KI-Ökosysteme: Studie
Rahmenbedingungen für Unternehmen um das Potenzial von künstlicher Intelligenz erfolgreich zu nutzen
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KI-Ökosystem - unterstützendes Gesamtumfeld für Unternehmen
Damit österreichische Unternehmen, die mit KI verbundenen Marktpotenziale erfolgreich nutzen können und international wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie hohe Anforderungen erfüllen. Um diese zu verwirklichen, braucht es nicht nur einzelne innovative Unternehmen, sondern ein entsprechend förderliches und unterstützendes Gesamtumfeld, ein sogenanntes „Ökosystem“ für den Wirtschaftsstandort Österreich.
Doch was benötigt es dafür und wo steht Österreich derzeit? Mit diesen und vielen weiteren Fragestellungen beschäftigt sich die Studie „KI-Ökosysteme“ aus dem Jahr 2025.
Um die Marktpotenziale der Künstlichen Intelligenz erfolgreich zu nutzen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen, stehen österreichische Unternehmen vor hohen Anforderungen. Innovation einzelner Betriebe allein reicht dafür nicht aus.
Gefragt ist ein leistungsfähiges und unterstützendes Gesamtumfeld – ein sogenanntes KI-Ökosystem – für den Wirtschaftsstandort Österreich. Welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind, wo Österreich derzeit steht und welche internationalen Best Practices als Vorbild dienen können, untersucht die Studie „KI-Ökosysteme“ aus dem Jahr 2025.
Theorie & Best Practices
Die Studie stellt zunächst unterschiedliche Typen von Ökosystemen sowie deren zentrale Elemente und Funktionsweisen vor. Grundlage dafür ist eine Analyse bestehender Fachliteratur sowie die Untersuchung internationaler Good Practices aus Kanada, Deutschland, den Niederlanden und Schweden.
Diese Beispiele zeigen, dass erfolgreiche KI-Ökosysteme insbesondere auf ambitionierten nationalen KI-Strategien, exzellenten Universitäten, innovationsgetriebenen Großunternehmen und dynamischen Startup Szenen beruhen. Als weitere zentrale Erfolgsfaktoren erweisen sich koordinierende Akteure („Orchestrators“), eine ausreichende Ressourcenausstattung sowie regelmäßige Vernetzungs- und Austauschformate.
Status Quo
In einem nächsten Schritt nimmt die Studie das KI-Ökosystem in Österreich genauer unter die Lupe. Die Analyse zeigt dabei deutliche Schwächen in zentralen Bereichen: Insbesondere Infrastruktur, Förder- und Finanzierungsbedingungen, sowie die Verfügbarkeit von qualifiziertem Humankapital werden von KI-Expertinnen und -Experten überwiegend kritisch bewertet.
Als klare Stärke erweist sich hingegen der Forschungsbereich. Vor allem die hohe Qualität der Ergebnisse in der KI-Grundlagenforschung und der angewandten KI-Forschung hebt Österreich im internationalen Vergleich positiv hervor.
Chancen & Empfehlungen
Aus den Ergebnissen ergeben sich klare Empfehlungen: Um die Skalierung von KI-Technologien zu beschleunigen, sollten Anreize gesetzt werden, um große Technologieunternehmen stärker in den KI-Standort Österreich einzubinden. Öffentliche Einrichtungen sollen dabei eine aktive Rolle als Entwickler, Anwender und Vernetzer übernehmen und kontinuierlich in Recheninfrastruktur investieren.
Ergänzend braucht es gezielte niederschwellige Unterstützungsmaßnahmen für den Wissenstransfer aus der Forschung in die unternehmerische, innovative Umsetzung sowie ein institutionalisiertes Ökosystem-Management („Orchestrator“), um Ressourcen und Öffentlichkeitsarbeit effizient zu bündeln.