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Gewerbeanmeldung - FAQs

Antworten auf die wichtigsten Fragen

  1. Wie kommt man zur Gewerbeberechtigung?
  2. Wer ist die zuständige Gewerbebehörde?
  3. Wozu benötigt man eine NeuföG-Bestätigung?
  4. Wo erhält man die NeuföG-Bestätigung?
  5. Wie erfolgt die Gewerbeanmeldung bei Einzelunternehmern?
  6. Was ist, wenn der Gewerbeanmelder den erforderlichen Befähigungsnachweis nicht erbringen kann?
  7. Was ist, wenn der Gewerbeanmelder einen Gewerbeausschlussgrund hat?
  8. Was ist, wenn ein EU Anerkennungs- oder Gleichhaltungsverfahren anhängig ist?
  9. Muss bei der Gewerbeanmeldung ein Meldezettel (eine Meldebescheinigung) vorgelegt werden?
  10. Muss bei der Gewerbeanmeldung eine Strafregisterbescheinigung vorgelegt werden?
  11. Wie erfolgt die Gewerbeanmeldung durch Gesellschaften und sonstige juristische Personen?
  12. Welche Unterlagen sind bezüglich des gewerberechtlichen Geschäftsführers vorzulegen?
  13. Wie geht das Anmeldungsverfahren vor sich?  

1. Wie kommt man zur Gewerbeberechtigung? 

Eine Gewerbeberechtigung wird durch formlose Anmeldung bei der  zuständigen Gewerbebehörde erlangt, wenn dabei alle Voraussetzungen nachgewiesen werden. Bei Gewerben mit Rechtskraftvorbehalt muss allerdings die Rechtskraft des Bescheides über die Zuverlässigkeit abgewartet werden. 

In der Praxis sollte zuerst die Wirtschaftskammer (Bezirks- bzw. Regionalstelle) kontaktiert werden. Diese Stellen stehen Ihnen mit Beratung, welche Berechtigung zutreffend ist, sowie bei Neugründungen bzw. Betriebsübergaben mit der Ausstellung einer NeuföG-Bestätigung zur Verfügung. Meist kann von dort aus auch eine Gewerbeanmeldung zumindest über E-Mail oder in einigen Fällen (z.B. Wien) online über Internet durchführt werden.   

2. Wer ist die zuständige Gewerbebehörde?

Zuständige Gewerbebehörde ist die Bezirksverwaltungsbehörde des Gewerbestandortes und daher - je nach Standort - die Bezirkshauptmannschaft, der Magistrat der Stadt oder in Wien das zuständige Magistratische Bezirksamt.  

3. Wozu benötigt man eine NeuföG-Bestätigung? 

Das   Neugründungsförderungsgesetz  befreit Gewerbeanmelder  bei Vorliegen  bestimmter Voraussetzungen von  den  Kosten  der  Gewerbeanmeldung (Stempelgebühren und Bundesverwaltungsabgaben, bestimmte Steuern und Abgaben, Teile der Lohnnebenkosten)! 

Begünstigt  sind  Unternehmensgründer und etwas weniger auch Betriebsnachfolger. 

ACHTUNG: Die NeuföG-Bestätigung muss   im   Vorhinein   besorgt und den Anmeldungsunterlagen beigelegt werden, weil sonst keine Gebührenbefreiung durch die Behörde möglich ist!

4. Wo erhält man die NeuföG-Bestätigung? 

Die NeuföG-Bestätigung  (NeuFö  1 für Gründer oder NeuFö 3 für Betriebsnachfolger) stellen die Wirtschaftskammern  (Gründer-Service, Bezirks- bzw. Regionalstellen oder zuständige  Fachorganisationen)  auf  Grund  eines  verpflichtenden  Beratungsgesprächs aus. Sie leisten auch entsprechende Hilfe bei der Durchführung der Gewerbeanmeldung. 

5. Wie erfolgt die Gewerbeanmeldung bei Einzelunternehmern? 

Die Gewerbeanmeldung hat die genaue Bezeichnung des Gewerbes und den in Aussicht genommenen Standort  zu  enthalten.  Weiters  hat  ein  Einzelunternehmer  folgende Urkunden vorzulegen: 

  • Gültiger Reisepass oder Geburtsurkunde,   Staatsbürgerschaftsnachweis   bzw.  zur Gewerbeausübung erforderlicher Aufenthaltstitel bei Drittstaatsangehörigen
  • Heiratsurkunde (nur, wenn der aktuelle Name vom Geburtsnamen abweicht)
  • Nur bei reglementierten Gewerben: Unterlagen betreffend den Befähigungsnachweis (z.B. Meisterprüfungszeugnis, Unternehmerprüfungszeugnis, Studienabschluss, Schul- und/oder Arbeitszeugnisse).
  • Meldebestätigung, wenn kein Wohnsitz im Inland vorliegt

Wenn die entsprechenden Stammdaten bereits im Gewerberegister eingetragen sind, muss der Anmelder die Unterlagen nicht nochmals vorlegen. 

