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Vektor-Illustration der Kontinente der Erde in grau. Es sind keine Ländergrenzen eingezeichnet. An manchen Stellen der Karte sind helle Punkte, die mit blauen Strichen verbunden sind. Hinter der Karte sind viele gestapelte Container
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Internationalisierungsradar 3/2026: Chancen und Herausforderungen global nutzen

Entwicklungen und Kennzahlen zur österreichischen Außenwirtschaft

Lesedauer: 1 Minute

11.09.2026

Als kleine, offene Volkswirtschaft profitierte Österreich in der Vergangenheit in besonderem Maße von seiner starken Einbindung in den Welthandel. Die dynamisch wachsende Nachfrage im Binnenmarkt und auf den globalen Märkten fungierte stets als verlässlicher Motor der österreichischen Exportwirtschaft. Seit der COVID-19-Krise und mit zunehmenden geopolitischen Krisenherden hat diese Dynamik deutlich abgenommen und der Export damit seine traditionelle Rolle als Träger der wirtschaftlichen Erholung nach Krisenphasen eingebüßt. Ein wesentlicher Faktor ist der wachsende Wettbewerbsdruck aus China, der die österreichischen Exportbetriebe sowohl auf dem Heimatmarkt als auch auf Drittmärkten unter Druck setzt. Aber auch strukturelle Standorthemmnisse belasten die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen speziell im Warenhandel. Der Tourismus bleibt hingegen eine wichtige Säule des Außenhandels; dessen positive Entwicklung hat in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Beitrag zu den Dienstleistungsexporten und damit zum Wachstum geleistet.

Abhängigkeit der Beschäftigung vom Außenhandel

In Prozent der gesamten Beschäftigung

Das Diagramm zeigt die Entwicklung von Endprodukten, Vorleistungsgütern sowie Werten für Österreich und die EU27 von 2001 bis 2022. Die Werte für Österreich liegen meist zwischen 30 und 35, mit einem Tiefpunkt 2009 und dem höchsten Wert 2022. Die EU27-Werte steigen im selben Zeitraum von rund 10 auf rund 14,5
© WKÖ Quelle: OECD, Trade in Employment

Schwerpunkte im aktuellen Internationalisierungsradar

  • Exportwirtschaft sichert Beschäftigung in Österreich
  • Österreichs Industrie zunehmend vom Ausland abhängig
  • Zunehmender Wettbewerbsdruck aus China
  • Österreichs Importexposition gegenüber China nimmt zu
  • Ausländische Nächtigungen im Jahr 2026 auf Rekordkurs

Fazit

Eine Wirtschaftspolitik, die internationale Chancen auch künftig sichern will, muss auf mehreren Ebenen ansetzen: Auf europäischer Ebene gilt es, den Binnenmarkt zu vertiefen und zu erweitern sowie die gemeinsame Handelspolitik konsequent zu nutzen und weiterzuentwickeln. Auf nationaler Ebene sollten der bilaterale Dialog und die industrie-, forschungs- und branchenspezifische Zusammenarbeit gestärkt sowie globale Wachstumsmärkte gezielt erschlossen werden. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA steht österreichischen Unternehmen dabei an rund 100 Stützpunkten Weltweit zur Seite. Damit der Tourismus weiterhin seine Rolle als tragende Säule des heimischen Standorts beibehalten kann, braucht es neben Mut zur Veränderung insbesondere investitions- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen.

> zur Ausgabe 3/2026


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Hinweis: Kennzahlen zum Frachtwesen 2021-2024 finden Sie in unserer früheren Publikation Frachtwächter.