Chef-Info
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Martha Schultz übernimmt als erste Präsidentin die WKÖ-Führung
Die nach dem Rückzug von Harald Mahrer bisherig geschäftsführende Vizepräsidentin Martha Schultz bleibt nun für die gesamte restliche Periode Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). WKV-Präsident Karlheinz Kopf zeigt sich über diese Entscheidung erfreut.
In einem Schreiben an die Funktionär:innen und Mitarbeiter:innen der WKÖ schreibt Schultz: „Es gibt viel zu tun - und ich bin fest davon überzeugt: Wir werden das gemeinsam auch schaffen. Wir werden verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Wir werden uns mitgliedernahe weiterentwickeln. Wir werden die volle Stärke und Kompetenz unserer Organisation zum Nutzen unserer Mitglieder auf den Punkt bringen. Weil unsere Unternehmerinnen und Unternehmer eine starke und wirksame Wirtschaftskammer brauchen. Und weil es auf erfolgreiches unternehmerisches Engagement mehr denn je ankommt.“
„Ich freue mich sehr, dass Martha Schultz sich bereit erklärt hat, nunmehr definitiv die Präsidentschaft in der WKÖ zu übernehmen“, betont WKV-Präsident Karlheinz Kopf. Mit ihr übernehme in wirtschaftlich herausfordernder Zeit eine erfolgreiche Unternehmerin und erfahrene, langjährige Spitzenfunktionärin die Führung der Unternehmerorganisation. Kopf: „Wir werden uns gemeinsam mit ganzer Kraft weiterhin für die besten Rahmenbedingungen der heimischen Wirtschaft einsetzen.
Industriestrategie sendet wichtiges Signal für Vorarlbergs Industrie
Die von der Bundesregierung präsentierte Industriestrategie ist aus Sicht der Wirtschaftskammer Vorarlberg ein wichtiger Schritt für den Industriestandort und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
WKV-Präsident Karlheinz Kopf sieht darin ein klares politisches Bekenntnis: „Für ein stark industriell geprägtes Bundesland wie Vorarlberg ist entscheidend, dass sich die Bundesregierung ausdrücklich zur heimischen Industrie bekennt und deren Transformation aktiv begleiten will. Ziel muss sein, auch 2035 ein resilienter und wettbewerbsfähiger Industriestandort zu sein.“
Besonders positiv bewertet die WKV den starken Fokus auf Forschung, Innovation und Schlüsseltechnologien. „Vorarlbergs Industrie lebt von Innovationskraft. Die Absicherung der Forschungsprämie und neue Programme für Leitbetriebe sind zentrale Hebel, damit unsere Unternehmen auch künftig international wettbewerbsfähig bleiben“, sagt Kopf. Auch neue Ausbildungsberufe und Anpassungen in den Lehrplänen der Schulen sollen dazu beitragen, Fachkräfte in Schlüsseltechnologien auszubilden, zu gewinnen und zu halten.
Der Aufbau eines Innovationsökosystem ist dabei zentral. Dazu gehören Fachhochschulen, internationale Kooperationen, etwa mit St. Gallen. „Die FH sollten den nächsten Schritt gehen dürfen – etwa hin zu Doktoratsstudien. Damit gewinnt man andere Professoren, Forschungsaufträge und steigert das Innovationsniveau.“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kostenseite. Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise – etwa durch Industriestrompreis und Netzkostendämpfung – seien für energieintensive Betriebe im Land essenziell. „Wenn wir Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Vorarlberg halten wollen, müssen Energie- und Arbeitskosten international konkurrenzfähig sein“, betont Kopf. Die angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten ab 2027 sei daher „ein wichtiges Signal, auch wenn noch konkrete Umsetzungsschritte folgen müssen“.
Begrüßt werden zudem die Ansätze zur Entbürokratisierung sowie das klare Bekenntnis zur Fachkräftesicherung. „Schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie und gezielte Maßnahmen in Bildung und Arbeitsmigration sind für unsere Betriebe entscheidend, um weiter wachsen zu können.“
Entscheidend sei nun die Umsetzung: „Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen klar zu priorisieren, finanziell abzusichern und rasch umzusetzen – abgestimmt mit der EU. Daran wird sich messen lassen, ob die Industriestrategie für Vorarlberg tatsächlich Wirkung entfaltet“, erklärt Kopf und sagt abschließend: „Christoph Leitl hatte mit seinem Slogan, Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut‘ einmal mehr recht. Nur mit einem starken und wettbewerbsfähigen Standort können wir die Lebensqualität im Land sichern.“
Präsident Karlheinz Kopf drängt beim Bürokratieabbau im Land auf mehr Schlagkraft!
In einem aktuellen Interview mit der Kronenzeitung stellt WKV-Präsident Kopf klar, „Bürokratieerleichterungen auf Bundesebene sind auch nicht der Hammer“. Das gesamte Interview finden Sie hier.
Netzwerkreise zu den olympischen Winterspielen in Cortina inkl. Damen-Slalom und Vorarlberg Abend im Austria Haus
Das Land Vorarlberg organisiert gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Vorarlberg eine Netzwerkreise zu den Olympischen Winterspielen 2026 nach Cortina d'Ampezzo.
Die Reise richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Sportvereine und sportnahe Organisationen. Erlebe olympische Gänsehautmomente live und begleite uns zu den Olympischen Winterspielen nach Cortina d’Ampezzo. Dich erwarten hochklassiger Wintersport, besondere Begegnungen und ein exklusives Rahmenprogramm in einzigartiger Atmosphäre.
Datum: 17.02-19.02.2026