6. Was ist, wenn der Gewerbeanmelder den erforderlichen Befähigungsnachweis nicht erbringen kann? 

Erbringt der Gewerbeanmelder den Befähigungsnachweis nicht selbst, so ist die erfolgte Bestellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers anzuzeigen oder ein Antrag auf Feststellung der individuellen Befähigung zu stellen.  

7. Was ist, wenn der Gewerbeanmelder einen Gewerbeausschlussgrund hat?

Nachsichten, die spätestens zum Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung beantragt wurden, sind innerhalb der dreimonatigen Erledigungsfrist mit Wirksamkeit des Einlangens der Gewerbeanmeldung zu berücksichtigen. 

8. Was ist, wenn ein EU Anerkennungs- oder Gleichhaltungsverfahren anhängig ist?

Anerkennungs- oder Gleichhaltungsverfahren, die spätestens zum Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung beantragt wurden, sind innerhalb der dreimonatigen Erledigungsfrist mit Wirksamkeit des Einlangens der Gewerbeanmeldung zu berücksichtigen. 

9. Muss bei der Gewerbeanmeldung ein Meldezettel (eine Meldebescheinigung) vorgelegt werden? 

Die  Vorlage  eines  Meldezettels (einer  Meldebestätigung)  ist  seit  Einrichtung  des Zentralen Melderegisters nicht mehr erforderlich, wenn ein Wohnsitz im Inland vorliegt. 

10. Muss bei der Gewerbeanmeldung eine Strafregisterbescheinigung vorgelegt werden? 

Eine Strafregisterbescheinigung ist nicht beizubringen. Nur wer nicht, oder weniger als  5 Jahre, in Österreich wohnhaft ist, muss eine Strafregisterbescheinigung seines Herkunfts- bzw. bisherigen Aufenthaltsstaates vorlegen. 

11. Wie erfolgt die Gewerbeanmeldung durch Gesellschaften und sonstige juristische Personen? 

Bei der Gewerbeanmeldung einer Gesellschaft (GmbH, AG, OG, KG) ist der Auszug aus dem Firmenbuch (nicht älter als 6 Monate!) vorzulegen. Die Besorgung des Firmenbuchauszugs kann auch der Gewerbebehörde überlassen werden; dieser sind die Kosten dafür zu ersetzen. Sonstige juristische Personen, die nicht wie z.B. die Genossenschaften im Firmenbuch eingetragen sind, müssen ihren Bestand  entsprechend nachweisen (z.B. Vereine – Eintrag im Vereinsregister).

Anlässlich der Gewerbeanmeldung ist die Bestellung eines geeigneten gewerberechtlichen Geschäftsführers anzuzeigen. 

12. Welche Unterlagen sind bezüglich des gewerberechtlichen Geschäftsführers vorzulegen?

Bei der Anzeige der Bestellung des gewerberechtlichen Geschäftsführers sind folgende Unterlagen vorzulegen: 

  • Gültiger Reisepass oder Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis bzw. zur Gewerbeausübung erforderlicher Aufenthaltstitel bei Drittstaatsangehörigen
  • Heiratsurkunde (nur, wenn der aktuelle Name vom Geburtsnamen abweicht)
  • Nur bei reglementierten Gewerben: Unterlagen betreffend den Befähigungsnachweis (z.B. Meisterprüfungszeugnis, Unternehmerprüfungszeugnis, Studienabschluss, Schul- und/oder Arbeitszeugnisse).
  • Bei Funktion als Angestellter: Anmeldebestätigung bei der Gebietskrankenkasse  mit einer  Beschäftigung zu mindestens der Hälfte der wöchentlichen Normalarbeitzeit
  • schriftliche Erteilung der Anordnungsbefugnis durch die Gesellschaft (sonstige juristische Person)
  • schriftliche Einverständniserklärung des gewerberechtlichen Geschäftsführers betreffend seine Bestellung und Erteilung der Anordnungsbefugnis. 

13. Wie geht das Anmeldungsverfahren vor sich? 

Die Anmeldung kann samt Unterlagen persönlich, per Post, per Telefax oder – derzeit allerdings nicht überall möglich  - im Wege automationsunterstützter Datenübertragung (z.B. per e-Mail oder Internet) bei der Gewerbebehörde eingebracht werden. 

Mit dem vollständigen Einlangen der Anmeldungsunterlagen kann mit der gewerblichen Tätigkeit sofort begonnen werden, wenn alle Voraussetzungen vorliegen.

Achtung: Bei reglementierten Gewerben mit Rechtskraftvorbehalt ist aber die Rechtskraft des Bescheides abzuwarten! Auch bei einem Antrag auf Feststellung der individuellen Befähigung ist die Rechtskraft des Feststellungsbescheides abzuwarten!

Innerhalb von drei Monaten hat die Behörde – bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen - den Anmelder in das zentrale Gewerberegister einzutragen und durch Übermittlung eines Originals des Auszuges aus dem Gewerberegister von der Eintragung zu verständigen. 

Versicherungsvermittler sind erst mit Eintragung in das Gewerberegister und das Versicherungsvermittlerregister zur Gewerbeausübung berechtigt.

Einzelne Gewerbe wie zB Baugewerbe, Immobilientreuhänder, Vermögensberater, Versicherungsvermittler müssen eine Haftpflichtversicherung/ Haftungsabsicherung nachweisen.

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