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Vektor-Illustration der Kontinente der Erde in grau. Es sind keine Ländergrenzen eingezeichnet. An manchen Stellen der Karte sind helle Punkte, die mit blauen Strichen verbunden sind. Hinter der Karte sind viele gestapelte Container
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Internationalisierungsradar 2/2026: Österreichs Außenwirtschaft trotzt Krisen

Entwicklungen und Kennzahlen zur österreichischen Außenwirtschaft

Lesedauer: 1 Minute

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26.06.2026

Zu Beginn des Jahres 2026 zeigte sich im österreichischen Außenhandel eine vorsichtige Erholung. Die Güterexporte legten im ersten Quartal sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr zu. Diese Entwicklung ist nicht unbeachtlich, da sie in einem weiterhin angespannten internationalen Umfeld erfolgte.

Der Nahost-Konflikt erhöhte erneut die geopolitische Unsicherheit, belastet Lieferketten und verteuert Energie-, Rohstoff- und Transportkosten. Gleichzeitig steht die österreichische Industrie schon seit längerem unter starkem preislichen Wettbewerbsdruck. Durch die jüngsten Lohnabschlüsse unter der Inflationsrate und mit zum Teil mehrjähriger Laufzeit konnte seit Herbst eine Trendwende erreicht werden.

Das weitere Zurückfallen bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit wurde zwar gestoppt, aber der Rückstand dadurch nicht aufgeholt. Weiterhin hinter ihrem Potenzial bleiben die österreichischen High-Tech-Exporte. Rückläufige passive Direktinvestitionen deuten überdies darauf hin, dass es standortpolitischen Hausaufgaben zügig zu absolvieren gilt, um die eigene Attraktivität als Investitionsstandort wieder zu erhöhen.

Entwicklung der österreichischen Güterexporte im Quartalsvergleich

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Balkendiagramm mit zwei Vergleichsreihen: 2026Q1 im Vergleich zu 2025Q4 und 2026Q1 im Vergleich zu 2025Q1. Dargestellt sind vier Regionen: Alle Länder der Welt: beide Vergleichswerte leicht positiv (rund +2 %). Intra-EU27: beide Vergleichswerte ebenfalls leicht positiv (rund +2 bis +3 %). China: gegenüber 2025Q4 deutlicher Rückgang (rund −7 %), gegenüber 2025Q1 Anstieg (rund +4 %). USA: gegenüber 2025Q4 Rückgang (rund −4 %), gegenüber 2025Q1 sehr deutlicher Rückgang (rund −15 %). Die Grafik verdeutlicht, dass sich die Entwicklung für China und insbesondere die USA je nach Vergleichszeitraum deutlich unterscheidet, während die Werte für die Welt insgesamt und den Intra-EU27-Handel moderat positiv ausfallen.
© WKÖ Quelle: Eurostat

Schwerpunkte im aktuellen Internationalisierungsradar

  • Positive Exportdynamik im ersten Quartal 2026
  • Nahost-Konflikt setzt globale Lieferketten unter Druck
  • Verantwortungsvolle Lohnpolitik mildert den preislichen Wettbewerbsdruck
  • Österreichs High-Tech-Exporte mit verhaltener Dynamik
  • Passive Direktinvestitionen 2025 im Minus  

Fazit

Angesichts eines schwierigen globalen Umfelds erweist sich die exportorientierte österreichische Wirtschaft als erstaunlich robust. Globale geopolitische Strukturveränderungen, zunehmender Protektionismus und eine verschärfte Konkurrenz – insbesondere durch China – belasten die heimischen Exportunternehmen dennoch in zunehmendem Maße.

Positive Impulse durch den Export dürfen in diesem Umfeld daher nicht weiter als Selbstläufer gesehen werden. Vielmehr ist es erforderlich, das eigene außenwirtschaftliche Umfeld aktiv politisch zu gestalten. Neben der Erweiterung und Vertiefung des EU-Binnenmarkts, einer aktiveren EU-Handelspolitik, dem bilateralen Dialog über internationale Kooperationen gilt es auch im Bereich der europäischen Nachfragegestaltung durch „Made in Europe and Partner Countries“ Impulse zu setzen.

> zur Ausgabe 2/2026


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Hinweis: Kennzahlen zum Frachtwesen 2021-2024 finden Sie in unserer früheren Publikation Frachtwächter