th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Food-Trucks in Wien

Die Wirtschaftskammer Wien bietet individuelle Beratungen zu Ihrem Food-Truck-Projekt an

BetreiberInnen von Food-Trucks sind mit einer Vielzahl an Vorschriften und unterschiedlichen Behördenzuständigkeiten konfrontiert. Grundsätzlich ist aufgrund der sehr unterschiedlichen Möglichkeiten jeder Food-Truck individuell zu beurteilen und es können dementsprechend unterschiedliche Genehmigungen erforderlich sein.

Die Wirtschaftskammer Wien bietet individuelle Beratungen an, wenn Sie bereits eine genaue Vorstellung von Ihrem Food-Truck-Projekt haben.

Tipp!
Nutzen Sie die Möglichkeit zur online Antragsstellung für einen Food-Truck

Der Standplatz

Die größte Hürde für Food-Truck BetreiberInnen in Wien ist mit Sicherheit die Suche nach einem geeigneten und genehmigungsfähigen Standort. Ein Betrieb in Form des ursprünglichen Konzepts von Food-Trucks, nämlich frei umherzufahren und den Truck immer dort aufzustellen wo gerade viele Kunden sind, ist in Wien aufgrund der gesetzlichen Lage nicht möglich. Auf Gehsteigen oder Plätzen der Stadt Wien ist ein Standplatz in der Regel ebenfalls nicht möglich. Es gibt allerdings verschiedene Alternativen, um trotzdem gesetzeskonform einen Food-Truck zu betreiben.

Privatgrund

Die wahrscheinlich einfachste Variante ist der Betrieb auf Privatgrund. Dennoch ist eine Bewilligung nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) notwendig. Bei dieser StVO Bewilligung wird geprüft, ob durch das Vorhaben die Leichtigkeit, Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs nicht beeinträchtigt wird. Verkehrsbeeinträchtigungen im Zusammenhang mit dem Food-Truck sind z.B. wartende Kunden, die unter Umständen den Fußgängerverkehr auf einem Gehweg stören können. Bei einer Fläche, die groß genug ist, stellt dies kein größeres Problem dar und die Bewilligung wird im Regelfall erteilt.

Märkte

Eine weitere Möglichkeit einen Food-Truck zu betreiben bieten die Wiener Märkte. Die Marktplätze werden vom Marktamt nach der Marktordnung vergeben. Hierbei ist ein Antrag unter Berücksichtigung eigener Regelungen notwendig.

Tipp!
Die Wiener Märkte sind als Standorte für Food-Trucks sehr beliebt.

Veranstaltungen

Falls der Food-Truck im Rahmen einer Veranstaltung betrieben werden soll, sind zusätzlich die veranstaltungsrechtlichen Regelungen einzuhalten. Bei Veranstaltungen ist es am besten, sich direkt an den jeweiligen Veranstalter zu wenden

Tipp!
Betreiben Sie bereits ein Restaurant oder ähnliches (reglementiertes Gewerbe), und möchten an einer Veranstaltung (Bsp. Straßenfest) Speisen und Getränke ausschenken, so müssen Sie keine weitere Betriebsstätte anzeigen.

Parkspur

Es gibt die Möglichkeit den Food-Truck in einer Parkspur aufzustellen. Dazu ist es notwendig, neben der Bewilligung für den Verkaufsstand ein Halte- und Parkverbot für einen Standplatz zu beantragen. Wird der Standplatz bewilligt, kann man dort langfristig seinen Food-Truck betreiben.

Tipp!
Beim Bewilligungsverfahren wird auf die Parkplatzverfügbarkeit und die örtlichen Gegebenheiten Rücksicht genommen.

Gewerbeberechtigung

Food-Truck BetreiberInnen benötigen die passende Gewerbeberechtigung, meist Gastgewerbe Bei der Gewerbeanmeldung ist ein Hauptbetriebsstandort anzugeben. Jeder zusätzliche Verkaufsstandort eines Food-Trucks muss als weitere Betriebsstätte angezeigt werden. Hinweis: Die Hauptbetriebsstätte kann z.B. das eigene Büro sein.

Planen Sie einen extravaganten Food-Truck-Verkauf (z.B. mit Porzellangeschirr, Edelstahlbesteck und Kristallgläser) oder Alkoholausschank, so müssen Sie die Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gastgewerbe erfüllen (z.B. Lehrabschluss). Es ist auch möglich, einen gewerberechtlichen Geschäftsführer, der die Qualifikationen mitbringt, einzustellen.

Entspricht Ihr Konzept dem klassischen Imbissverkauf (z.B. Einweggeschirr, Getränkedosen) mit max. 8 Verabreichungsplätzen, dann benötigen Sie keine weiteren Voraussetzungen zur Ausübung der Tätigkeit (freie Gastgewerbe). Die Gewerbeanmeldung kann beim magistratischen Bezirksamt Ihres Hauptbetriebsstandortes, oder beim Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien persönlich durchgeführt werden. Online ist dies ebenso möglich (siehe Kontaktbox).

Betriebsanlage & Arbeitsstätte

Wenn im Food-Truck ArbeitnehmerInnen beschäftigt werden sollen, so sind die Arbeitnehmerschutzvorschriften, insbesondere die Arbeitsstättenverordnung (z.B. Raumhöhe) zu beachten.

Auch die lebensmittelrechtlichen Vorschriften sind einzuhalten. Diese werden durch das Marktamt kontrolliert. Für die Arbeitsstätte ist das jeweilige Arbeitsinspektorat zuständig (siehe Kontaktbox).

Je nach konkretem Geschäftskonzept (Kochbetrieb, Betriebszeiten, etc.) kann eine Betriebsanlagengenehmigung für den jeweiligen Standort des Food-Trucks notwendig sein. Dabei kommt es auf die Emissionen; wie Lärm und Geruch, des Trucks an.

Der Truck

Da es sich bei Food-Trucks im Normalfall um einen Umbau eines bestehenden Fahrzeuges handelt, ist eine Einzelgenehmigung notwendig. Diese ist in Wien bei der Landesfahrzeugprüfstelle durchzuführen. Das Fahrzeug hat dabei allen Bestimmungen des Kraftfahrgesetzes zu entsprechen. Unter Umständen ist es möglich, bei spezialisierten Betrieben ein bereits einzelgenehmigtes Fahrzeug zu erwerben oder einen entsprechenden Umbau in Auftrag zu geben.

Achtung!
Ein Food-Truck kann nach einem Umbau mehr als 3,5 t Gesamtgewicht aufweisen. Dann ist ein Führerschein der Klasse C notwendig. Ist der Food-Truck als LKW und nicht als Sonderkraftfahrzeug zugelassen, so ist dieser mit einer Abgasplakette zu versehen. Es empfiehlt sich ein Fahrzeug der Abgasklasse Euro 3 oder besser zu verwenden. Bei Fahrten außerhalb von Wien können andere Umweltschutzbestimmungen gelten (z.B. bei Fahrten zu Veranstaltungen).