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Soziale Medien im Überblick: Wofür kann man sie nutzen?

Die wichtigsten Plattformen, Chancen und Risiken für Unternehmer

Soziale Medien sind das Internetphänomen des dritten Jahrtausends schlechthin. Dazu zählen Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, Twitter, XING, LinkedIn und viele andere mehr. User erwarten sich seither, dass sie mit Unternehmen direkt interagieren können. Dies geschieht neben Firmen-Blogs auch auf den Facebook-Seiten der Unternehmen, über einen Twitter-Feed o.ä.

Die wichtigsten Plattformen

Facebook ist mit fast 3 Milliarden BenutzerInnenn im Jahr 2022 (Quelle: Statista) das weltweit größte Soziale Netzwerk. Kaum eine PR-Kampagne kommt ohne Facebook-Seite aus, um sich mit der Zielgruppe zu vernetzen. In Österreich gibt es 2022 in etwa 5,3 Millionen Facebook-NutzerInnen (Quelle: NapoleonCat), was einem Anteil von rund 59 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Seit 2021 stagnieren die Userzahlen von Facebook jedoch weitestgehend. Laut Facebook sind knappe 40% der User täglich online und weit mehr als ein Drittel nutzt Facebook von mobilen Endgeräten aus.

Instagram mit fast 1,5 Milliarden NutzerInnen 2022 (Quelle: Statista) sei stellvertretend für alle bildbasierten Sozialen Netzwerke erwähnt. Hier laden User ihre Fotos und Kurz-Videos in Web-Alben hoch und stellen diese ihren Kontakten bzw. Followern zur Ansicht zur Verfügung. Auch hier entwickeln sich ein reger Ideenaustausch und Kommentare zu diversen Bildern.

TikTok ist das "Instagram für Musik und Videos". Mit der besonders unter Jugendlichen populären TikTok-App können BenutzerInnen Musikclips ansehen sowie selbst kurze Clips aufnehmen und bearbeiten, unter anderem durch Hinzufügen von Spezialeffekten und Filtern. Spekuliert wird, dass TikTok weltweit ebenfalls bis zu 1,5 Milliarden User im Jahr 2022 erreichen könnte.

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, den jeder User selbst mit News befüllen kann. Die „Tweets“ sind auf 140 Zeichen limitiert und haben teilweise eine eigene Schriftsprache. Viele User twittern selbst kaum, folgen aber anderen – oft prominenten – Usern passiv. Stark ist Twitter vor allem in der News- Unterhaltungs- und Kommunikations-Branche. Alle großen Organisationen, Parteien, Verbände und Konzerne haben Twitter in den letzten Monaten und Jahren für sich entdeckt. Twitter erreicht weltweit 2022 rund 330 Millionen User (Quelle: Statista).

XING ist ein deutschsprachiges Karrierenetzwerk, das dem von Facebook ähnlich ist. Allerdings werden hier ausschließlich professionelle Informationen geteilt, Jobs gesucht und angeboten oder man vernetzt sich in regionalen bzw. branchenspezifischen Usergruppen.

LinkedIn ist das englischsprachige bzw. internationale Pendant zu XING für die Pflege bestehender Geschäftskontakte und zum Knüpfen von neuen geschäftlichen Verbindungen, das derzeit einen regelrechten Höhenflug erlebt. Am eDAY21 fand ein spezieller Vortragsblock zum „B2B Auftritt in Sozialen Medien“ statt. Alle Videos und Präsentationsunterlagen

Thomas Gaiswinkler, LinkedIn, „Was müssen Sie bei Ihrer Präsenz und Ihren Inhalten auf LinkedIn unbedingt beachten?“ am eDAY21.

Chancen und Risiken für Unternehmer

Der Einstieg in die Welt der Sozialen Medien für Unternehmer muss gut geplant sein. Einfach drauf los zu starten ist ein gerne gemachter Fehler, der oft bereut wird. Wer in ein Soziales Medium wie Facebook eintritt, der begibt sich in eine Zweiweg-Kommunikation mit seinen Kunden bzw. potenziellen Kunden. Er oder sie kann auch Unangenehmes ansprechen und weitere User können dies gegebenenfalls auch lesen. Ein offener und seriöser Umgang mit Kritik ist hier unumgänglich. Kluge Unternehmen schätzen diese Kanäle zum Kunden als unmittelbare und kostengünstige Feedback-Schleife.

Soziale Medien sind vorwiegend kein klassischer Werbekanal. Wer seine Werbebotschaften von klassischer Werbung 1:1 in Soziale Medien transferiert, wird wenig erfolgreich sein. User erwarten auf Facebook, Twitter und Co. völlig andere Botschaften. Die Inhalte müssen originell, unterhaltend, informativ, unmittelbar und frei von PR-Gewäsch sein. Der kommentarlos auf Facebook gepostete Frühjahrskatalog wäre eine glatte Themenverfehlung. Gute Erfahrungen gibt es mit jeder Form von Einbindung des „Publikums“, die eine Eigendynamik entwickelt, z.B. Votings.

Aus dem oben Gesagten ergibt sich auch, dass eine Social Media-Strategie nie gänzlich gratis für ein Unternehmen sein kann. Denn nur wer schnell, professionell und kontinuierlich agiert, wird sein Kerngeschäft damit stärken können. Und das bedingt einen ebenso kontinuierlichen Einsatz von Personal und Mitteln. Wer behäbig oder gar nicht auf Fragen und Kommentare von Usern reagiert, begeht einer der größten Sünden im Social Web.

Für Unternehmen gelten sogenannte „Shitstorms“ als größtes Risiko. Dafür gibt es unzählige Beispiele, wie zum Beispiel die Aufregung über die Arbeitsbedingungen bei Amazon nach einer TV-Dokumentation. Jeder neue Kommentar multipliziert das Ausmaß an Kritik. Die Anzahl der interagierenden User kann in manchen Fällen in die Millionen gehen und Unternehmen zur völligen Änderung Ihrer Außendarstellung zwingen. In solchen Fällen hilft nur professionelles PR-Krisenmanagement, sachliche Argumentation und De-Eskalation. Etwaige Zensur von Postings gießt üblicherweise nur noch mehr Öl ins Feuer.

Mehr Informationen zum unternehmerischen Umgang mit Sozialen Medien und zu einer Social Media Vereinbarung mit den eigenen MitarbeiterInnen finden Sie in den Social Media Guidelines der WKO.

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