Chefinfo
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1. Wirtschaftskammer entlastet Mitglieder in Vorarlberg jährlich um 5 Millionen Euro
Die Wirtschaftskammern der Bundesländer und die Wirtschaftskammer Österreich werden gemeinsam die Lohnnebenkosten ihrer Mitgliedsbetriebe durch eine schrittweise Absenkung der Hebesätze zur Kammerumlage 2 (KU2) mit voller Wirksamkeit ab dem Jahr 2030 um jährlich 100 Millionen Euro entlasten.
„In Vorarlberg hat die Wirtschaftskammer (WKV) diesen Weg der Entlastung bereits 2024 mit einer außertourlichen Senkung des KU2-Hebesatzes von 0,23 auf 0,21 Prozent begonnen und hebt dadurch aktuell die KU2 bundesweit mit dem zweitniedrigsten Hebesatz aller Landeskammern ein", betont Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Als weiteren Beitrag zur Erfüllung des gemeinschaftlichen Entlastungsziels hat das Erweiterte Präsidium der WKV heute einstimmig beschlossen, ihren KU2-Hebesatz in den Jahren 2027, 2028 und 2029 jeweils um einen weiteren Punkt auf schlussendlich 0,18 Prozent abzusenken. Dieser Beschluss bedarf allerdings noch der formalen Bestätigung durch das Wirtschaftsparlament der WKV im November gemeinsam mit dem Budgetbeschluss für 2027.
Gesamtentlastung von fünf Millionen Euro pro Jahr
„Unter Berücksichtigung der 2024 erfolgten Reduktion bedeutet das eine schrittweise und ab 2030 voll wirksame Entlastung der Vorarlberger Arbeitgeberbetriebe um ca. 3,5 Millionen Euro. Die KU2 wird dadurch 2030 trotz der hohen KV-Abschlüsse von 2024 und 2025 und der damit verbundenen Erhöhung der Bemessungsgrundlage im Jahr 2030 nominell etwa auf dem Niveau von 2022 zu liegen kommen," erklärt Karlheinz Kopf und führt weiter aus: „Berücksichtigt man auch noch die Entlastungswirkung der gleichzeitigen Hebesatzsenkung der WKÖ auf die Vorarlberger Arbeitgeberbetriebe, so erhöht sich die ab 2030 voll wirksame Entlastung schrittweise sogar auf jährlich fünf Millionen Euro."
Für die durch diesen Einnahmenentfall notwendigen Einsparungen im Bereich der Sach- und Personalkosten wird derzeit bis zum Herbst von der Kammerleitung ein Konzept erarbeitet. Gleichzeitig werden die Leistungen, Services und Strukturen der WKV und ihrer Fachorganisationen im Hinblick auf Effizienz und Wirksamkeit auf den Prüfstand gestellt.
Die WKV startet heute mit den Mitgliedern des Erweiterten Präsidiums, den Obleuten der Fachgruppen und ihren Geschäftsführungen einen Reformprozess, der in weiterer Folge unter Einbindung von interessierten Mitgliedern in den nächsten Monaten fortgesetzt wird. Im November wird dann dem Wirtschaftsparlament ein erstes Reformkonzept zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Karlheinz Kopf: „Unter dem Gebot größtmöglicher Effizienz und Effektivität, trotz deutlich reduzierter Einnahmen, werden wir weiterhin eine starke Interessenvertretung der Vorarlberger Wirtschaft und ein unverzichtbarer Dienstleister für die Vorarlberger Betriebe und deren Mitarbeitenden sein.“
2. WKV Exporttag 2026: Der Boom-Markt Indien im Fokus
29 Wirtschaftsdelegierte, die für 100 Länder aus aller Welt zuständig sind, informieren beim 11. Vorarlberger Exporttag 2026 exportinteressierte Unternehmer:innen aus Vorarlberg über neue Marktplätze und attraktive Chancen auf den Weltmärkten. Der Exporttag ist das wichtigste Serviceformat der Außenschaftwirtschaft für die heimischen Betriebe.
Als exportorientierte Volkswirtschaft steht Vorarlberg vor großen globalen Herausforderungen, behauptet aber gleichzeitig seine Spitzenposition: Das Land belegt bei der Handelsbilanz pro Kopf im bundesweiten österreichischen Vergleich den 1. Platz. Jeder zweite Euro kommt aus dem Export. Um diese Stärke auch in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, steigender Kosten und volatiler Lieferketten zu erhalten, rückt die Wirtschaftskammer Vorarlberg und die Außenwirtschaft Austria gezielt neue Wachstumsmärkte und belastbare Netzwerke ins Zentrum.
