th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Cloud Computing: Wie KMU die IT in der "Wolke" einsetzen können

Basisinfos, Anwendungen sowie Vor- und Nachteile im Überblick

Cloud Computing ist einer der IT-Trends der letzten Jahre. Jedes KMU sollte sich aus mehreren Gründen mit dem Thema auseinander setzen. Cloud Computing ist auch nichts gänzlich Neues, denn wir setzen alle seit vielen Jahren erfolgreich Cloud-Anwendung wie Online-Banking, Webmail, Online-Shopping bei Amazon & Co oder Routenplaner á la Google Maps ein.

Was ist die Cloud?

Vereinfacht gesprochen findet Cloud Computing immer dann statt, wenn Anwendungen (Programme, Datenbanken, …) nicht mehr lokal auf einem PC oder privaten Server liegen, sondern im Internet. Auch die dazugehörige Rechenleistung findet typischerweise auf Servern im Internet statt. Beispielsweise kann man einen Routenplaner abrufen, ohne ihn vorher lokal installiert zu haben. Die Daten und das dazu gehörige Programm liegen verteilt auf vielen Servern weltweit. Zum Einsatz benötigt man als User einen Browser und eine Internetverbindung. Daher ist die Cloud nur ein anderer Begriff für das Internet.

Ein großer Vorteil ist, dass diese browserbasierten Daten von überall und von unterschiedlichsten Endgeräten aus (PC, Notebook, Tablet, Handy) abgerufen werden können.

Cloud-Anwendungen

Typischerweise gibt es drei Arten von Cloud Computing, die für KMUs in Frage kommen.

Software as a Service

Hier wird Software in der Wolke angemietet anstatt sie zu erwerben und lokal zu installieren. Beliebte Anwendungen sind Webmail-Anwendung wie Outlook oder Office Produkte. Hier bieten Microsoft oder Google Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und mehr in der Wolke an. 

Infrastructure as a Service

Hier ist es vereinfacht gesagt möglich, Rechnerhardware und Rechenleistung aus der Wolke zu beziehen.

Die physische Hardware tritt dabei in den Hintergrund, an ihre Stelle tritt sozusagen ein virtuelles Rechenzentrum im Internet. Aus rechtlichen Gründen empfiehlt es sich unbedingt, einen Anbieter mit Sitz in der EU zu wählen, idealerweise in Österreich.

Platform as a Service

Für Entwickler gibt es dabei die Möglichkeit, Softwareanwendungen in einer Programmierungs- oder Laufzeitumgebung mit dynamisch anpassbaren Rechen- und Datenkapazitäten auszuführen.

Vorteile für KMUs

EU-Kommissarin Neelie Kroes fördert und lobt die Vorteile von Cloud Computing sehr deutlich: Die Chancen von Cloud Computing seien immens. Kleine Unternehmen erhielten dadurch einen günstigen, flexiblen und einfachen Weg, ihre IT-Services zu betreiben. Bis zum Jahr 2020 soll das Cloud Computing einer der wichtigsten Wirtschaftszweige europaweit sein.  

Drei wesentliche Faktoren sprechen für Cloud Computing.

Skalierbarkeit

Über die generellen Kosteneinsparungen beim Umstieg in die Cloud herrschen unterschiedliche Meinungen. Unbestritten ist jedoch: Zur Abdeckung von Spitzenleistungen ist Cloud Computing eine sehr gute Lösung. Denn die Dienste sind zumeist stufenlos erweiterbar. Wird saisonal oder aus anderen Gründen plötzlich mehr Rechenleistung  erforderlich (Bsp.: eine große Spendenaktion beim Roten Kreuz nach einer Naturkatastrophe), so sind Rechnerkapazitäten problemlos vergrößerbar, ohne dass Stufenfixkosten anfallen wie es beim Ankauf eigener Rechner der Fall wäre.

Steuerliche Absetzbarkeit

Anders als bei der Anschaffung eigener Hardware, gibt es beim Cloud Computing keine buchhalterische Nutzungsdauer. Der Service wird angemietet und kann daher im Ausmaß der echten Nutzung auch steuerlich geltend gemacht werden.

Ausfallssicherheit

Cloud Anbieter garantieren de facto eine 100%ige Verfügbarkeit. Systemüberwachung, Wartungskosten, Updates, Serverbetrieb, Kühlung und so weiter liegt alles in Händen eines professionellen Anbieters.

Mögliche Nachteile

Die meist genannten Nachteile sind die Datensicherheit und Klimaaspekte.

Prinzipiell funktionieren Cloud Lösungen nur mit einer aktiven Internetverbindung. Gibt es kein Internet, ist maximal eine lokal gespeicherte Kopie aufrufbar. Weiters muss man sich die Frage der Datenübertragung stellen. Findet diese zu 100% sicher, d.h. über eine sichere Verbindung und verschlüsselt statt. Letztendlich begibt man sich auch in die Hände eines Partners, dessen Geschäftsgebahrung von Interesse sein muss. Vom Gerichtsstand bis zum möglichen Insolvenzrisiko spielen viele Faktoren mit.

Kritiker betonen auch immer wieder, dass das Klima durch immer größere Rechenzentren deutlich belastet wird. Dem halten große Anbieter entgegen, dass sie mit ihren Rechenzentren längst in kühle Regionen von Island bis Norwegen ausweichen, wo kein großer Energieaufwand zur Kühlung nötig ist.

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.