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Bezirksobfrau Martina Entner

Sprechtag: jeweils dienstags von 12 bis 13 Uhr!

Bezirksobfrau Martine Entner
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Bezirksobfrau und Vizepräsidentin Mag.(FH) Martina Entner

Ich bin seit 1. August 2016 Obfrau des Bezirkes Schwaz. Mein Unternehmen ist das Hotel "Entners am See“ in Pertisau.

Mein Team und ich kümmern uns um die Anliegen der Wirtschaft in unserem Bezirk. Gerne nehme ich mir Zeit für Ihre Fragen und Probleme. Mein Sprechtag findet jeden Dienstag von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr statt. Bitte melden Sie sich bei der Wirtschaftskammer Schwaz unter T 05 90 90 5-3710 dazu an.

Wirtschaft Bezirk Schwaz – Positive Konjunktur, Mitarbeiter fehlen!

Der Bezirk Schwaz weist auch im ersten Halbjahr 2018 eine insgesamt positive und stabile Wirtschaftsentwicklung auf. Das Wirtschaftswachstum steht weiterhin auf breiter Basis.

Diese positive wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk lässt die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen weiterhin sinken. Ende Juli erreichte die Arbeitslosigkeit im Bezirk „minimal mehr als 3%“, und in Tirol überraschend niedrige 3,3%. Damit ist Tirol österreichweit das Bundesland mit den niedrigsten Arbeitslosen. Das ist der bisherige Tiefststand seit 10 Jahren und bewegt sich sogar unter das Vorkrisenniveau von 2008. Im Bezirk haben wir mit den 3% Vollbeschäftigung.

Gleichzeitig verzeichnet der Bezirk Schwaz Ende Juli 38.770 unselbständig Beschäftigte, so viele wie nie zuvor. Das ist Höchststand.

Für die Betriebe im Bezirk bedeutet das aber einen ausgetrockneten Arbeitsmarkt. Sie können ihre offenen Stellen nicht besetzen.

Es gibt bereits seit Jahren einen eklatanten Fachkräftemangel und das in allen Branchen, der trotz Arbeitsmarktöffnung für die neue EU-Mitgliedsländer wie Rumänien und Bulgarien, mit Beschäftigungsbewilligungen seitens des AMS Schwaz für Kroaten und der Zuwanderung von Flüchtlingen nicht einzudämmen ist.

Es gibt derzeit in Österreich ein starkes Ost-West-Gefälle. Das heißt, wir haben österreichweit Jobsuchende und Fachkräfte, nur eben nicht an den Orten, wo sie gebraucht werden, z.B. im Bezirk.

In Wien liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 11,8%.

Das wird zu einer Zukunftsfrage des Landes und des Bezirkes – mehr noch: Unser Wohlstand ist mittelfristig gefährdet, wenn wir nichts ändern. Wir gehen davon aus, dass 50% unserer Betriebe Umsatzeinbußen haben, weil sie Aufträge nicht annehmen können, weil sie dafür kein qualifiziertes Personal bekommen. Damit fehlen den Betrieben aber auch Mittel, um Innovationen zu finanzieren.

Martina Entner und Stefan Bletzacher
© Barbara Wildauer Martina Entner, Obfrau der Bezirksstelle Schwaz der Wirtschaftskammer Tirol und Stefan Bletzacher, Bezirksstellenleiter WK Schwaz.

Unsere Forderungen an die Politik:

  • Wir brauchen für ganz Österreich ein Monitoring-Instrument, bis auf die Bezirke heruntergebrochen, wonach kurzfristig festgestellt werden kann, wo haben wir Fachkräfte in Österreich, die Arbeit suchen und spiegelgleich, wo ist der akute Bedarf. Und, wir werden dann die Fachkräfte - mit der Aussicht auf einen Arbeitsplatz - österreichweit besser mobilisieren müssen.
  • Wir fordern eine Aufwertung der Lehre allgemein und speziell in der digitalen Ausbildung. Die Lehre kombiniert in wunderbarer Weise Theorie und Praxis und der Jugendliche ist sofort in der Lage in diesem Beruf tätig zu werden. Das alles stammt aus der vordigitalen Zeit. Jetzt braucht es in der Lehre einen digitalen Ausbildungsschub, das interessiert junge Menschen und hilft den Betrieben im Umgang mit den neuen Technologien.
  • Wir fordern eine Umbenennung der Polytechnischen Schule in „Berufsorientierungsjahr“. Die Polytechnische Schule hat nicht den besten Ruf, den sie trotz aller guten Reformen und besten Lehrern seit Jahren nicht los wird. Das Engagement an diesem Schultyp und dessen wichtige Rolle in der (praktischen) Berufsorientierung werden leider unterschätzt.
  • Wir fordern auch, dass abgelehnte Asylwerber, die eine Lehre begonnen haben, bis zur Absolvierung der Lehre und zwei weitere Jahre danach nicht abgeschoben werden. Das ist auch eine Art von Entwicklungshilfe, wenn diese Jugendlichen dann gut ausgebildet und mit praktischer Erfahrung wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.
  • Wir müssen alles dafür tun, dass wir eine geordnete, aber doch so unbürokratisch wie mögliche Fachkräfte-Zuwanderung haben. Dazu gehört auch, dass die Anforderungen an die Rot-Weiß-Rot-Card zu vereinfacht werden.
  • Wir fordern mehr Kontingente für Saisoniers aus Drittstaaten. Positive Beispiele wie das Sherpa-Projekt mit Nepal in Tirol sollten hier im Vordergrund stehen.
  • Langjährige Mitarbeiter aus Drittstaaten sollten nach 10 Saisonen bei uns im Tourismus eine Stammsaisonierbewilligung bekommen. Damit würden sie zwar noch immer eine Genehmigung durch das AMS benötigen, die Betriebe wären aber nicht mehr auf das Wohlwollen bzw. auf die jedes Jahr mit Spannung erwartete Kontingentzahl angewiesen.
  • Und, wir fordern von der Gewerkschaft ein weg von alten Denkmustern und ein hin zu einer modernen und zeigemäßen Zusammenarbeit in der Sozialpartnerschaft. Laut einer aktuellen IMAS-Studie nennen die Beschäftigten in Österreich nicht die Vier-Tage-Woche, nicht die sechste Urlaubswoche und auch nicht verkürzte Arbeitszeiten als ihr wichtigstes Anliegen, sondern die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Diese wird am ehesten erreicht, wenn die Rahmenbedingungen für die Betriebe passen. Die aktuellen Reformen der Regierung – von den flexibleren Arbeitszeiten über weniger Bürokratie bei kleinen Betriebsanlagen bis hin zum Lichten des Gesetzesdschungels – gehen genau in diese Richtung. Diese Maßnahmen dienen damit nicht „nur“ der Wirtschaft, sondern treffen punktgenau auch das Bedürfnis der Arbeitnehmer nach sicheren Jobs.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Bezirksstelle Schwaz
Mag. Stefan Bletzacher
T 05 90 90 5-3716
stefan.bletzacher@wktirol.at

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