Vorarlbergs Export-Stärke:
- Österreichischer Spitzenreiter: Vorarlberg belegt beim Handelsbilanzüberschuss pro Kopf bundesweit Platz 1.
- Verdreifachung: Die heimischen Exporte nach Indien stiegen in den vergangenen fünf Jahren
auf rund 150 Mio. Euro pro Jahr. - Österreich-Rekord: Die gesamten rot-weiß-roten Indien-Exporte erreichten ein Rekordhoch von 1,48 Mrd. Euro (+13,6 %).
„Für Vorarlberg als international ausgerichteten Wirtschaftsstandort sind Vernetzung, Wissenstransfer und Offenheit gegenüber globalen Chancen von zentraler Bedeutung“, erklärt WKV-Präsident KommR Karlheinz Kopf und erklärt weiter: „Mit dem Exporttag schaffen wir eine Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, internationale Potenziale frühzeitig zu erkennen und neue Märkte zu erschließen. Unser Anliegen ist es, die Betriebe auf ihrem Weg bestmöglich zu begleiten.“
Genau hier setzt der 11. Exporttag der Wirtschaftskammer Vorarlberg an: Er bietet Unternehmen die einzigartige Möglichkeit, in direkten Gesprächen mit Wirtschaftsdelegierten aus aller Welt wertvolle Einblicke in internationale Märkte zu gewinnen und individuelle Informationen zu potenziellen Exportdestinationen zu erhalten. Die Themen reichen von Marktpotenzial über kulturelle Besonderheiten bis hin zu Vertriebsmöglichkeiten in neuen Märkten. Auch wer einfach wissen will, „Wie funktioniert der Markt in Japan, den USA oder Brasilien?“, findet passende Antworten.
Info-Sessions
Das Programm umfasst weiters folgende Info-Sessions zu aktuellen Exportthemen: Export finanzieren - Förderungen, Haftungen, Sicherheiten und Kredit; Startklar für die Schweiz: Strategien und Tools für den erfolgreichen Markteintritt als Ein-Personen-Unternehemn (EPU); "Decoupling oder De-Risking?" - Was die neue Weltordnung für Unternehmen bedeutet.
Während der traditionelle Außenhandel auf westlichen Märkten stagniert, blickt Vorarlbergs Wirtschaft auf neue Wachstumsmärkte.
Im Fokus: Der Boom-Markt Indien
Dass der indische Markt für die heimische Wirtschaft immer wichtiger wird, zeigen die aktuellen Zahlen: In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Vorarlberger Exporte nach Indien auf rund 150 Millionen Euro verdreifacht. Beim Exporttag wird dies durch Mag. Hans-Jörg Hörtnagl, den Wirtschaftsdelegierten für Indien, praxisnah greifbar gemacht. Er unterstreicht die aktuelle wirtschaftliche Dynamik und das enorme Potenzial: „Indien ist mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 6,6 Prozent die am stärksten wachsende Volkswirtschaft der G20-Staaten. Das Land investiert jährlich rund 130 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur. Diese enorme Modernisierungswelle bietet gigantische Potenziale für Zulieferer, Dienstleister und Technologieführer aus Vorarlberg. Wer langfristig global erfolgreich sein will, muss sich jetzt mit dem indischen Markt auseinandersetzen.“
Ein in Abschluss stehendes EU-Freihandelsabkommen soll künftig durch den Wegfall hoher Zölle für einen zusätzlichen massiven Wettbewerbsvorteil der österreichischen Betriebe sorgen.
Das Indien-Potenzial:
- Wachstumschampion: Mit 7,4 % (2025) ist Indien die wachstumsstärkste G20-Volkswirtschaft.
- Infrastruktur-Offensive: Die indische Regierung investiert jährlich 130 Mrd. USD in
Infrastruktur und Modernisierung. - Zollvorteile in Sicht: Das geplante EU-Freihandelsabkommen verspricht einen massiven Wettbewerbsvorteil.
