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Wirtschaftspartnerschaftsabkommen EU - Pazifik

Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Papua-Neuguinea und Fidschi

2009 unterzeichnete die EU mit Papua-Neuguinea und Fidschi ein Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, das bereits 2007 paraphiert wurde.

Das Abkommen zwischen der EU und Papua-Neuginea wird seit dem 20. Dezember 2009 vorläufig angewendet.

Das Abkommen zwischen der EU und Fidschi wird seit dem 28. Juli 2014 vorläufig angewendet.

Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreement, EPA)

Die Gruppe "Pazifik" umfasst 16 Länder (Cook-Inseln, Fidschi, Kiribati, Osttimor, Marshall Inseln, Mikronesien, Nauru, Niue, Palau, Papua-Neuguinea, Amerikanisch Samoa, Samoa, Salomon Inseln, Tonga, Tuvalu und Vanuatu), wobei die am wenigsten entwickelten Länder in den Genuss der EU-Handelspräferenzen im Rahmen der "Alles-außer-Waffen"-Initiative kommen.

Seit 2003 verhandelt die EU parallel mit sieben Gruppen der Afrika-Karibik-Pazifik-Länder über ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreement, EPA).

2007 konnte die EU mit Papua-Neuguinea und Fidschi ein Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen paraphieren, welches 2009 unterzeichnet wurde.

Das Abkommen sieht vor, dass für alle aus Papua-Neuguinea und Fidschi eingeführten Waren zoll- und kontingentfreier Zugang in die EU gewährt wird. Fidschi wird in den nächsten 15 Jahren für 87% der aus der EU  eingeführten Waren die Zölle aufheben und Papua-Neuguinea liberalisiert im ersten Jahr 88% seiner EU-Einfuhren.

Das Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen sieht ferner Maßnahmen vor, die pazifischen Ausführen helfen sollen, die EU-Einfuhrvorschriften im Bereich des Gesundheits- und Pflanzenschutzes zu erfüllen (SPS-Maßnahmen). Weiters enthält das Abkommen Bestimungen zur Zusammenarbeit im Hinblick auf effizientere Zollverfahren sowie verbesserte Zusammenarbeit im Bereich Verwaltung. 

Seit 20. Dezember 2009 wird das Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen gegenüber Papua-Neuginea vorläufig angewendet.

Seit 28. Juli 2014 wird das Interim-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen gegenüber Fidschi vorläufig angewendet.

Die EU verhandelt derzeit mit allen vierzehn Ländern der Region über ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, welches die Bereiche Handel mit Waren und Dienstleistungen, Entwicklungszusammenarbeit und handelsbezogene Fragen wie Lebensmittelgesundheit und Lebensmittelsicherheit, technische Handelshemmnisse, Landwirtschaft, nachhaltige Entwicklung und Wettbewerb abdecken soll.

Rechtsakte

Abkommen

Interims-Partnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft einerseits und den Pazifik-Staaten andererseits (ABl L 272 vom 16. Oktober 2009)
Weitere relevante Rechtsakte

 
Achtung!

Alle EU-Rechtsakte zum Interims-Partnerschaftsabkommen der EU mit den Pazifik-Staaten finden Sie im Amtsblatt der Europäischen Union.

 

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