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Kabel und Seile aus Stahl

Antidumpingverfahren

Produkt

Kabel und Seile aus Stahl, einschließlich verschlossener Seile, ausgenommen Kabel und Seile aus nicht rostendem Stahl, mit einer größten Querschnittsabmessung von mehr als 3 mm

Land

China (ausgeweitet auf Marokko, Korea)

KN-Code

ex 7312 10 81, ex 7312 10 83, ex 7312 10 85, ex 7312 10 89 und ex 7312 10 98

Verwendung

wird in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt, darunter Fischerei, Schifffahrt, Öl- und Gasindustrie, Bergbau, Forstwirtschaft, Lufttransport, Tiefbau, Bau und Aufzug

Kläger

Liaison Committee of European Union Wire Rope Industries - WEWRIS


Chronologie

Einleitung Antidumpingverfahren:

Bekanntmachung 98/C 155/05 vom 20. Mai 1998

Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen:

Verordnung (EG) 362/1999 vom 18. Februar 1999

Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen:

Verordnung (EG) 1796/1999 vom 12. August 1999

Ausweitung Antidumpingmaßnahmen auf Marokko: 

Verordnung (EG) 1886/2004 vom 25. Oktober 2004

Ausweitung Antidumpingmaßnahmen auf Korea:

Durchführungsverordnung (EU) 400/2010 vom 26. April 2010

Letzte Verlängerung der Antidumpingmaßnahmen nach einer Auslaufüberprüfung:

Durchführungsverordnung (EU) 2018/607 vom 19. April 2018

Letzte Verlängerung der Antidumpingmaßnahmen nach einer Auslaufüberprüfung

Gegen Einfuhren von Kabeln und Seilen aus Stahl der Tarifnummer ex 7312 bestehen seit langem Antidumpingmaßnahmen, die im Februar 2017 formal ausgelaufen sind.

Während die Maßnahmen für Einfuhren von Waren mit Ursprung in der Ukraine, ausgeweitet auf Moldau, nicht verlängert wurden und daher mit 10. Februar 2017 außer Kraft getreten sind, wurde für Einfuhren von Waren mit Ursprung in China, ausgeweitet auf Lieferungen aus Marokko und Südkorea, von der Europäischen Kommission auf Antrag des „Liaison Committee of the EU Wire Rope Industries“ (EWRIS) eine Auslaufüberprüfung eingeleitet. 

In der zwischenzeitig durchgeführten Untersuchung hat sich bestätigt, dass weiterhin ein hohes Dumpingrisiko besteht; die in China verfügbaren beträchtlichen Kapazitätsreserven und die weiterhin bestehende Attraktivität des EU-Marktes würden zu einem Fortbestand des Dumpings führen, sollten die Antidumpingmaßnahmen tatsächlich auslaufen. Damit wäre die Überlebensfähigkeit der Unionsindustrie, die von den bestehenden Maßnahmen profitieren und sich von dem schädigenden Dumping erholen konnte, ernsthaft gefährdet.

Aus diesem Grund verhängt die Europäische Kommission mit Verordnung 2018/607 neuerlich endgültige Antidumpingzölle auf Einfuhren von Kabeln und Seilen aus Stahl der Tarifnummer ex 7312 mit Ursprung in China in unveränderter Höhe von 60,4%.

Diese Antidumpingzölle werden weiterhin aus Umgehungsgründen auch auf Versendungen aus Marokko und Südkorea ausgeweitet.

In Bezug auf Marokko sind Lieferungen der Fa. Remer Maroc Sarl. ausgenommen, die Ausnahmen betreffend Südkorea sind im Artikel 1 Abs. 3 der genannten Verordnung gelistet. 

Diese Maßnahmen gelten nun wieder für eine Dauer von 5 Jahren.


Stand: