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Soziale Medien im Überblick: Wofür kann man sie nutzen?

Die wichtigsten Plattformen, Chancen und Risiken für Unternehmer

Soziale Medien sind das Internetphänomen des dritten Jahrtausends schlechthin. Dazu zählen Plattformen wie Facebook, Twitter, XING, LinkedIn, Google+, Pinterest, Instagram und viele andere mehr.

Die Benutzung Sozialer Medien ist in den meisten Fällen kostenlos. Die Vernetzung mit Gleichgesinnten ist Grundprinzip dieser Plattformen. Dies sorgte in den vergangenen Jahren für eine schneeballartige Vergrößerung der Userzahlen. Weltweit schätzt man die Anzahl der Benutzer Sozialer Medien auf derzeit etwa 1,7 Milliarden Menschen.

Gleichbedeutende Begriffe sind auch Social Media, Web 2.0 oder Mitmach-Web. 

Das Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 bezeichnet Internet-Auftritte, bei denen die User in enge Interaktion mit dem Anbieter der Internetseite oder Plattform treten. Dem gegenüber steht das „alte“ Web 1.0, bei dem Inhalte lediglich in eine Richtung kommuniziert wurden, also klassischerweise eine herkömmliche Firmen-Website.

Das „Mitmach-Web“ wurde um die Jahrtausendwende zum Massenphänomen. User erwarten seither von einem modernen Internetaufritt die Möglichkeit, mit einem Unternehmen in Interaktion treten zu können. Dies geschieht heute auf Firmen-Blogs, den Facebook-Seiten der Unternehmen oder über einen Twitter-Feed. 

Die wichtigsten Plattformen

Facebook ist mit (nach eigenen Angaben) etwa 1 Milliarde Benutzern das weltweit größte Soziale Netzwerk. Facebook selbst wurde zum Milliardengeschäft. Kaum eine PR-Kampagne kommt heute ohne Facebook-Seite aus, um sich mit der Zielgruppe zu vernetzen. Laut Facebook sind knappe 40% der User täglich online und weit mehr als ein Drittel nutzt Facebook von mobilen Endgeräten aus.

Andere unabhängige Studien sprechen von einem Anteil von nur 18% echter aktiver Facebook-User.

XING ist ein deutschsprachiges Karrierenetzwerk, das vor einigen Jahren aus OpenBC hervorgegangen ist. Das Prinzip ist dem von Facebook ähnlich. Allerdings werden hier ausschließlich professionelle Informationen geteilt, Jobs gesucht und angeboten oder man vernetzt sich in regionalen oder branchenspezifischen Usergruppen.

LinkedIn ist das englischsprachige Pendant zu XING, das vor allem in den USA einen regelrechten Höhenflug erlebt. In anderen Kulturkreisen sind auch die Netzwerke VKontakte (Russland) oder RenRen (China) sehr populär.

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, den jeder User selbst mit News befüllen kann. Die „Tweets“ sind auf 140 Zeichen limitiert und haben teilweise eine eigene Schriftsprache nach sich gezogen. Viele User twittern selbst kaum, folgen aber anderen – oft prominenten – Usern passiv. Daher nennt man sie auch „Follower“. So kommen sie zu Informationen aus erster Hand. Stark ist Twitter vor allem in der News- Unterhaltungs- und Kommunikations-Branche.  Alle großen Organisationen, Parteien, Verbände und Konzerne haben aber Twitter in den letzten Monaten und Jahren für sich entdeckt. Twitter hat weltweit geschätzte 300 Mio User. Tendenz stark steigend.

Google+ ist vor einiger Zeit angetreten, um Facebook vom Thron zu stoßen. Dies ist – zumindest bisher – noch nicht geglückt. Die Userzahlen sind überschaubar. Aber die Community ist eine eingefleischte und treue. Auch hier war das Prinzip anfangs kaum von Facebook zu unterscheiden. Mittlerweile hat Google den Kampf um Teenager und Fotos vom Frühstück aufgegeben und tendiert klar in Richtung professioneller, gebildeter, jüngerer, städtischer Mittelschicht. Der Ausbau zu einer professionellen Business-Plattform mit Integration von Videotelefonie und ähnlichen Features wurde bereits angekündigt.

