Energieversorgung
Informationen und Online-Tools für Unternehmen
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Eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Österreich verfügt über ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, das auf einem breit aufgestellten Energiemix, einer leistungsfähigen Infrastruktur und einem liberalisierten Energiemarkt basiert. Gleichzeitig erfordert eine technologieoffene Energiewende und Digitalisierung, gut diversifizierte Lieferketten und umfangreiche Investitionen in Erzeugungsanlagen, Speicher und Netze.
KMU können mit dem Gewerbe-Tarifpreiskalkulator den passenden Lieferanten finden. Einen schnellen Preisvergleich für die eigene Branche bietet der Energiepreis-Check für KMU.
Energiepreise für Unternehmen prüfen und vergleichenEnergieversorgungssicherheit
Unternehmen können sich auf einen hohen Grad an Energieversorgungssicherheit verlassen. Dies wird mit einem ausgeglichenen Energiemix sichergestellt, der neben erneuerbaren Energien auch auf konventionellen Energieträgern (u.a. Gas und Öl) beruht. Dazu gehören insbesondere auch strategische Speicher für Energien, z.B. gasförmige und flüssige Energieträger.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Energieersorgungssicherheit ist die Aufrechterhaltung eines sicheren und störungsfreien Netzbetriebs für alle erforderlichen Energieträger. Dazu gehört auch die langfristige Planung, laufende Wartung und Modernisierung der Netzinfrastruktur.
Das BMWET informiert als zuständiges Bundesministerium über die wichtigsten Aspekte der Energieversorgungssicherheit auf Bundesebene.
Die Energieversorgung von Kunden – Haushaltskunden, EPU, Gewerbe bis hin zu großen Unternehmen – ist rechtlich im Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG, BGBl. I 91/2025) geregelt, in dem Details zu Grundversorgung, Auffangversorgung und auch zur Sicherstellung der Versorgung großer Unternehmen zu finden sind.
Konkrete Umsetzung der Versorgungssicherheit im Fall eines Blackouts bzw. in Energiemangellagen
Aufgrund europäischer und nationaler Vorbereitungen ist Österreich sowohl auf Krisen mit fehlender ausreichender Energie (Energielenkung) als auch auf einen Blackout gut vorbereitet. Gleichzeitig sind diese Maßnahmen vor dem Hintergrund der Energiewende und der geopolitischen Krisen laufend zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Dies wird z.B. auf europäischer Ebene durch das kommende Energie Security Package vorgenommen.
Informieren Sie sich auf der Seite Blackout-FAQ für Unternehmen unter anderem über Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz und arbeitsrechtliche Aspekte sowie Leitfäden und Checklisten zum Thema Blackout. Auch die WKO bietet Hilfestellung mit einer Checkliste. Ähnliche Überlegungen sind auch bei Cyberattacken, Naturkatastrophen oder sonstigen Krisen (z.B. Energielenkung) anzustellen.
Die E-Control hat auf ihrer Homepage übersichtliche Informationen für den Fall einer Energielenkung bzw. der Krisenvorsorge zusammengestellt (Strom und Gas). Die Speicherung strategischer Energiemengen für Krisenfälle wird in Österreich für Rohöl durch die Erdöllagergesellschaft vorgenommen. Die EU-Regelungen sehen Pflichten für die Sicherstellung der ausreichenden saisonalen Gasspeicher vor. Zusätzlich hat Österreich mit einer nationalen strategischen Gasspeicherreserve vorgesorgt, die in österreichischen Speichern eingelagert ist.
Netzinfrastruktur
Der Ausbau erneuerbarer Energien erhöht die Anforderungen an die Stromnetze. Gleichzeitig steigen beispielsweise durch Elektromobilität, Wärmepumpen und neue industrielle Anwendungen die Anforderungen an Netzkapazitäten und Flexibilität.
