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Nach Chile exportieren/aus Chile importieren

Grenzen engen uns ein: Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichen Grenzen zu überwinden und im Ausland Erfolg zu haben

Das Exporthandbuch

Warum exportieren? Ganz einfach: Der Markt in Österreich ist begrenzt. Allein der bayrische Markt ist eineinhalb Mal größer als der österreichische. Genauso einfach ist es aber, diese Grenze zu durchbrechen, denn Exportieren ist leichter als man denkt: Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol haben in ihrem ausführlichen Exporthandbuch zusammengefasst, was Sie bei Ihren ersten Schritten über die Grenze beachten sollten. Von A wie Ausfuhrbeschränkungen bis Z wie Zollbestimmungen.

Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Die Internationalisierungsoffensive go-international unterstützt Sie auch finanziell bei Ihren Internationalisierungsbestrebungen.

Sie wollen Ihr erstes Mal wagen? Unsere Fachleute aus den Landeskammern helfen Ihnen beim Schritt über die Grenze. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Exporthandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Wir unterstützen bei Export und Import

Damit Ihr geschäftlicher Grenzübertritt kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten wir Sie bei Ihren Export- und Importvorhaben. Und wir wollen, dass Sie möglichst weit springen: Die Internationalisierungsoffensive go-international bietet viele verschiedene Förderprogramme für Markteintritt, Marktbearbeitung und das Bezugsquellengeschäft im Ausland.

Starthilfe für Exporteurinnen und Exporteure

Wer ganz am Anfang steht, den nehmen unsere Fachleute aus den Landeskammern an der Hand und unter die Lupe. Sie prüfen mit Ihnen, ob Sie ausreichend auf Ihr Vorhaben vorbereitet sind, helfen bei der Einschätzung von Aufwand und Erfolgsaussichten und definieren mit Ihnen Zielgruppen und Testmärkte. Am Ende wird aus Ihrer Idee eine Strategie. Die macht dem AußenwirtschaftsCenter, das Ihren ersten Markteintritt begleitet, die Suche nach Partnerinnen und Partnern leicht.

Geben Sie den Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Landeskammer Bescheid! Gemeinsam machen wir die ersten Schritte in den Export.

Exportfinanzierung

Nur wer sät, kann auch ernten. Gerade beim Geschäft über die Grenze dürfen Vorlaufkosten und Risiken nicht unterschätzt werden. Hausbanken, Exportfonds, Kontrollbank, AWS und private Exportversicherer haben viele Antworten auf Fragen zu Finanzierung, Absicherung von Exportgeschäften und Direktinvestitionen.

Unsere Expertinnen und Experten suchen mit Ihnen die beste Lösung und geeignete Partner. Melden Sie sich bei uns! 

Exportförderungen

Sie wollen erstmalig exportieren oder einen neuen Exportmarkt erschließen? Sie möchten wissen, welche Fördermöglichkeiten dafür vorgesehen sind? Bei einem Beratungsgespräch evaluieren wir mit Ihnen die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und schnüren ein maßgeschneidertes Exportförderpaket für Ihr Exportvorhaben.

Wir haben den Überblick über alle Fördermaßnahmen und sorgen dafür, dass Sie sich im Förderdschungel zurechtfinden! 

Auslandsaktivitäten absichern und finanzieren

Risiken kann man selten ausschließen. – Aber man kann sie minimieren: Mit den Exporthaftungen des Bundes und Refinanzierungen über Ihre Hausbank bietet die Österreichische Kontrollbank (OeKB) kräftige Instrumente, die Österreichs Unternehmen und ihre Partner im weltweiten Wettbewerb stärken.

Hier finden Sie die aktuellen Deckungsrichtlinien für Projektgeschäfte, Investitionsgüterlieferungen und Beteiligungen in Chile.

Exportabwicklung und Exportdokumente

Unsere Exportprofis

  • beraten Sie bei Zollverfahren,
  • helfen Ihnen bei den Exportdokumenten, die Ihre Exportware begleiten,
  • wissen alles über Ausfuhrbestimmungen und Ausfuhrkontrolle und
  • unterstützen Sie bei der Feststellung des Ursprungs Ihres Exportproduktes.
  • Kurzum: Wir sind Ihre Berater in allen Fragen der Exportabwicklung!

Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern wissen über Ursprungszeugnisse, Carnet ATA und sonstige für den Export notwendige Dokumente Bescheid und beglaubigen diese auch gerne gleich für Sie.

Importberatung

Man kann sogar von Zuhause aus international tätig sein: Auch andere Märkte haben schöne Produkte und Dienstleistungen. Damit Ihre Lieferungen aus dem Ausland auch reibungslos zu Ihnen finden, haben die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol in ihrem ausführlichen Importhandbuch zusammengefasst, was Sie bei der Einfuhr oder Verbringung von Waren nach Österreich beachten müssen.

Sie wollen importieren? Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern helfen Ihnen dabei, alle Welt nach Österreich zu holen. Melden Sie sich einfach!

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Importhandbuch der Wirtschaftskammer Tirol

Bezugsquellen

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss ständig sicherstellen, die notwendigen Vorprodukte in der notwendigen Qualität von verlässlichen Lieferantinnen und Lieferanten zu den bestmöglichen Preisen zuzukaufen. Wir identifizieren diese Lieferantinnen und Lieferanten, prüfen deren Bonität und Leistungsfähigkeit, übermitteln Ihre Spezifikationen und holen Angebote ein. Wenn Sie Wert auf Diskretion legen, können Sie sich dabei auch gerne am Anfang hinter uns verstecken. Und dass wir Sie dann auch bei der Abwicklung eines Beschaffungsgeschäftes unterstützen, versteht sich von selbst.

Sie wollen sich eines unserer AußenwirtschaftsCenter als Einkaufsorganisation an Bord holen? Hier gibt es Unterstützung auf den Beschaffungsmärkten dieser Welt.

Marktanalysen

Ein Überblick über die Absatz- und Konkurrenzsituation in einem Zielmarkt gehört ganz oben in den Werkzeugkasten einer Exporteurin und eines Exporteurs. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist mit uns ein Spaziergang. Jede Warenlieferung über jede Grenze wird weltweit statistisch erfasst. Wir wissen, wie viele Bohrmaschinen Brasilien importiert oder wohin Belgien Babynahrung liefert.

Die Expertinnen und Experten in unserem Servicecenter in Wien werten den Zahlensalat einer riesigen Datenbanken für Sie aus, sagen Ihnen, welche Informationen Sie brauchen, und liefern maßgeschneiderte Warenstromanalysen, die Ihnen helfen, Ihre Nische zu finden.

Zoll- und Importbestimmungen

Importbestimmungen

Folgende Dokumente müssen bei allen Importen vorgewiesen werden:

  • Original der kompletten Frachtdokumente
  • Original Handelsrechnung mit Angabe der Waren und den Werten
  • Eidesstattliche Erklärung des Importeurs betr. dem korrekten Warenwert

Ab einem Warenwert von 1.000 USD FOB ist die Einschaltung eines Zollagenten durch den Importeur verpflichtend.

Es werden je nach Warenart noch weitere Dokumente verlangt – die genaue Abstimmung der nötigen Unterlagen mit dem Importeur, Spediteur und ev. dem Zollagenten ist dringend zu empfehlen.

Die Verzollung der Ware kann jedoch abgelehnt werden, wenn:

  • Irrtümer und Auslassungen festgestellt werden,
  • die Ware nach Ansicht der Zollbehörde nicht genau beschrieben ist,
  • die angegebenen Preise nicht mit den üblichen internationalen Marktpreisen übereinstimmen,
  • die Zahlungsbedingungen als unangemessen betrachtet werden, etc.

Die Zollbehörde kann auch Lizenzanträge für Waren zurückhalten, die einer laufenden Untersuchung wegen Dumping-Praktiken unterliegen.

Vorsicht bei der Einfuhr von Lebensmitteln und pflanzlichen Produkten – diese wird vom staatlichen Agrardienst („Servicio Agrícola Ganadero“/SAG) streng geprüft und bei Verstößen bestraft. Auf der Website des SAG finden sich alle Bestimmungen und Verbote.

