Konjunkturradar 2/2026: Kraftlose Erholung
Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren
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Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.
Kraftlose Erholung
Die österreichische Wirtschaft hat nach zwei Rezessionsjahren wieder leicht an Fahrt gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Jahr 2025 real um 0,6 Prozent. Trotz dieser leichten Aufhellung bleibt die konjunkturelle Entwicklung verhalten.
Schwache Auslandsnachfrage und ein anhaltender Mangel an Neuaufträgen belasten die Erholung der Industrie weiterhin. Der Bausektor befindet sich zudem immer noch im Abschwung.
Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt, Österreich
Reales BIP-Wachstum in %, Beiträge in Prozentpunkten (importbereinigt)
Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars
- Wirtschaftsleistung mit leichtem Aufwärtstrend
- Öffentlicher Sektor wächst, Industrie stabilisiert sich
- Warenexporte in die EU stagnieren
- Trendwende bei Kreditnachfrage der Unternehmen
- Sprunghafter Inflationsrückgang zu Jahresbeginn 2026
Fazit
Österreich befindet sich in einer langsamen, verhaltenen Erholungsphase. Positiv stimmt, dass die Kreditnachfrage der österreichischen Unternehmen nach einem dreijährigen Abwärtstrend wieder anzieht. Die deutlich gesunkene Inflation könnte zudem zu einer Aufhellung der Konsumstimmung beitragen.
Die schwache Industrieentwicklung sowie die anhaltende Krise im Bauwesen sorgen allerdings dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Dynamik schwunglos ist. Damit bleiben Standort- und Industriepolitik zentrale Prioritäten zur Stärkung des Wachstums.
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