Zum Inhalt springen
Person in Vogelperspektive an Schreibtisch sitzend auf dem Computer mit Statistik am Monitor steht, analysiert unterschiedliche Dokumente mit statistischen Diagrammen
© Andrey Popov | stock.adobe.com

Konjunkturradar 6/2026: Höhere Energiepreise bremsen leichte Erholung

Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
11.06.2026

Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.

6/2026: Höhere Energiepreise bremsen leichte Erholung

Die österreichische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr etwas besser entwickelt als bisher angenommen.  revidierte das Wirtschaftswachstum für 2025 von 0,6 % auf 0,8 % nach oben. Ausschlaggebend waren robustere Investitionen, Exporte und Konsumausgaben. Die Erholung bleibt jedoch fragil. 

Der Irankonflikt belastet die globalen Wachstumsaussichten, verteuert Energie und verschlechtert damit die Perspektiven für österreichische Exporteure. Zwar legte  (+0,2 % gegenüber dem Vorquartal), gestützt von höherem öffentlichem Konsum und moderaten Zuwächsen in der Industrieproduktion. Allerdings war die Produktionsausweitung vor allem auf  zurückzuführen.

Angesichts der gestiegenen Inflation hat die EZB die Leitzinsen im Juni um 25 Basispunkte angehoben, eine weitere Anhebung wird für Herbst erwartet. Trotz dieser Belastungen rechnet die OECD für Österreich im Jahr 2026 weiterhin mit einem . Die Prognoserisiken sind aber klar nach unten gerichtet.

Branchenentwicklung Österreich

Reale Bruttowertschöpfung, Index Q1 2023 = 100

Linien-Grafik: Branchenentwicklung Österreich. Reale Bruttowertschöpfung, Index Q1 2023 = 100
© WKÖ Quelle: WIFO, Eurostat (Stand 3.6.2026)

Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars

  • Öffentlicher Konsum stützt das BIP im ersten Quartal
  • Industrie erholt sich, bleibt aber unter Niveau von 2022
  • Industrieproduktion leicht positiv, Tiefbau schwächelt
  • Wettbewerbsposition verschlechtert sich weiter
  • Inflation stieg im Mai auf 3,7 %

Fazit

Die Irankonflikt verteuert Energie, erhöht den Inflationsdruck und bremst die konjunkturelle Erholung in Österreich. Bleiben Energiepreise länger erhöht und Lieferketten angespannt, dürften sich die Exportaussichten und Investitionspläne der Unternehmen weiter eintrüben.

Zusätzlichen Gegenwind bringt die Anhebung der EZB-Leitzinsen, die kreditfinanzierte Investitionen verteuert. Umso wichtiger ist es, bestehende strukturelle Wachstumshemmnisse rasch abzubauen. 

 > zur Ausgabe 6/2026


Weitere Ausgaben als PDF

2026

2025

2024

2023

2022

Mehr frühere Ausgaben