Internationalisierungsradar 3/2026: Chancen und Herausforderungen global nutzen
Entwicklungen und Kennzahlen zur österreichischen Außenwirtschaft
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Als kleine, offene Volkswirtschaft profitierte Österreich in der Vergangenheit in besonderem Maße von seiner starken Einbindung in den Welthandel. Die dynamisch wachsende Nachfrage im Binnenmarkt und auf den globalen Märkten fungierte stets als verlässlicher Motor der österreichischen Exportwirtschaft. Seit der COVID-19-Krise und mit zunehmenden geopolitischen Krisenherden hat diese Dynamik deutlich abgenommen und der Export damit seine traditionelle Rolle als Träger der wirtschaftlichen Erholung nach Krisenphasen eingebüßt. Ein wesentlicher Faktor ist der wachsende Wettbewerbsdruck aus China, der die österreichischen Exportbetriebe sowohl auf dem Heimatmarkt als auch auf Drittmärkten unter Druck setzt. Aber auch strukturelle Standorthemmnisse belasten die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen speziell im Warenhandel. Der Tourismus bleibt hingegen eine wichtige Säule des Außenhandels; dessen positive Entwicklung hat in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Beitrag zu den Dienstleistungsexporten und damit zum Wachstum geleistet.
Abhängigkeit der Beschäftigung vom Außenhandel
In Prozent der gesamten Beschäftigung
Schwerpunkte im aktuellen Internationalisierungsradar
- Exportwirtschaft sichert Beschäftigung in Österreich
- Österreichs Industrie zunehmend vom Ausland abhängig
- Zunehmender Wettbewerbsdruck aus China
- Österreichs Importexposition gegenüber China nimmt zu
- Ausländische Nächtigungen im Jahr 2026 auf Rekordkurs
Fazit
Eine Wirtschaftspolitik, die internationale Chancen auch künftig sichern will, muss auf mehreren Ebenen ansetzen: Auf europäischer Ebene gilt es, den Binnenmarkt zu vertiefen und zu erweitern sowie die gemeinsame Handelspolitik konsequent zu nutzen und weiterzuentwickeln. Auf nationaler Ebene sollten der bilaterale Dialog und die industrie-, forschungs- und branchenspezifische Zusammenarbeit gestärkt sowie globale Wachstumsmärkte gezielt erschlossen werden. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA steht österreichischen Unternehmen dabei an rund 100 Stützpunkten Weltweit zur Seite. Damit der Tourismus weiterhin seine Rolle als tragende Säule des heimischen Standorts beibehalten kann, braucht es neben Mut zur Veränderung insbesondere investitions- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen.
Weitere Ausgaben als PDF
- 2/2026: Chancen und Herausforderungen der internationalen Einbettung
- 1/2026: Geoökonomisierter Wettbewerb
- 4/2025: Internationalisierungsradar 4/2025: Österreich im US-chinesischen Technologie- und Handelskonflikt
- 3/2025: Österreichs Außenwirtschaft in der neuen geopolitischen Wirklichkeit
- 2/2025: Exportwirtschaft unter Druck - Zeit für eine aktive Außenwirtschaftspolitik
- 1/2025: Hohe Unsicherheit prägt Österreichs Außenwirtschaft
Hinweis: Kennzahlen zum Frachtwesen 2021-2024 finden Sie in unserer früheren Publikation Frachtwächter.