Konjunkturradar 3/2026: Nahost-Konflikt gefährdet Erholung
Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren
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Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.
Konjunkturradar 3/2026: Nahost-Konflikt gefährdet Erholung
Die für das laufende Jahr erwartete, allmähliche Erholung der österreichischen Wirtschaft ist durch den Ende Februar ausgebrochenen Konflikt in Nahost unsicherer geworden. Die zusätzlichen geopolitischen Turbulenzen wirken sich negativ auf das Investitionsklima, die Nachfrage nach österreichischen Industriegütern und die prognostizierte Stabilisierung der Exportentwicklung aus. Ein erneuerter energiepreisinduzierter Anstieg der Inflation wäre zudem ungünstig für die noch immer gedämpfte Konsumstimmung im Inland. Die Krise in Nahost ist aber nicht das einzige Konjunkturhemmnis: Stimmungsindikatoren vom Februar deuten an, dass sich die Lageeinschätzungen der österreichischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen zwar ein wenig verbessert, die Zukunftserwartungen aber mehrheitlich eingetrübt haben.
Frachtschiffverkehr in der Straße von Hormus
Anzahl der Frachtschiffe, gleitender Durchschnitt über 7 Tage
Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars
- Zaghafte Erholung stagnierte zu Jahresende 2025
- Öffentlicher Sektor und Immobilienwesen expandierten
- Warenexporte in Drittstaaten unter Druck
- Leichte Aufhellung in der Industrie, nicht jedoch im Bau
- Frachtschiffverkehr zum Erliegen gekommen
Fazit
Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der leichten konjunkturellen Erholung des Vorjahres trübt sich aufgrund der geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten erneut ein. Abhängig von der Dauer und Intensität der Auseinandersetzungen ergeben sich Auswirkungen auf Verbraucherpreise und Produktionskosten. Die sehr unübersichtliche Lage in Nahost lässt aktuell viele Fragen offen. Der neue WKÖ Infopoint Nahost bündelt relevante Informationen, gibt Updates und vermittelt Ansprechpartner.
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