Instagram sei stellvertretend für alle bildbasierten Sozialen Netzwerke erwähnt. Hier laden User ihre Fotos in Web-Alben hoch und stellen diese ihren Kontakten zur Ansicht zur Verfügung. Auch hier entwickeln sich gerne ein reger Ideenaustausch und Kommentare zu diversen Bildern.

Chancen und Risiken für Unternehmer

Der Einstieg in die Welt der Sozialen Medien für Unternehmer muss gut geplant sein. Einfach drauf los zu starten ist ein gerne gemachter Fehler, der oft bereut wird. Wer in ein Soziales Medium wie Facebook eintritt, der begibt sich in eine Zweiweg-Kommunikation mit seinem Kunden oder potenziellen Kunden. Der Kunde redet plötzlich mit. Er oder sie kann auch Unangenehmes ansprechen und weitere User können dies im Internet gegebenenfalls auch lesen. Ein offener und seriöser Umgang mit Kritik ist hier unumgänglich. Kluge Unternehmen schätzen diesen Kanal zum Kunden als unmittelbare und kostengünstige Feedback-Schleife.

Ein weiterer Irrtum ist, dass Soziale Medien ein idealer neuer Werbekanal sind. Wer seine Werbebotschaften von klassischer Werbung 1:1 in Soziale Medien transferiert, wird wenig erfolgreich sein. User erwarten auf Facebook, Twitter und Co. völlig andere Botschaften. Sie müssen unterhaltend, informierend, unmittelbar und frei von PR-Gewäsch sein. Der kommentarlos auf Facebook gepostete Frühjahrskatalog wäre eine glatte Themenverfehlung. Gute Erfahrungen gibt es mit jeder Form von Einbindung des „Publikums“, die eine Eigendynamik entwickelt, so z.B. die Wahl zur Userin des Monats einer Drogeriekette und ähnliches.

Aus dem oben Gesagten ergibt sich auch, dass eine Social Media-Strategie nie gänzlich kostenlos für ein Unternehmen sein kann. Denn nur wer schnell, professionell und kontinuierlich agiert, wird sein Kerngeschäft damit stärken können. Und das bedingt einen ebenso kontinuierlichen Einsatz von Personal und Mitteln. Wer behäbig oder gar nicht auf Anfragen von Usern reagiert, begeht einer der größten Sünden im Web 2.0.

Als größtes Risiko für Unternehmen gelten sogenannte „Shitstorms“. Dafür gibt es unzählige Beispiele aus den letzten Monaten, wie zum Beispiel die Aufregung über die Arbeitsbedingungen bei Amazon nach einer TV-Dokumentation. Ein solcher Shitstorm braust wie eine Lawine durchs Netz. Jeder neue Kommentar eines Users multipliziert das Ausmaß an Kritik.  Die Anzahl der interagierenden User kann in die Millionen gehen und Unternehmen zur völligen Änderung Ihrer Außendarstellung zwingen. In solch einem Fall hilft professionelles PR-Krisenmanagement, sachliche Argumentation und De-Eskalation.

Der Weg der Zensur von User-Postings gießt üblicherweise nur noch mehr Öl ins Feuer.

Mehr Informationen zum unternehmerischen Umgang mit Sozialen Medien finden Sie in den Social Media Guidelines der WKO.

Podcasts und Videos zum Thema

Podcast zum Thema Social Media

TELEFIT Videopodcast 2012 – Social Media

E-Day 2014 – Online, Social, Mobile – und jetzt

E-Day 2014 – Visualisierung von Social Media

E-Day 2014 – Guidelines für Facebook & Co.

E-Day 2014 – Umgang mit Social Media im Unternehmen

TELEFIT 2010 – Expertengespräch:

Klassische Fehler beim Einstieg ins Web 2.0:

Podcast zum Thema Virale Kampagnen

TELEFIT 2011 – Social Media Experiment – Folge 1

TELEFIT 2011 – Social Media Experiment – Folge 2

TELEFIT 2011 – Social Media Experiment – Folge 3

TELEFIT 2011 – Social Media Experiment – Folge 4

TELEFIT 2011 – Social Media Experiment – Folge 5

TELEFIT 2011 – Social Media Experiment – Folge 6

E-Day 2012: Social Media

E-Day 2012: Facebook-Marketing

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