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Sphäre mit verschiedenen Länderflaggen auf der Oberfläche liegt auf Computertastatur
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Konjunkturradar international 2/2026: Nahost-Konflikt bremst Weltwirtschaft

Kennzahlen zur Lage der Weltwirtschaft

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29.06.2026
Regelmäßiges Update: Wie entwickelt sich die Weltwirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir Trends dar und geben einen Ausblick.

Ausgabe 2/2026: Nahost-Konflikt bremst Weltwirtschaft

Nach der robusten Entwicklung der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr, gestützt durch Vorzieheffekte im Vorfeld der US-Zolloffensive sowie Investitionen und Exporte im KI-Sektor, durchlebt die globale Wirtschaft 2026 erneut geopolitische Turbulenzen.

Der Nahost-Konflikt hat zu einem starken Anstieg der Energiepreise geführt, den Inflationsdruck deutlich erhöht und die Erwartungen einer restriktiveren Geldpolitik verstärkt. Dementsprechend dürfte das diesjährige globale Wirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr geringer ausfallen; das gilt insbesondere für energieimportabhängige Volkswirtschaften.

Die Risiken für den Ausblick bleiben überwiegend nach unten gerichtet, da eine erneute Eskalation des Konflikts oder länger anhaltende Unterbrechungen der Rohstoffströme das Wirtschaftswachstum zusätzlich belasten könnten. Auf der positiven Seite könnte eine breitere Investition in und Nutzung von KI die wirtschaftliche Aktivität stimulieren.

Warenhandel, ausgewählte Regionen

Index (Dez. 2024 = 100)

Das Liniendiagramm vergleicht die Entwicklung eines Indexes für fünf Regionen im Zeitraum von Dezember 2024 bis April 2026. Dargestellt sind Eurozone, USA, China, Schwellenländer Asiens ohne China sowie Naher Osten und Nordafrika. Insgesamt zeigen China sowie die Schwellenländer Asiens ohne China die stärksten Anstiege, während der Nahe Osten und Nordafrika am Ende des Betrachtungszeitraums den stärksten Rückgang aufweist.
© WKÖ Quelle: CPB. | Durchschnitt von Importen und Exporten.

Schwerpunkte im aktuellen Konjunkturradar international

  • Der Nahost-Konflikt belastet das Wirtschaftswachstum
  • Das Handelsvolumen wird sich 2026 abschwächen
  • KI-bezogene Güter stützen weiterhin den Handel
  • Nahost-Konflikt belastet Industrieproduktion
  • Der Druck auf globale Lieferketten steigt
  • Steigende Energiepreise treiben Inflation
  • Die Europäische Zentralbank erhöht den Leitzins

Fazit 

Die globalen Risiken haben sich von handelspolitischen Unsicherheiten im Jahr 2025 hin zu geopolitischen Risiken mit Fokus auf Energiesicherheit, Lieferkettenstabilität und die Verfügbarkeit kritischer Vorprodukte im laufenden Jahr verlagert. Ungeachtet dessen, wie sich der Nahost-Konflikt in der näheren Zukunft entwickelt, für Österreich und die EU verdeutlichen die letzten Wochen einmal mehr ihre strukturelle Verwundbarkeit gegenüber geopolitisch bedingten Angebotsschocks.

Bezugs- sowie absatzseitige Diversifikation und der Aufbau eigener industrieller Stärke sind daher das Gebot der Stunde. Wie sich auch in einem zunehmend schwierigen globalen Umfeld internationale Chancen realisieren lassen und welche Maßnahmen es aus Sicht der Wirtschaft für wettbewerbsfähige Energiepreise und zukunftsfitte, leistbare Energienetze braucht, zeigen unsere interessenpolitischen Schwerpunkte 2026+.

> zur Ausgabe 2/2026


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