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In der linken Bildhälfte zeigt sich ein Mehrparteienhaus, die linke Haushälfte ist nicht saniert, die rechte Haushälfte ist saniert. In der rechten Bildhälfte zeigt sich eine Aufnahme dieses Hauses mit einer Wärmebildkamera.
© Ingo Bartussek | stock.adobe.com
Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker, Bundesinnung

Thermisch-energetische Sanierung nicht mehr Teil der Sanierungsoffensive 2026

BIM Christian Bräuer fordert stattdessen Energieeffizienz-Offensive

Lesedauer: 1 Minute

04.02.2026

Die thermisch-energetische Sanierung ist eines der wirksamsten Instrumente zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudebereich. Aus Sicht der Elektro-Branche sollte ihre Bedeutung auch künftig klar im Fokus energiepolitischer Fördermaßnahmen stehen – bei der Sanierungsoffensive des Bundes spielt sie seit 2. Februar aber keine Rolle mehr.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Sanierungsoffensive wurde der Schwerpunkt jetzt nur auf den Kesseltausch gelegt. Damit rückt die Modernisierung der Heizungsanlage in den Vordergrund, während thermisch-energetische Sanierungen nicht mehr Teil des Sanierungsbonus sind. Aus Sicht der Bundesinnung der Elektrotechniker ist es sinnvoll, in diesem Zusammenhang erneut auf den Stellenwert gesamtheitliche Sanierungskonzepte hinzuweisen, damit die positiven Effekte der energetischen Sanierung erkannt werden.

Die Sanierungsoffensive sollte ein umfassendes Instrument sein, um Energieverbrauch und CO₂-Emissionen im Gebäudebestand dauerhaft zu senken

"Die Sanierungsoffensive sollte ein umfassendes Instrument sein, um Energieverbrauch und CO₂-Emissionen im Gebäudebestand dauerhaft zu senken", betont Bundesinnungsmeister Christian Bräuer. "Insbesondere energetische Maßnahmen mit dem Einsatz von innovativen smarten Technologien spielen dabei eine ganz zentrale Rolle, weil sie die Grundlage für Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und langfristige Wirkungen bilden", streicht Bräuer heraus und verweist konkret beispielsweise auf Systeme von Energiemonitoring, Lastverschiebungspotentialen und Gebäudeautomation. Ein reiner Heizungswechsel könne wichtige Impulse setzen, entfalte sein volles Potenzial jedoch vor allem dann, wenn er Teil eines gesamtheitlichen Sanierungskonzepts ist. Gerade beim Umstieg auf Wärmepumpensysteme zeigt sich, dass die Effizienz moderner Wärmepumpentechnologie maßgeblich vom energetischen Zustand des Gebäudes abhängt.

Erst die Kombination aus moderner Anlagentechnik und einer verbesserten Gebäudehülle ermöglicht nachhaltige Einsparungen und eine spürbare Entlastung für Haushalte und Betriebe

"Erst die Kombination aus moderner Anlagentechnik und einer verbesserten Gebäudehülle ermöglicht nachhaltige Einsparungen und eine spürbare Entlastung für Haushalte und Betriebe", so Bräuer. Für das Elektrogewerbe sind durchdachte und ausgewogene Förderinstrumente ein wichtiger Orientierungsrahmen. Sie unterstützen Investitionsentscheidungen, fördern Innovation und tragen dazu bei, die Klimaziele im Gebäudebereich langfristig erreichbar zu machen. "Es wäre daher sinnvoll, diesen gesamtheitlichen Ansatz künftig wieder vermehrt mitzudenken und eine 'Energieeffizienz-Offensive' zur Optimierung und Reduktion des CO₂-Ausstoßes durch Erhöhung der Klimafitness des Gebäudesektors im Zuge einer energetischen Sanierung zu starten", so Bräuer.

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