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Metalltechnische Industrie, Fachgruppe

Innerio Heat Exchanger GmbH: Heiz- und Kühlsysteme für (fast) jedes Auto

Lesedauer: 4 Minuten

04.02.2026

Technologie, die auf den Straßen präsent ist

Auch wenn aus Vertraulichkeitsgründen keine konkreten Kundennamen genannt werden können: Sie sind fast überall auf den Straßen unterwegs – Autobauteile, die bei Innerio Heat Exchanger produziert werden. Denn, so viel darf Geschäftsführer Andreas Zwerger verraten: Rund 15 Prozent aller in Europa produzierten Fahrzeuge sind mit Komponenten des Unternehmens mit Stammsitz in Kottingbrunn ausgestattet.

Diese hohe Marktdurchdringung verdeutlicht die Relevanz der Produkte im Automobilsektor. Sie sorgen dafür, dass alle Arten von Fahrzeugen – vom Pkw über Lastwagen und Off-Road-Fahrzeuge bis hin zu Motorrädern – effizient gekühlt werden. Dabei deckt man das gesamte Spektrum moderner Kühl- und Heizfunktionen ab. Das Portfolio umfasst die gesamte Temperaturmanagement-Kette von klassischen Kondensatoren und Verdampfern über Radiatoren bis zu Kühlkomponenten für Öl, Batterie oder die Hydraulik in der Servolenkung. Abgedeckt wird damit das gesamte Spektrum moderner Kühl- und Heizfunktionen. Angefangen bei Klimaanlagen über Motor- und Batteriekühlung bis hin zu Ladeluftkühlern für Motoren. Diese Komponenten sind gleichermaßen essenziell für Verbrenner-, Hybrid- und Elektroantriebe, denn sie gewährleisten sowohl den Komfort als auch die Energieeffizienz der Fahrzeuge.

Transformation Richtung E-Mobilität

Die Transformation Richtung E-Mobilität stellt den Mitgliedsbetrieb der Metalltechnischen Industrie der WKNÖ dabei immer wieder vor neue Herausforderungen. Denn die Kühlung selbst bleibt zwar antriebsunabhängig wichtig, muss jedoch an die veränderten Anforderungen der E-Mobilität angepasst werden.

Die Branche befindet sich derzeit in einer Phase mit besonders hohem Innovationsgrad, da unterschiedliche Antriebskonzepte parallel verfolgt werden.

Innerio Heat Exchanger gestalte diesen Wandel aktiv mit, wobei Innovationsschritte stets in enger Abstimmung mit den Kunden erfolgen. Durch eigene Vorserien und Prototypenfertigung können die dabei entstehenden Produkte rasch validiert und damit lange Entwicklungszyklen verkürzt werden. So wird sichergestellt, dass neue Lösungen sowohl technisch als auch marktseitig relevant sind. Aufbauend auf bestehendem Know-how wurde so zuletzt ein völlig neues Produktportfolio entwickelt.

Forschung, Entwicklung und Patente als Wettbewerbsfaktor

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung variieren je nach Innovationsgrad der laufenden Kundenprojekte, liegen jedoch im Durchschnitt bei etwa drei Prozent des Jahresumsatzes, rechnet Zwerger vor. Aktuell seien rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Innerio Gruppe ausschließlich mit Entwicklungsaufgaben betraut und erproben zudem neue Materialien und Designs. Mehr als 50 Patente belegen die intensive Arbeit in diesem Bereich. Dazu profitiert man von der Nähe zu technischen Fachhochschulen und Universitäten in Wien und Graz. Um die Innovationskraft nachhaltig hochzuhalten, setzt Innerio auf einen engen Austausch mit Kunden, gezieltes Technologiescouting sowie laufende Reviews aktueller Projekte und Aufgaben.

Internationale Gruppe mit lokaler Verankerung

Intern kann unter dem Dach der internationalen Unternehmensgruppe auf die Expertise anderer Töchterfirmen und insgesamt 1500 Beschäftigten in vier Produktionsstätten zurückgegriffen werden. Neben den 29.000 Quadratmetern Betriebsfläche – davon 16.000 für die Produktion - in Kottingbrunn, wohin das 1984 im nahen Baden gegründete Unternehmen 2008 übersiedelte, unterhält man Standorte in Deutschland, Polen und Luxemburg. Diese internationale Struktur biete zahlreiche Vorteile, verweist Zwerger auf ein stabiles wirtschaftliches Umfeld durch die Größe des Konzerns, der Austausch von Know-how sowie Best Practices über Ländergrenzen hinweg. Damit kann Innerio global agieren – etwa durch Kooperation mit den beiden Fertiger-Werken in Deutschland und Österreich für Komponenten für die Automobilindustrie sowie Aluminiumrohre – bleibt aber operativ selbständig. Darüber hinaus eröffnen sich breitere Aufgabenfelder und vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung – auch auf internationaler Ebene. Nicht zuletzt ermöglicht der internationale Kontext das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen, was den eigenen Horizont erweitert und die Zusammenarbeit bereichert. Damit hat sich Innerio Heat Exchanger vom regionalen Zulieferer zu einem innovativen Global Player entwickelt.


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