Assoziierungsabkommen EU–Chile

•  Zollfreiheit bzw. -erleichterungen für die meisten österreichischen Industrieprodukte

•  Ursprungsnachweis erforderlich

Mit 1.2.2003 trat der Handelsabschnitt des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und Chile in Kraft. Dieses Abkommen sah den stufenweisen Abbau der Zölle innerhalb einer maximalen Übergangsfrist von zehn Jahren vor; der Großteil der industriellen und gewerblichen Waren mit Ursprung EU konnte jedoch bereits vor dem 1.1.2013 zollfrei nach Chile eingeführt werden.

Um von den Zollpräferenzen des Assoziierungsabkommens profitieren zu können, muss eine direkte Beförderung der Waren nach Chile erfolgen und ein Nachweis über die Ursprungseigenschaft des exportierten Produktes geführt werden. Dieser Nachweis ist die aus anderen Präferenzabkommen der EU bereits bekannte Warenbescheinigung EUR1, bzw. bis zu einer Wertgrenze von EUR 6.000 pro Sendung die Ursprungserklärung auf der Rechnung. 

In der deutschen Version der Ursprungserklärung wird anstelle von Waren von Erzeugnissen gesprochen. Die Bezeichnung „Erzeugnisse“ ist zwar in vielen Veröffentlichungen fälschlicherweise enthalten, nicht aber im Originalabkommen mit Chile, wo der Terminus „Waren“ verwendet wird und es wird daher dringend angeraten, etwa in der Ursprungserklärung auf der Rechnung die Standardformulierung „Waren“ zu benutzen.

Die zolltarifliche Einreihung (4-Steller) ist im Feld 8 des EUR1-Formulars anzugeben.

Die Ausstellung von Rechnungen mit Waren gemischter Herkunft, d.h. Waren mit und ohne EU-Ursprung auf der gleichen Handelsfaktura, sollte möglichst vermieden werden. Die Angabe der EU als Ursprungsland wird zwar grundsätzlich akzeptiert, die genaue Angabe des tatsächlichen Landes ist jedoch empfehlenswert.

Ermächtigte Exporteure dürfen auch Ursprungserklärungen unabhängig vom Rechnungswert selbst ausstellen. Diese Ermächtigung muss sich eigens auf Chile erstrecken (d.h. Ermächtigungen, die vor dem In-Kraft-Treten des Assoziierungsabkommens EU-Chile im Jahr 2003 beantragt wurden, werden nicht akzeptiert). Auf der Handelsfaktura ist unbedingt die Schreibweise einschließlich Länderkennnummer („AT“ für Österreich) zu verwenden. Die gesamte Erkennungsnummer des ermächtigten Importeurs besteht daher aus Länderkennung (Alpha-2 Code bzw. im Falle Österreichs AT/Zollamtsnummer/laufende Nummer, z.B. AT/100/999).

Der Antrag ist über das Formular „Za 279“ beim zuständigen Zollamt einzureichen. Nähere Auskünfte erteilt gerne auch die jeweilige Landeskammer der WKÖ.

Die vom ermächtigten Exporteur benötigte Erklärung muss in folgendem Wortlaut in einer der EU-Sprachen abgefasst sein (empfehlenswert spanische oder englische Textversion sowie Unterfertigung):

  • Spanische Version
    • El exportador de los productos incluidos en el presente documento (autorización aduanera o de la autoridad gubernamental competente n° ...(1)) declara que, salvo indicación en sentido contrario, estos productos gozan de un origen preferencial ...(2).
  • Englische Version
    • The exporter of the products covered by this document (customs or competent governmental authorization No...(1)) declares that, except where otherwise clearly indicated, these products are of (2) preferential origin.
  • Deutsche Version
    • Der Ausführer (Ermächtigter Ausführer; Bewilligung der Zollbehörde oder der zuständigen Regierungsbehörde Nr.…(1)) der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, präferenzbegünstigte Ursprungswaren ... (2) sind.
  • (1) = Angabe Ermächtigungsnummer
  • (2) = Angabe Ursprungsland

Weitere Details sind in den Bestimmungen betreffend ermächtigte Exporteure in den Artikeln 20 und 21 geregelt. Der genaue Wortlaut der entsprechenden Zollerklärung ist dem Appendix IV des besagten Protokolls zu entnehmen.

