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Sphäre mit verschiedenen Länderflaggen auf der Oberfläche liegt auf Computertastatur
© niroworld | stock.adobe.com

Konjunkturradar international 3/2026: KI-Boom stützt Weltwirtschaft weiter

Kennzahlen zur Lage der Weltwirtschaft

Lesedauer: 1 Minute

29.06.2026
Regelmäßiges Update: Wie entwickelt sich die Weltwirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir Trends dar und geben einen Ausblick.

Ausgabe 3/2026: KI-Bomm stützt Weltwirtschaft weiter

Die Weltwirtschaft hat sich in der ersten Jahreshälfte leicht abgeschwächt, erwies sich angesichts globaler Unsicherheiten jedoch als überraschend robust. Stärkere Produktions- und Exporteinbrüche verzeichneten vor allem Länder im Nahen Osten. Gleichzeitig stützt der anhaltende KI-Boom Investitionen, Produktion und Warenhandel und trägt insbesondere in den USA und Asien zum Wachstum bei. Auch steigende Verteidigungsausgaben wirken in vielen Ländern nachfragestützend. Dennoch bleiben die Abwärtsrisiken hoch. Beim Konflikt im Nahen Osten ist weiterhin keine Lösung in Sicht; vielmehr verstärken die zuletzt erneut gestiegenen Öl- und Gaspreise den globalen Inflationsdruck. Zudem sorgen die anhaltende politische Unsicherheit sowie wetterbedingte Schocks für weitere Belastungen der Weltkonjunktur.

Energiepreise erneut deutlich gestiegen

Rohölpreis (Brent) in USD/Barrel, Ergas (EU) in EUR/MWh

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung von Rohöl und Erdgas EU von Jänner bis September 2026. Rohöl steigt bis zum Frühjahr stark an, fällt anschließend und legt ab Juli wieder zu. Erdgas EU schwankt im Frühjahr und steigt ab Juli deutlich an. Im September liegen beide Werte nahe ihren Höchstständen des dargestellten Zeitraums, bevor sie zuletzt etwas sinken
© WKÖ Quelle: Trading Economics.

Schwerpunkte im aktuellen Konjunkturradar international

  • KI-Nachfrage stärkt das globale Wirtschaftswachstum 
  • Der weltweite Warenhandel zeigt sich robust 
  • Höhere Preise treiben das Wachstum des Welthandels 
  • KI-Boom stützt Industrieproduktion 
  • Globale Unsicherheit geht zurück 
  • Energiepreise erneut deutlich gestiegen 
  • Mehrere Zentralbanken erhöhen Leitzinsen 

Fazit 

Die erneuten Ausschreitungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Energiepreiserhöhungen verdeutlichen die strukturelle Verwundbarkeit Österreichs und der EU gegenüber Angebotsschocks. Damit rücken wirtschaftliche Resilienz und die Verringerung strategischer Abhängigkeiten stärker in den Fokus. Eine breitere Diversifizierung von Bezugs- und Absatzmärkten, robuste Lieferketten, eine verlässliche Energieversorgung und die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit gewinnen an Bedeutung. Zugleich bietet der KI-Boom Chancen für neue Investitionen und Wertschöpfung in Europa.

> zur Ausgabe 3/2026


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