10 Jahre Lillis Ballroom
Wo Vielfalt tanzt und Freiheit spürbar wird
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Lillis Ballroom feiert sein zehnjähriges Bestehen – und setzt gleichzeitig den nächsten Schritt in seiner Entwicklung. Mit den Lillis Stadtbahnbögen entsteht eine neue Dachmarke, die das inklusive Tanzstudio Lillis Ballroom, eine barrierefreie Eventlocation in den historischen Stadtbahnbögen der Wiener Spittelau sowie den Verein „Tanzen ohne Grenzen“ vereint.
Am 11. Juni 2026 wurde dieses besondere Jubiläum schwungvoll gefeiert: Gemeinsam mit den Gründerinnen und Betreibern sowie zahlreichen Gästen stand der Abend ganz im Zeichen von Tanz, Begegnung und gelebter Vielfalt. Unter dem Motto „Wo es keine Grenzen gibt, tanzt die Freiheit“ wurde eindrucksvoll sichtbar, wofür Lillis Ballroom seit zehn Jahren steht.
Von der Vision zur Wirklichkeit
Die Geschichte begann 2016 mit einer klaren Idee: Gründerin Lilli Kahane wollte Tanz neu denken – und für alle Menschen zugänglich machen. Aus ihren persönlichen Erfahrungen als sehbeeinträchtigte Tänzerin heraus wusste sie, wie viele Barrieren es im klassischen Tanzunterricht gibt.
Gemeinsam mit blinden, sehbeeinträchtigten und sehenden Tänzer:innen entwickelte sie eine neue Unterrichtsmethode. Nicht das Sehen steht im Mittelpunkt, sondern das Spüren, das Vertrauen und die Freude an der Bewegung.
„Um tanzen zu lernen, muss man nicht unbedingt sehen können – entscheidend ist das Spüren“, ist Lilli Kahane überzeugt.
Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase wurde 2018 Lillis Ballroom eröffnet. Seither hat sich der Standort zu einem lebendigen Zentrum für inklusiven Tanz entwickelt, das Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringt.
Für sein Engagement im Bereich Diversität und Barrierefreiheit wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Preis der Vielfalt beim Diversity Ball 2025 sowie mit dem Bezirks Business Award und dem Wien-Sieg 2025 in der Kategorie Barrierefreiheit.
Mehr als ein Tanzstudio
Das Tanzstudio Lillis Ballroom bleibt das Herzstück des Hauses. Im Zentrum des Kursprogramms steht der Tango Argentino, ergänzt durch spezielle Angebote, die es ermöglichen, Tango zeitweise ohne Sehsinn zu erleben. Diese Form des Tanzens stärkt Wahrnehmung und Vertrauen und eignet sich besonders für Teambuilding und Leadership-Trainings.
Mit den Lillis Stadtbahnbögen entsteht zugleich ein Ort, an dem Tanz, Veranstaltungen und gesellschaftliches Engagement ineinandergreifen. Die Kombination aus Tanzstudio, Eventlocation und Verein schafft wertvolle Synergien und spricht neben Tanzbegeisterten zunehmend auch Unternehmen, Bildungseinrichtungen, NGOs und Veranstalter:innen an.
„Mit den Lillis Stadtbahnbögen schaffen wir einen Ort, an dem Tanz, Veranstaltungen und gesellschaftliches Engagement zusammenkommen“, erklärt Petra Schön, Leiterin von Lillis Ballroom und künftige Geschäftsführerin der Lillis Stadtbahnbögen.
Ein Ort für Begegnung und Möglichkeiten
Auf rund 257 Quadratmetern barrierefreier Fläche direkt am Donaukanal bietet die Location ideale Voraussetzungen für Hochzeiten, Seminare, Firmenveranstaltungen, Workshops und Feiern aller Art. Die lichtdurchfluteten Räumlichkeiten sind modern, flexibel gestaltbar und vollständig barrierefrei zugänglich.
Auch die gute Erreichbarkeit trägt zur Attraktivität bei: Die U-Bahn-Station U4/U6 Spittelau liegt nur wenige Gehminuten entfernt, ebenso die Park-&-Ride-Anlage Spittelau.
Ein bewusst gesetztes Zeichen in Richtung gesellschaftlicher Verantwortung ist die 40-Prozent-Ermäßigung für NGOs und Social Businesses, um den Zugang zu diesem besonderen Ort zu erleichtern.
Inklusion erlebbar machen
Ergänzt wird das Angebot durch den Verein „Tanzen ohne Grenzen“, der Bildungs- und Sensibilisierungsprogramme für Schulen, Organisationen und Bildungseinrichtungen entwickelt. Ziel ist es, Inklusion nicht nur zu thematisieren, sondern aktiv erfahrbar zu machen.
Lillis Ballroom zeigt eindrucksvoll, wie aus einer persönlichen Vision ein Ort entstehen kann, der weit über das Tanzen hinaus Wirkung entfaltet. Zehn Jahre nach der Gründung steht das Projekt für Offenheit, Teilhabe und gelebte Vielfalt – und für die Überzeugung, dass dort, wo Grenzen verschwinden, Freiheit beginnt zu tanzen.