Der Text des EU-Chile-Assoziierungsabkommens ist auf Englisch und Spanisch verfügbar. Für nähere Auskünfte stehen Frau die WKO-Abteilung Finanz- und Handelspolitik (T 05 90900-3480 / E martina.schernthanner@wko.at) sowie das AußenwirtschaftsCenter Santiago zur Verfügung.

Zollbestimmungen

Brüsseler (harmonisierte) Nomenklatur. Seit 01.07.2002 wird zur einfachen Identifizierung jeder Warenposition ein max. 16-stelliger Code (CIP – Código Identificación Producto) zugeordnet, der der Produktnummer der Handelsfaktura entnommen wird. Es handelt sich um einen intern verwendeten Code, der die Abfertigung erleichtern soll. Bei einer Folgelieferung von identischen Waren kann dieser angegeben werden, dies ist jedoch kein unbedingtes Erfordernis für die Zollabfertigung.

Alle Waren unterliegen prinzipiell einem Einheitszollsatz von 6 % vom CIF-Wert; der tatsächlich zu entrichtende Zollsatz ist jedoch aufgrund der zahlreichen bestehenden Freihandelsabkommen beträchtlich niedriger und liegt – für fast alle Importe betrachtet – bei 0 %.

Ausnahmen bestehen für folgende Importe:

  • Artikel aus Gold, Platin und Elfenbein, echtem und künstlichem Schmuck- und Edelsteinen, feine Pelze, feine Teppiche und Tapisserie, Kaviar in Konserven, Wohnwägen mit eigenem Antrieb, sowie Luft- und Gasdruckwaffen (mit Ausnahme solcher für Unterwasserjagd), Socken aus Nylon, für welche eine Sondersteuer in Höhe von 15 % angerechnet wird;
  • pyrotechnischen Artikeln (Sondersteuer 50 %);
  • landwirtschaftlichen Produkten (Weizen, Mehl, Zucker, Pflanzenöle, etc.), für welche variable Aufschläge bis zum Erreichen der nationalen Produktionskosten bzw. Anti-Dumpingzölle aufgerechnet werden können;
  • alkoholischen Getränken, bei denen je nach Alkoholgehalt zusätzlich eine Alkoholsteuer in der Höhe von 15 % (Bier, Wein) bis zu 27 % (Liköre, Whisky) eingehoben wird;
  • alkoholfreien Getränken (Mineralwasser, Limonaden, Energy Drinks): Sondersteuer von 13 %;
  • Tabakwaren, Benzin und Diesel, die ebenfalls mit Sondersteuern belastet werden.
  • Software: unterliegt beim lokalen Importeur bzw. Anwender einer Withholding-Tax von 15 % (Achtung: Ausnahmen!).

Für Personenkraftwagen fällt seit 1.1.2007 keine Luxussteuer mehr an.

Gebrauchte Maschinen unterliegen einem Aufschlag von 50 % der für entsprechende neue Maschinen anfallenden Zollgebühren. Sind die Waren aufgrund eines Freihandelsabkommens zollfrei, besteht demnach kein Aufschlag. Keine Einfuhr von gebrauchten Pkw, Lkw oder Motorrädern möglich.

Sonstige Einfuhrabgaben

Zollnebenspesen durchschnittlich bis ca. 3 % vom CIF-Wert, Einfuhr-UST 19 % vom CIF-Wert zuzüglich Zoll. Dieser Betrag ist für lokale Importfirmen in der Regel vorsteuerabzugsfähig.

Temporäre Einfuhr

Seit 1. Oktober 2005 können ATA-Carnets für die temporäre Wareneinfuhr verwendet werden. ATA Carnets gelten primär für begleitete Warensendungen. Bei Postsendungen muss die Zollabfertigung durch den Carnetinhaber persönlich bei der Zollbehörde erfolgen. Die Carnets sind in Spanisch oder Englisch auszufüllen, da die Zollbehörden bei Verwendung anderer Sprachen eine Übersetzung verlangen können. Nähere Details zum Carnet ATA System.