Neue Möglichkeiten damit umzugehen, z.B. durch Verbesserung der Sektorintegration, müssen gefunden werden. Unternehmen und Haushalte finden auf ihren Energierechnungen neben den Kosten für Energie auch anteilig die Kosten für das Netz sowie Steuern und Zuschläge. Die WKÖ setzt sich für faire und leistbare Energiekosten ein, um die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen zu erhalten.
Österreichischer Netzinfrastrukturplan (ÖNIP)
Der vom Bundesministerium erstellte integrierte Österreichische Netzinfrastrukturplan (ÖNIP) soll mit Blick auf das Gesamtenergiesystem die konkreten Netzplanungen von Strom-Übertragungsnetzen, Gasnetzen im Bereich der Fernleitungen und der Netzebenen 1 und 2 sowie die Planung des Aufbaus einer Wasserstoff-Infrastruktur unterstützen.
Seine zusammenschauende Betrachtung trägt dazu bei, dass bei der Planung, Errichtung und dem Betrieb von Infrastruktur die spezifischen Wechselwirkungen erkannt und Synergien zwischen Energieträgern, Erzeugungs- und Verbrauchssektoren bereits in der Planungsphase von Energieinfrastrukturen genutzt werden, wie beispielsweise bei der Netzeinbindung von Elektrolyseprojekten.
Gemeinsame Nutzung von Energie („energy sharing“)
Die gemeinsame Nutzung von Energie soll den bewussten Umgang mit Energie fördern, zur Sicherung der eigenen Versorgung beitragen und die regionale Wirtschaft stärken. Ziel ist es, die lokale Erzeugung und Nutzung (erneuerbarer) Energie zu erleichtern und für einen breiten Kreis von Endkundinnen und Endkunden finanziell attraktiv zu machen.
Die gemeinsame Nutzung von Energie kann mehr Resilienz gegenüber den Auswirkungen hoher und schwankender Großhandelspreise auf die Energiekosten der Verbraucher schaffen, stärkt die Position der Verbraucher und führt zu einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien, da zusätzliche private Investitionen mobilisiert und Vergütungspfade diversifiziert werden. Durch die Integration geeigneter Preissignale und Speicheranlagen kann die gemeinsame Nutzung von Strom dazu beitragen, die Grundlage für die Erschließung des Flexibilitätspotenzials kleinerer Verbraucher zu schaffen.
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz soll dazu beitragen, die gemeinsame Energienutzung zu forcieren. Details finden Sie auf der ElWG-Seite.
Investitionen in die Energiewende forcieren
Um die Energieversorgung langfristig zu sichern und die Energiewende zu forcieren, sind Investitionen in die Energieinfrastruktur – Erzeugung, Speicherung und Transport – von entscheidender Bedeutung. Ebenso braucht es eine verstärkte Integration bestehender Energiesysteme sowie neuer (z.B. Wasserstoff).
Dies erfordert einerseits praxisorientierte Rahmenbedingungen wie die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Bürokratische Hürden, wodurch Prozesse verlangsamt und sich Kosten erhöhen werden, sind abzubauen.
Andererseits sind finanzielle Mittel notwendig: Neben Förderungen muss privates Kapital mobilisiert werden. Dabei spielt die EU-Taxonomie-Verordnung eine Schlüsselrolle, die Kapitalströme in Richtung nachhaltiger Investitionen spielen möchte. Die Energieversorgung ist darin breit abgedeckt.
Wasserstoff: Energie der Zukunft
Wasserstoff kann ein zentrales Werkzeug bei der Dekarbonisierung der österreichischen Wirtschaft sein und zugleich wesentlich zu einer sicheren sowie klimaneutralen Energieversorgung beitragen. Dank seiner Vielseitigkeit eignet er sich sowohl als Energieträger und Rohstoff in Industrie, Transport und Wärmeversorgung als auch als effiziente Lösung zur Energiespeicherung.
Weitere Informationen zu Grundlagen, Rechtrahmen und aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit Wasserstoff stellt die WKO zur Verfügung.