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1. DIGICAMPS Sommer 2026, Juli und August!
Nach dem Erfolg der letzten Jahre starten die DIGICAMPS im Sommer 2026 bereits in die vierte Runde. Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren erhalten dabei spannende Einblicke in Robotik, 3D-Druck, Smart Factory und die Digitalisierung der industriellen Produktion. Die Camps finden im Juli und August 2026 in der Digitalen Lernfabrik am WIFI Dornbirn statt.
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2. Schwerpunkt-Kindergärten für MINT-Fächer in Vorarlberg -Beitrag „Vorarlberg heute“ vom 20.4.2026
In Vorarlberg wird die frühe Förderung von MINT-Kompetenzen gezielt ausgebaut. Immer mehr Kindergärten werden zu Schwerpunkt-Kindergärten und richten sogenannte „Spürnasenecken“ ein – Bereiche, in denen Kinder spielerisch experimentieren und naturwissenschaftliche Zusammenhänge entdecken können. Aktuell sind 20 Kindergärten ausgestatten, langfristig sollen es rund 80 im ganzen Land werden. Finanziert wird das Projekt durch heimische Unternehmen, Gemeinden sowie maßgeblich durch die Wirtschaftskammer.
„Es geht darum den Forscherdrang der Kinder jetzt zu unterstützen und ihre Talente jetzt schon zu erkennen“, WKV-Vizepräsident Udo Filzmaier.
Ein besonderes Anliegen ist es zudem, mehr Frauen früh für MINT-Themen zu begeistern. „Man muss gerade bei den Mädchen mehr Motivation reinbringen, dass sie sich das auch trauen. Das fängt bereits sehr früh an, man kann in der Elementar Pädagogik die Mädchen bereits dafür begeistern und ihnen den Spaß dabei reinbringen, sodass sie diesen dann auch nicht mehr verlieren“, so MINT-Koordinatorin bifo Andrea Huber.
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3. Lesen stärkt Zukunft: Vorarlberg setzt zum Welttag des Buches ein Zeichen
Ende April wird jährlich weltweit der Welttag des Buches gefeiert – ein Anlass, der die Bedeutung des Lesens in den Mittelpunkt rückt. Auch in Vorarlberg steht dieser Tag ganz im Zeichen der Literatur und ihrer Wirkung auf Bildung, Gesellschaft und persönliche Entwicklung.
Bücher eröffnen neue Perspektiven, fördern die Vorstellungskraft und schaffen Räume der Konzentration – fernab von schneller Reizüberflutung und digitalen Ablenkungen. Lesen ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit Inhalten und stärkt die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu verstehen.
„Ein Buch schafft einen Raum der Konzentration, der Entschleunigung und der inneren Bilder, wie kein anderes Medium“, betont Verena Brunner-Loss, Fachgruppenobfrau Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Lesen als Schlüsselkompetenz und Grundlage für Teilhabe
Lesekompetenz zählt heute zu den zentralen Schlüsselkompetenzen. Sie bildet die Basis für schulischen und beruflichen Erfolg und ist zugleich Voraussetzung für aktive gesellschaftliche Mitgestaltung. Wer liest, kann Informationen einordnen, unterschiedliche Perspektiven verstehen und sich eine fundierte Meinung bilden.
„Lesen ist weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung – es ist eine Schlüsselkompetenz für unsere Gesellschaft. Wer liest, erweitert seinen Horizont und schafft die Grundlage für lebenslanges Lernen“, führt Brunner-Loss aus.
Gerade in Zeiten von Informationsflut und gezielter Desinformation ist diese Fähigkeit entscheidend. Lesen stärkt kritisches Denken und hilft, sich in einer komplexen Welt zu orientieren. Damit wird deutlich: Lesen ist nicht nur eine individuelle Fähigkeit, sondern eine zentrale Ressource für unsere Gesellschaft. Denn eine funktionierende Demokratie lebt von informierten Bürgerinnen und Bürgern. Brunner-Loss: „Wer Texte versteht und kritisch reflektieren kann, ist in der Lage, sich aktiv am gesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen. Leseförderung ist daher immer auch Demokratieförderung.“
Engagement für Leseförderung in Vorarlberg
Die Buch- und Medienwirtschaft in Vorarlberg leistet mit vielfältigen Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung und kulturellen Teilhabe. Die enge Zusammenarbeit mit Schulen, gezielte Unterstützung und Beratung für Lehrpersonen sowie die persönliche Empfehlung in den Buchhandlungen vor Ort schaffen einen niederschwelligen Zugang zum Lesen und stärken nachhaltig die Lesekompetenz. Gleichzeitig wird Lesen als das erlebbar, was es auch ist: eine Quelle der Freude, der Entspannung und der Inspiration.
Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist die Gutscheinaktion für Kinder- und Jugendbücher, die im Mai 2023 gemeinsam mit der Sparte Industrie umgesetzt wurde. Die Gutscheine werden über die Sparte Industrie in der WKV finanziert und in der Wirtschaftskammerzeitung „die wirtschaft“ verlost. Seit dem Start wurden bereits 475 Gutscheine vergeben, mit den Ziehungen im Mai und Oktober 2026 steigt die Zahl auf insgesamt 525 Gutscheine im Wert von rund 6.000 Euro. Insgesamt haben bereits rund 930 Kinder und Jugendliche teilgenommen. Unterstützt wird die Initiative von 26 Buchhandlungen im Land. „Solche Initiativen schaffen wichtige Anreize und zeigen, wie viel Freude Lesen machen kann – besonders für junge Menschen“, betont Brunner-Loss.
Der Welttag des Buches lädt dazu ein, innezuhalten, zu schmökern und die Freude am Lesen neu zu entdecken. Denn Lesen verbindet – und stärkt unsere Zukunft.
4. Eurostat: Gender Pay Gap in Österreich relativ niedrig
Was bei jedem Equal Pay Day ignoriert wird: Österreich liegt beim bereinigten Einkommensunterschied zwischen Mann und Frau unter dem EU-Schnitt. Betriebe können also nur einen kleinen Teil steuern, werden aber von der EU Lohntransparenz Richtlinie belastet.
Die öffentliche Debatte um die Vergütung von Mann und Frau reduziert sich stets auf eine Zahl - den unbereinigten Gender Pay Gap. Der Grund für die Verengung ist einfach: Der Wert ist in Österreich relativ hoch, sodass man/frau gut dramatisieren kann. Hinter der Empörung bleibt kein Platz für Differenzierung zwischen Faktoren, die in der Arbeitnehmersphäre liegen und solchen mit anderen Ursachen.
Die Differenzierung ist nicht einfach, aber wichtig zur sachlichen Analyse von Ursachen und Abhilfemaßnahmen: Eurostat hat in der Studie „Gender pay gaps in the European Union“ europaweit Daten ausgewertet und dabei den Einkommensunterschied bereinigt um Faktoren, die in der Arbeitnehmersphäre liegen – Berufswahl, Branchenwahl, Alter, Qualifikation, Arbeitszeit, Berufserfahrung, Unternehmensgröße, etc.
Das Ergebnis: Österreich war beim unbereinigten Einkommensunterschied 2022 mit 18,7 % über dem EU-Schnitt, beim bereinigten Wert mit 9,3 % aber darunter! Das WIFO kam sogar auf einen bereinigten Pay Gap von nur 6,4 %!
5. Steuerfreibetrag für Arbeiten im Alter: WKV sieht wichtigen Schritt für Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Die Bundesregierung hat mit dem Beschluss eines Steuerfreibetrags für Erwerbstätigkeit im Pensionsalter eine langjährige Forderung der Wirtschaft aufgegriffen. Für WKV-Präsident Karlheinz Kopf ist die sogenannte Aktivpension ein bedeutender Fortschritt für den Standort Österreich.
„Die Einführung eines steuerlichen Freibetrags für das Arbeiten im Alter ist ein klares Signal für mehr Leistungsanreize und Flexibilität am Arbeitsmarkt. Dieser Schritt kommt zur richtigen Zeit und stärkt sowohl Betriebe als auch erfahrene Arbeitskräfte“, betont WKV-Präsident Karlheinz Kopf.
Ab 2027 soll ein jährlicher Steuerfreibetrag von 15.000 Euro gelten, sowohl für Personen, die über das gesetzliche Pensionsalter hinaus weiterarbeiten, als auch für jene, die bereits eine Pension beziehen und zusätzlich erwerbstätig sind. Voraussetzung dafür sind entsprechende Versicherungszeiten. Gleichzeitig entfällt für diese Gruppe ein Teil der Sozialversicherungsbeiträge.
Aus Sicht der Wirtschaft ist das ein wichtiger Hebel im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel: „Gerade erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für viele Betriebe unverzichtbar. Mit der Aktivpension wird es attraktiver, ihr Wissen und ihre Kompetenz länger im Berufsleben einzubringen“, sagt Kopf.
Besonders positiv hebt die WKV hervor, dass die Regelung für alle Erwerbsformen gilt. „Es ist entscheidend, dass hier keine Unterschiede gemacht werden. Ob angestellt oder selbstständig – wer arbeiten möchte, soll davon profitieren können“, unterstreicht der WKV-Präsident.