowie Kulturen. Gerade im Alpen-Adria-Raum wissen wir, wie wichtig dieser grenzüberschreitende Dialog ist. Diesen wollen wir im Sinne unseres Wirtschafts- und Tourismusstandortes nutzen“, so Schuschnig und ergänzt: „Der Kärnten Abend bietet genau diese Möglichkeit. Hier wird in besonderer Atmosphäre sportliche Begeisterung mit wirtschaftlichem Austausch verbunden und dadurch entstehen neue Impulse. Kärnten kann sich hier als ein Standort voller Chancen präsentieren für alle, die wirtschaftliche Spitzenleistung und einen nachhaltigen Lebensstil verbinden möchten.“

Auch touristisch nutzte Kärnten die internationale Bühne in Cortina zur klaren Positionierung. Klaus Ehrenbrandtner, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, betonte die besondere Kombination aus alpiner Kompetenz und südlichem Lebensgefühl. „Kärnten ist das Bundesland mit den meisten Abfahrts-Olympiasiegern in der österreichischen Skigeschichte und verbinde Wintersporttradition mit hoher Lebensqualität. Besonders die enge Verbindung zum italienischen Markt zeigt sich auch in den Nächtigungszahlen – im Winter 2024/25 wurden rund 96.000 Übernachtungen italienischer Gäste in Kärnten verzeichnet.“ Die hohe Zufriedenheit, insbesondere bei Sicherheit, Gastfreundschaft und dem milden, sonnenreichen Winterklima, unterstreiche Kärntens starke touristische Position im Alpen-Adria-Raum.

Kärntner Genusskultur

Dass Kärnten auch kulinarisch viel zu bieten hat, zeigte sich eindrucksvoll beim Kärntner Abend im Austria House. Hannes Müller, Koch des Jahres 2025, servierte eine Interpretation der Kärntner Kasnudel aus der „Forelle am Weißensee“ – ein exquisiter Start in den Abend und ein ganz besonderer Gaumenschmaus für die Gäste. Ebenso überzeugte das Villacher Traditionsunternehmen Frierss mit feinsten Spezialitäten. Christoph Frierss präsentierte die hochwertigen Wurst- und Schinkenspezialitäten seines Unternehmens und fungierte damit als kulinarischer Botschafter Kärntens auf internationaler Bühne. Frierss: „Wir sind stolz, Teil der Olympischen Familie sein zu dürfen, und es war uns eine große Freude, die Gäste im Austria House mit unseren Kärntner Spezialitäten kulinarisch zu verwöhnen.“ Rund eine Tonne handverlesener Produkte, darunter Kärntner Schinkenspeck, Original Kärntner Hauswürstel, Bergsalami und Sasaka wurden nach Cortina geliefert, um Gäste aus aller Welt mit einer authentischen Kärntner Brettljause und gelebter Gastfreundschaft zu verwöhnen.

Große Bühne für die Tourismusschule Kärnten

Einen wesentlichen Beitrag zum professionellen Auftritt Kärntens bei Olympia leistete dabei die Tourismusschule Villach unter der Leitung von KTS-Direktorin Birgit Pipp und Diplompädagoge Heinrich Strasser: „Wir sind stolz, dass unsere Schüler erneut für Olympia ausgewählt wurden und sie diese einzigartige Möglichkeit haben, hier teilzunehmen. Das ist einmal mehr ein Beweis für die hohe Qualität unserer Ausbildung.“  Nele Diechler, Lara-Lena Rassi, Franziska Pernusch, Stefanie Millonig, Birgit Steiner, Raphael Oberleitner und Lukas Rieß unterstützten vor Ort im Service und in der Organisation, sammelten wertvolle internationale Praxiserfahrung und fungierten gleichzeitig als Botschafter:innen für die hohe Ausbildungsqualität im Kärntner Tourismus. Damit wurde Nachwuchsförderung unmittelbar mit internationaler Standortpositionierung verbunden.

Gästeliste mit Olympiaglanz

Mit Fritz Strobl und Matthias Mayer waren zwei Kärntner Abfahrts-Olympiasieger des Olympic Team Austria auf der Gästeliste. Zu ihnen gesellten sich Ex-Skifahrerin Stephanie Venier,Hubertus Rudolph Prinz zu Hohenlohe sowie ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer und ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch.