Zum Inhalt springen
Person in Vogelperspektive an Schreibtisch sitzend auf dem Computer mit Statistik am Monitor steht, analysiert unterschiedliche Dokumente mit statistischen Diagrammen
© Andrey Popov | stock.adobe.com

Konjunkturradar 2/2026: Kraftlose Erholung

Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
12.02.2026

Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.

Kraftlose Erholung

Die österreichische Wirtschaft hat nach zwei Rezessionsjahren wieder leicht an Fahrt gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahr 2025 real um 0,6 Prozent. Trotz dieser leichten Aufhellung bleibt die konjunkturelle Entwicklung verhalten.

Schwache Auslandsnachfrage und ein anhaltender Mangel an Neuaufträgen belasten die Erholung der Industrie weiterhin. Der Bausektor befindet sich zudem immer noch im Abschwung.

Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt, Österreich

Reales BIP-Wachstum in %, Beiträge in Prozentpunkten (importbereinigt)

Linien-Grafik: Branchenentwicklung - Reale Bruttowertschöpfung nach Branchen, Quartalsvergleich 2024-2025,  Index, Q1 2024 = 100
© WKO Quelle: WIFO-Schnellschätzung (saison- und kalenderbereinigt), Eurostat.

Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars

  • Wirtschaftsleistung mit leichtem Aufwärtstrend
  • Öffentlicher Sektor wächst, Industrie stabilisiert sich
  • Warenexporte in die EU stagnieren
  • Trendwende bei Kreditnachfrage der Unternehmen
  • Sprunghafter Inflationsrückgang zu Jahresbeginn 2026

Fazit

Österreich befindet sich in einer langsamen, verhaltenen Erholungsphase. Positiv stimmt, dass die Kreditnachfrage der österreichischen Unternehmen nach einem dreijährigen Abwärtstrend wieder anzieht. Die deutlich gesunkene Inflation könnte zudem zu einer Aufhellung der Konsumstimmung beitragen.

Die schwache Industrieentwicklung sowie die anhaltende Krise im Bauwesen sorgen allerdings dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Dynamik schwunglos ist. Damit bleiben Standort- und Industriepolitik zentrale Prioritäten zur Stärkung des Wachstums.

 > zur Ausgabe 2/2026


Weitere Ausgaben als PDF

2026

2025

2024

2023

2022

Mehr frühere Ausgaben