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Person in Vogelperspektive an Schreibtisch sitzend auf dem Computer mit Statistik am Monitor steht, analysiert unterschiedliche Dokumente mit statistischen Diagrammen
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Konjunkturradar 9/2026: Gemischte Signale

Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren

Lesedauer: 1 Minute

27.08.2026
Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.

September 2026: Gemischte Signale

Die österreichische Konjunktur entwickelte sich im ersten Halbjahr auch aufgrund des durch den Irankonflikt ausgelösten Energiepreisschocks nur verhalten. Die Erwartungen an den Finanzmärkten deuten auf eine weitere Zinserhöhung der EZB im Dezember hin.

Die dadurch weiter verschärften Finanzierungskonditionen dürften insbesondere die Investitionstätigkeit bremsen. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für eine Belebung der internationalen Industriekonjunktur, die sich zunehmend auch in österreichischen Frühindikatoren widerspiegeln.

Der Einkaufsmanagerindex der österreichischen Industrie erreichte im August den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2022. Auch die Warenausfuhren entwickelten sich zuletzt positiv. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Erholung vorerst fragil. Welche Trends und Risiken die aktuelle Konjunkturentwicklung prägen, zeigt der aktuelle Konjunkturradar..

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, Österreich

Index 2022 Q4 = 100, real

Liniengrafik: Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, Österreich und Euroraum im Vergleich
© WKO Quelle: Eurostat, Prognosewerte AT: OeNB, Prognosewerte EA: EZB

Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars 

  • Verhaltener Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr erwartet
  • Geopolitische Risiken erweitern die Prognosebandbreite
  • Branchenentwicklung stagniert weitgehend
  • Exporterholung wird von Europa getragen
  • Internationale Industriekonjunktur deutlich aufgehellt

Fazit

Die österreichische Konjunktur entwickelt sich trotz der deutlichen Aufhellung der internationalen Industriekonjunktur vorerst verhalten. Strukturelle Hemmnisse sowie hohe geopolitische Risiken und deren Auswirkungen auf die Energiepreise begrenzen jedoch die Dynamik.

Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen für private Investitionen, etwa durch Verbesserungen beim Investitionsfreibetrag und bei den Abschreibungsmöglichkeiten, bleiben daher zentrale wirtschaftspolitische Aufgaben. 

 > zur Ausgabe 9/2026


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