Konjunkturradar international 1/2026: KI-Boom begünstigt Wachstum
Kennzahlen zur Lage der Weltwirtschaft
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Regelmäßiges Update: Wie entwickelt sich die Weltwirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir Trends dar und geben einen Ausblick.
Ausgabe 1/2026: KI-Boom begünstigt Wachstum
Die Weltwirtschaft zeigte sich angesichts erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit und geopolitischer Spannungen bislang robuster als erwartet. Vorgezogene Handelsströme, die Anpassung von Lieferketten an steigende Handelsbarrieren, Fortschritte bei Verhandlungen von Handelsabkommen sowie günstige Finanzierungsbedingungen infolge geldpolitischer Lockerungen stützen die wirtschaftliche Aktivität. Auch ein deutlicher Anstieg der Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) in einigen großen Volkswirtschaften fördert das Wachstum und birgt Potenzial für Produktivitätssteigerungen. Auf der anderen Seite besteht laut IMF das Risiko einer Neubewertung der Wachstumserwartungen im Zusammenhang mit KI und eines damit einhergehenden Rückgangs der Investitionen, was eine abrupte Korrektur der Finanzmärkte auslösen könnte. Zudem könnten erneute geopolitische Spannungen, wie die aktuelle Krise in Nahost, Handelskonflikte sowie größere Haushaltsdefizite das globale Wachstum belasten. In Summe bleiben die Prognoserisiken überwiegend nach unten gerichtet.
KI-bezogene Importe weltweit
Index (2018Q1 = 100)
Schwerpunkte im aktuellen Konjunkturradar international
- Globales Wachstum bleibt stabil
- Dollarwert des Welthandels auf Rekordniveau
- KI-Güter treiben den internationalen Handel voran
- Industrieproduktion im Hochtechnologiebereich wächst
- Uneinheitliche Inflationsentwicklung
- US-Dollar erreicht Vierjahrestief
- Unsicherheiten bleiben auf erhöhtem Niveau
Fazit
Geopolitische Spannungen sowie wirtschafts- und handelspolitische Unsicherheiten werden auch künftig bestehen bleiben. Damit sich Unternehmen an diese neue Normalität anpassen können, ist die Politik gefordert, das außenwirtschaftliche Umfeld aktiv zu gestalten. Dazu zählt auf europäischer Ebene die Vertiefung des Binnenmarktes sowie der zügige Ausbau von EU-Handelsabkommen zur Diversifizierung von Liefer- und Absatzmärkten sowie zur Sicherung kritischer Rohstoffe für Zukunftstechnologien. Um die Produktivitätslücke gegenüber den USA zu verringern, gilt es zudem, die technologische Transformation voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. Die interessenpolitischen Schwerpunkte 2026+ der WKÖ zeigen Wege auf, um Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, Unternehmertum zu stärken und Chancen zu ergreifen.
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