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Seitliche Nahaufnahme zweier Hände einer Person, die ein Smartphone halten. Darüber sind mehrere Kreise grafisch darübergelegt. In manchen Kreisen sind Herzen, in manchen Daumen nach oben
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Sparte Gewerbe und Handwerk

KI-Tools für mehr Sichtbarkeit im Handwerk: Lehrlinge über Social Media erreichen

Drei einfache Möglichkeiten Lehrlinge über Social Media anzusprechen

Lesedauer: 3 Minuten

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18.03.2026

Viele Jugendliche informieren sich heute zuerst online über Berufe, wenn sie sich für Berufe interessieren. Laut dem Youth Internet Monitor Österreich nutzen rund 64 % der Jugendlichen TikTok und Instagram.1 Kurze Einblicke aus dem Arbeitsalltag wirken dabei oft überzeugender als klassische Stellenanzeigen und können dabei helfen, als Betrieb sichtbar zu werden.

Mit einfachen KI-Tools lassen sich solche Beiträge heute in relativ wenigen Minuten erstellen - auch ohne umfangreiche Marketingkenntnisse.

Die folgenden Beispiele zeigen einige Möglichkeiten, wie Betriebe dabei unterstützt werden können. Am Markt gibt es jedoch viele weitere Anwendungen mit ähnlichen Funktionen.

1. Edits – Videos für Instagram erstellen

Edits ist ein kostenloses Video-Tool von Instagram (Meta). Es wurde speziell dafür entwickelt, kurze Videos für Social Media schnell zu bearbeiten und zu veröffentlichen.

Das Tool bietet weniger Funktionen als professionelle Video-Apps, ist dafür aber übersichtlich und leicht zu bedienen.

Gerade für Betriebe, die mit Social Media starten möchten, kann das ein Vorteil sein.

Was das Tool kann

  • Kurze Videos schneiden
  • Texte und Effekte hinzufügen
  • Videos direkt auf Instagram oder Facebook veröffentlichen
  • Videos auf das Smartphone exportieren

Praxisbeispiel

Ein Installationsbetrieb filmt kurz eine Baustelle oder eine fertige Anlage. Mit Edits lässt sich daraus in wenigen Minuten ein kurzes Video mit Text erstellen. → Zum Beispiel: "Ein Blick auf unsere Baustelle – so entsteht eine neue Heizung."

Das Video kann anschließend direkt veröffentlicht oder auf andere Plattformen wie TikTok hochgeladen werden.

2. Deevid – Fotos automatisch in kurze Videos verwandeln

Nicht jeder Betrieb hat Videos. Viele haben aber Fotos von Projekten oder Baustellen. Mit Deevid lassen sich diese Bilder automatisch in kurze Videos umwandeln.

Was das Tool kann

  • Fotos animieren
  • Kamerabewegungen automatisch erzeugen
  • Kurze Social-Media-Clips erstellen

Praxisbeispiel

Ein Tischlereibetrieb fotografiert eine fertige Küche. Deevid erstellt daraus ein 10-Sekunden-Video mit Kamerafahrt, das sich gut für TikTok oder Instagram eignet.

3. KI-Assistenten – Ideen und Texte für TikTok-Beiträge erstellen

Ein häufiges Problem im Betrieb: Das Video ist aufgenommen, aber was schreibt man dazu? Hier können KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Microsoft Copilot helfen.

Was die Tools können

  • Kurze Social-Media-Texte formulieren
  • Ideen für Beiträge entwickeln
  • Stellenanzeigen vorbereiten
  • Fragen für Bewerbungsgespräche vorschlagen

KI-Prompting2 Beispiel

"Schreibe drei kurze TikTok-Texte für einen Elektrobetrieb, der einen Lehrling sucht."

Das Tool liefert mehrere Vorschläge, die direkt angepasst werden können.

Tipp
KI funktioniert am besten mit klaren Anweisungen. Schreiben Sie zum Beispiel:

  • Beruf (z. B. Installateur, Tischler)
  • Zielgruppe (z. B. Lehrlinge)
  • Plattform (TikTok oder Instagram)

Dann werden die Vorschläge deutlich passender.

Ein einfacher Start für Betriebe

Mit diesen drei Tools lässt sich ein Beitrag erstellen:

  • Kurzes Video oder Foto aus dem Arbeitsalltag aufnehmen
  • Mit Edits oder Deevid ein kurzes Video erstellen
  • Mit Claude, ChatGPT, Microsoft Copilot oder Gemini einen kurzen Text formulieren
  • Betrag auf TikTok oder Instagram veröffentlichen
Achtung

Datenschutz und Bildrechte
Achten Sie darauf, dass alle Personen im Video oder auf Fotos der Aufnahme zustimmen und keine sensiblen Informationen wie Kundendaten, Adressen oder Dokumente sichtbar sind.

Urheberrechte
Verwenden Sie für Videos, Bilder oder Musik nur Inhalte, die Sie selbst erstellt haben oder für die Sie eine entsprechende Nutzungserlaubnis besitzen.

1 Quelle: https://www.saferinternet.at/services/jugend-internet-monitor

2 KI-Prompting ist die Methode, Anweisungen, Fragen oder Befehle (die sogenannten "Prompts") an eine KI zu formulieren, um eine Antwort oder Aktion zu erzielen.

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