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Sicherheitsforum Leopoldstadt
© Michael Trisko | WKW

Mehr Sicherheit in der Leopoldstadt und Brigittenau

Wirtschaft, Polizei und Bezirk setzen auf Zusammenarbeit

Lesedauer: 3 Minuten

22.10.2026

Nach wiederholten Einbrüchen im Nordbahnviertel fordern Unternehmer:innen konkrete Unterstützung bei der Sicherung ihrer Betriebe. Beim Sicherheitsforum von WKOimBezirk Leopoldstadt standen der direkte Austausch mit der Polizei, eine bessere Vernetzung und mögliche Unterstützungsmaßnahmen durch die Wirtschaftskammer im Mittelpunkt.

Wie können Unternehmen wirksamer vor Einbrüchen geschützt werden? Welche Maßnahmen braucht es, damit sich Gewerbetreibende in ihrem unmittelbaren Geschäftsumfeld sicherer fühlen? Und wie kann die Wirtschaftskammer ihre Mitgliedsbetriebe bei der Umsetzung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen künftig unterstützen? Diese Fragen prägten das Sicherheitsforum von WKOimBezirk Leopoldstadt, zu dem Bezirksobfrau Silvia Lang gemeinsam mit Bezirksvorsteher-Stellvertreter Mag. Christoph Zich eingeladen hatte.

Besonders die wiederholten Einbrüche im Nordbahnviertel beschäftigen die ansässigen Betriebe. Neben den unmittelbaren finanziellen Schäden bedeuten solche Vorfälle für viele Unternehmer:innen auch eine erhebliche persönliche Belastung. Das Sicherheitsforum bot daher Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Anliegen direkt anzusprechen und gemeinsam über konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Direkter Dialog mit der Polizei

Mit Stadthauptmann Hofrat Mag. Gerhard Gschwind, Stadtpolizeikommandant Oberst Günther Berghofer, Sicherheitskoordinatorin Karin Pollak sowie Grätzlpolizist:innen standen den Teilnehmer:innen kompetente Ansprechpartner aus unterschiedlichen Bereichen der Polizei zur Verfügung.

Im Mittelpunkt standen die aktuelle Situation rund um die Serieneinbrüche, die Präsenz der Polizei im Grätzl und die Frage, wie rasch bei einem Notruf Hilfe vor Ort eintreffen kann. Die Unternehmer:innen nutzten die Gelegenheit, ihre Wahrnehmungen und Sorgen direkt mit den Verantwortlichen zu besprechen und Einblicke in die Arbeit der Polizei zu erhalten.

Auch das Projekt „GEMEINSAM.SICHER“ wurde vorgestellt. Es setzt auf den Dialog zwischen Polizei und Bevölkerung und soll dazu beitragen, Sicherheitsanliegen frühzeitig aufzugreifen und die Zusammenarbeit vor Ort zu stärken.

Unternehmer fordern konkrete Unterstützung bei Sicherheitsmaßnahmen

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Frage, wie Betriebe bei der Verbesserung ihrer eigenen Sicherheitsvorkehrungen unterstützt werden können. Denn Investitionen in Alarmanlagen, Videoüberwachung, zusätzliche Sicherungstechnik oder professionelles Sicherheitspersonal können für Unternehmen eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen.

Die Unternehmer:innen brachten daher konkrete Ideen ein, wie die Wirtschaftskammer ihre Mitgliedsbetriebe künftig stärker unterstützen könnte. Diskutiert wurden unter anderem mögliche Rabatte oder finanzielle Zuschüsse für betriebliche Sicherungsmaßnahmen sowie Modelle, die den Zugang zu professionellem Sicherheitspersonal erleichtern könnten.

Ziel ist es, nicht nur auf bereits erfolgte Einbrüche zu reagieren, sondern präventive Maßnahmen leistbarer zu machen und Unternehmen aktiv bei der Absicherung ihrer Standorte zu unterstützen. Die eingebrachten Vorschläge sollen als Anstoß für die weitere Diskussion über praktikable Unterstützungsmodelle dienen.

Vernetzung als wichtiger Baustein für mehr Sicherheit

Neben möglichen finanziellen Unterstützungsmaßnahmen wurde auch die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Polizei, Bezirk und Wirtschaftskammer hervorgehoben. Ein regelmäßiger Informationsaustausch, klare Kommunikationswege und direkte Ansprechpartner können dazu beitragen, Sicherheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam darauf zu reagieren.

Sicherheit ist ein Thema, das unsere Unternehmerinnen und Unternehmer unmittelbar betrifft. Wir müssen ihre Anliegen ernst nehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen, die im betrieblichen Alltag tatsächlich helfen. Dazu gehört neben einer guten Zusammenarbeit mit Polizei und Bezirk auch die Frage, wie wir unsere Betriebe bei notwendigen Sicherheitsmaßnahmen künftig unterstützen können.

Das Sicherheitsforum versteht sich damit nicht nur als Informationsveranstaltung, sondern auch als wichtiger Impuls für konkrete Verbesserungen. Der anschließende Netzwerkabend bot Gelegenheit, persönliche Kontakte zu vertiefen und den begonnenen Dialog fortzusetzen.

Das gemeinsame Ziel ist klar: Die Sicherheit der Unternehmen im Nordbahnviertel sowie in der Leopoldstadt und Brigittenau soll nachhaltig gestärkt werden. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und praktikable Lösungen, die den Betrieben helfen, sich wirksam gegen Einbrüche zu schützen.