Die unbegleitete Wareneinfuhr ist bis zu einem Zeitraum von 120 Tagen möglich, wobei anteilige Einfuhrabgaben (Zoll- und Einfuhr-UST) zu zahlen sind – die Höhe richtet sich nach der Länge der temporären Einfuhr und dafür muss eine entsprechende Garantieleistung erbracht werden; bei Vorführgütern für gewisse von der Regierung ausgewählte Veranstaltungen (Messen) gelten erleichterte Bestimmungen. Die rechtzeitige Abstimmung mit lokalem Geschäftspartner bzw. Zollagenten ist unbedingt erforderlich.

Zollfreizonen

Chile hat zwei Zollfreizonen eingerichtet, in denen dort ansässige Unternehmen Einfuhr- und Steuervergünstigungen genießen. Ihnen wird bei der Einfuhr ausländischer Waren zur Weiterverarbeitung oder der Durchführung von Dienstleistungen eine Befreiung von Zöllen und anderen Abgaben gewährt. Diese Zollfreizonen existieren in Iquique (ZOFRI) und Punta Arenas (PARENAZON), haben jedoch in den letzten Jahren aufgrund der sinkenden Zollsätze und Freihandelsabkommen stark an Bedeutung verloren. Unternehmen, die sich in den Freizonen niederlassen, genießen aber immer noch gewisse Steuervergünstigungen.

Behandlung nicht abgenommener Waren

Nicht abgenommene Waren werden nach 90 Tagen zur Versteigerung gegeben. Nicht abgenommene Postpakete werden nach 30 Tagen retourniert, sofern der Absender einen diesbezüglichen Wunsch bekannt gegeben hat. Rückverschiffung oder Weiterverladung ist unter gewissen Bedingungen möglich.

Muster

Laut chilenischem Zollgesetz können „Muster ohne Wert“ (muestra sin valor comercial) zollfrei importiert werden, doch liegt die Entscheidung, ob eine Ware als „Muster ohne Wert“ akzeptiert wird, beim Ermessen des Zolldirektors. Wesentlich ist dafür, dass z.B. die Ware für kommerziellen Gebrauch entwertet ist. Es wird geraten, die beste Versandart mit dem Adressaten abzuklären.

Übersteigt der Warenwert USD 1.000 muss auf jeden Fall verzollt werden. Für die Zollabfertigung sind eine chilenische Steuernummer und ein „Informe de Importación“ notwendig, die vom chilenischen Geschäftspartner zu beantragen sind. Vorherige Absprache wird empfohlen.

Prospekte und Werbematerial sind prinzipiell zollpflichtig.

Geschenke

Geschenke sind generell zoll- und mehrwertsteuerpflichtig.

Vorschriften für Versand per Post

Pakete bis maximal 20 kg mit internationalem Paketaufgabeschein; Zollinhaltserklärung in spanischer Sprache; Handelsrechnung oder Zollwert des Inhaltes. Bei Mustersendungen den Vermerk „MUESTRA – SIN VALOR COMERCIAL“ anführen, da damit eine eventuelle Verzollung vermieden werden kann. Es wird geraten, die beste Versandart mit dem Adressaten abzuklären.

Verpackungsvorschriften, Ursprungsbezeichnung

In Chile gibt es keine speziellen Normen. Man hält sich an die international üblichen Gepflogenheiten der Warendeklaration, d. h. Absender, Empfänger, Transporteur, Brutto- und Nettogewicht sowie eventuelle Angaben zur besonderen Handhabung der Ware (z.B. „Vorsicht Glas“, etc.). Anmerkung: Chile verlangt für die Einfuhr von einigen Nahrungsmitteln (z.B. Obst, Gemüse, Nüsse, etc.) eine Begasung mit Methylbromid.

Diese Behandlung ist in der EU nicht mehr zulässig und gegenwärtig wird darüber verhandelt, ob die in der EU üblichen Sanitärmaßnahmen auch auf diese Produkte angewendet werden können.

Holzverpackungen müssen seit Juni 2005 der internationalen Norm ISPM 15 entsprechen.

Kennzeichnung ausländischer Waren

Ausgenommen der unter dem nachfolgenden Punkt „Restriktionen“ angeführten Ausnahmen gibt es keine besonderen Vorschriften.

