EZB-Bericht betont Bedeutung strategischer Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr
EZB sieht in europäischen Zahlungssystemen Potenzial für mehr Resilienz und strategische Autonomie
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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen aktuellen Bericht zur Entwicklung von Kartenzahlungssystemen und Zahlungsdienstanbietern veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass Europa im Bereich der Kartenzahlungen stark auf außereuropäische – insbesondere US-amerikanische – Anbieter angewiesen ist.
Seit 2018 ist die Zahl nationaler Kartensysteme rückläufig. Auch Österreich verfügt über kein eigenes System mehr und ist vollständig auf internationale Lösungen angewiesen. Diese strukturelle Abhängigkeit betrifft sowohl die Kartensysteme selbst als auch die damit verbundenen Zahlungsdienstleister, etwa bei der Abwicklung von Zahlungen im Handel.
Die EZB spricht sich daher für die Entwicklung einer europäischen Lösung aus, um die operative Resilienz und strategische Autonomie der Zahlungsinfrastruktur langfristig zu sichern. In diesem Zusammenhang unterstreicht sie erneut die Bedeutung des digitalen Euro.
→ Bericht der EZB zum Nachlesen