Zwei Wirtschaftsmissionen und erfolgreiche Vorarlberger Leitbetriebe
Die strategische Bedeutung Indiens wird aktuell durch intensive diplomatische und wirtschaftliche Bemühungen massiv flankiert. Um die Türen für heimische Unternehmen auf dem Subkontinent noch weiter aufzustoßen, fanden zuletzt gleich zwei hochkarätige Wirtschaftsmissionen statt. Im Rahmen einer hochrangigen Delegation, an der auch namhafte Vorarlberger Leitbetriebe teilnahmen, kam es in Neu-Delhi unter anderem zu direkten Gesprächen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi. Parallel dazu forcierte eine zweite, gezielt auf den Automotive-Bereich ausgerichtete Wirtschaftsmission strategische Kooperationen im rasant wachsenden indischen Mobilitätssektor.
Global durchstarten: Das „Forum Indien“ & Österreichs Export-Offensive
Um dieses enorme Momentum optimal zu nutzen und das Vorarlberger Netzwerk gezielt zu stärken, findet am 3. Juli 2026 das „Forum Indien“ in Dornbirn statt. Im Fokus der Veranstaltung steht der erfolgreiche und nachhaltige Markteintritt in dieses dynamische Land. Dabei ist Indien erst der Anfang: Die Veranstaltung reiht sich ein in ein dichtes, globales Programm für die heimische Wirtschaft. Heuer stehen insgesamt an die zehn maßgeschneiderte Auslandsevents für österreichische Unternehmen auf dem Plan. Das Angebot reicht von punktgenauen Wirtschaftsmissionen und visionären Zukunftsreisen bis hin zu hochkarätigen internationalen Messebeteiligungen, die heimischen Betrieben weltweit die perfekte Bühne bieten.
Vorarlberger Vorzeigeunternehmen als Erfolgsgaranten
Dass sich der Schritt auf den indischen Markt bezahlt macht, beweisen die Vorarlberger Leitbetriebe bereits eindrucksvoll. Unternehmen wie Getzner Werkstoffe, Alpla, die Julius Blum GmbH und Doppelmayr sind seit Jahren erfolgreich auf dem Subkontinent aktiv. Mit eigenen Produktionsstätten, modernen Showrooms und dicht geknüpften Vertriebsnetzen bauen sie ihre Präsenz kontinuierlich aus und partizipieren direkt am rasanten Wachstum des Landes.
Seit Anfang 2025 ist zudem HENN mit einem eigenen Montagewerk für Kunststoffkupplungen in Chennai vertreten. Das Interesse der Wirtschaft ist enorm und das Potenzial bei einer Bevölkerung von 1,5 Milliarden Menschen und einer rasant wachsenden Mittelschicht noch lange nicht ausgeschöpft.
BU: v.l. Mag. Hans-Jörg Hörtnagl, Wirtschaftsdelegierter Indien, und WKV-Präsident KommR Karlheinz Kopf.
Bildrechte: WKV/Motter
3. GMAR-Bodenseegespräche, 30.6.-2-7-2026, Spannrahmen Hard
Unsere Themenschwerpunkte
- Autonom: Von starren Linien zu selbstorganisierenden, intelligenten Einheiten, die Entscheidungen in Echtzeit treffen.
- Humanoid: Der Einzug humanoider Robotik in die Werkshallen. Wie menschenähnliche Roboter die Lücke zwischen manueller Arbeit und Vollautomatisierung schließen.
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Sessions & Highlights
- Humanoide Roboter in der Industrie - Physical AI auf dem Weg in die reale Welt.
- StyrianCarinthian Succes Stories
- Humanoide Roboter: vom Zukunftsbild zur industriellen Realität
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Datum
01.07.2026
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Programm - Download
4. Vorarlberger Wirtschaftsmission Shanghai: Connect Austria, World Skills & Innovation, 19.9.-26.9.26
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Die Reise bietet ein dichtes Programm an der Schnittstelle von Vernetzung, Innovation und Bildung:
- Austria Connect China: Teilnahme am größten Österreich-China Business-Treffen vor Ort (~300 Teilnehmer).
- WorldSkills: Besuch der Lehrlings-WM zur Unterstützung unserer Vorarlberger Teilnehmer:innen.
- Tech-Insights: Besuche bei Unternehmen in den Bereichen Robotik, AI und Drohnen.
Eckdaten
Datum: 19.09.2026 - 26.09.2026
Programmkosten inkl. Hotel: 2.300€
Flug: Teilnehmer:innen werden gebeten, ihre Flüge eigenständig zu buchen. Ein Flugvorschlag ist im Programm enthalten.
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