Begleitpapiere

1.) Handelsfaktura, in spanischer oder englischer Sprache, mit zumindest folgenden Angaben:

  • Nummer und Datum
  • Name und Anschrift des Ausstellers
  • Name des Empfängers
  • Art der Ware, Typ bzw. Modell, ev. Beschreibung
  • Menge und Mengeneinheit
  • Stückpreis, Gesamtpreis in EUR (oder jede andere konvertible Währung)
  • Empfehlenswert ist die Angabe der Zahlungsform, Preise aufgeschlüsselt nach FOB-Wert, Versicherungsprämie, Fracht, Gesamtwert

2.) Versicherungspolizze: Es muss die Höhe der bezahlten Prämie ersichtlich sein. (Sofern der Wert nicht aus der Handelsrechnung ersichtlich ist.)

3.) Unterschriebene Packliste, sofern aus der Rechnung nicht genaue Produktbeschreibung, Verkaufseinheit und Gewichtsangaben entnommen werden können. Bei Containerladungen jedoch stets erforderlich.

4.) Konnossement: Ein voller Satz mit Angabe des Importeurs als Empfänger. Die Daten müssen mit jenen auf der Handelsfaktura übereinstimmen.

5.) Ursprungsnachweis, bei Inanspruchnahme von Zollpräferenzen (bei EU-Ursprung EUR1).

Restriktionen

Der Import von gebrauchten Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Bussen und Krafträdern ist verboten.

Nahrungs- und Genussmittel sowie Pharmazeutika müssen vor einem Import bei der chilenischen Gesundheitsbehörde registriert werden, wobei neben der Genusstauglichkeitsbescheinigung oft auch der Nachweis, dass die Waren im Herkunftsland zum freien Verkehr zugelassen sind, verlangt wird.

Beim Verbringen von Haustieren (Hunde, Katzen) nach Chile genügt ein von einem autorisierten Veterinär ausgestelltes Gesundheitszertifikat sowie der Nachweis der bis dahin notwendigen Impfungen (Tiere, die älter als sechs Monate sind, müssen gegen Tollwut geimpft sein). Dieses Zertifikat muss vom zuständigen Veterinäramt beglaubigt werden.

Textilien und Bekleidung, sowie seit 1. Mai 2007 auch Schuhe, haben besondere Etikettierungsvorschriften zu erfüllen.

Artenschutz

Österreich ist 1982 dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen beigetreten. Die Ein- oder Ausfuhr, der im Übereinkommen gelisteten bedrohten Tier- (2.000) und Pflanzenarten (30.000) in die bzw. aus der Europäischen Union, unterliegt strengen Zollkontrollen. Viele Arten oder ihre Produkte daraus, erfordern Aus- und/oder Einfuhrdokumente. Nicht nur lebende Tiere und Pflanzen sind davon betroffen, sondern auch Präparate und Erzeugnisse daraus, wie z.B. Schmuck und Souvenirs aus Elfenbein, Ledertaschen (Krokodil, Waran), Krallen, Zähne, Felle, Schildkrötenpanzer, Schlangenhäute, etc.

Aufgrund der für Laien teils schwierigen Zuordnung, ob eine Art oder ein Produkt dokumentenpflichtig ist, ist es sicherlich das Beste – zum Schutz der gefährdeten Arten und der Vermeidung einer Beschlagnahme und möglicherweise hohen Geldstrafen bei der Einfuhr –, vom Kauf solcher Souvenirs abzusehen.

Ansonsten sollten schon vor der Abreise genaue Informationen über die erforderlichen Begleitpapiere (CITES-Papiere) eingeholt werden. Auf die Informationen der dortigen Händlerinnen und Händler, dass das angebotene Exemplar entweder nicht dem Artenschutzübereinkommen unterliegt oder die von den Händlerinnen und Händler vorgelegten Begleitpapiere genügen, sollte man sich – auch gutgläubig – nie verlassen.

Nähere Informationen sind beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, T +43(1)515 22-1402, W www.cites.at (Bereich Natur- und Artenschutz), erhältlich.

Steuer- und zollrechtliche Fragen erfordern eine exakte Klärung. Das AußenwirtschaftsCenter Santiago hilft Ihnen hier gerne mit fachlicher Beratung weiter.