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BT_Wieden_KI entscheidet
© Cem Say | WKW

Wie KI entscheidet, wer gefunden wird

Expertentipps für Wiedener Unternehmen

Lesedauer: 5 Minuten

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27.04.2026

Großes Interesse an aktuellem Zukunftsthema

Am 16. April 2026 wurde die Weyringergasse 30 auf der Wieden zum Treffpunkt für Wiedener Unternehmer:innen, die sich im Rahmen des WKOimBezirk-Businesstreffens mit einer Frage beschäftigen, die inzwischen über Sichtbarkeit und wirtschaftlichen Erfolg mitentscheidet: „Wie KI entscheidet, wer gefunden wird“, das Interesse war entsprechend groß.

Meeting Suites by bene – moderner Raum für neue Ideen

Gastgeber war das Unternehmen Meeting Suites by bene, das hochwertige und flexibel nutzbare Meeting- und Arbeitsräume anbietet. Die modern ausgestatteten Räumlichkeiten verbinden durchdachtes Design mit funktionaler Professionalität und schaffen damit ideale Bedingungen für Workshops, Besprechungen und Events. Besonders hervorzuheben ist die angenehme Atmosphäre, die konzentriertes Arbeiten ebenso ermöglicht wie kreativen Austausch. Unternehmen finden hier eine repräsentative Umgebung, die sowohl für interne Meetings als auch für Kundentermine überzeugt. Die zentrale Lage im 4. Bezirk macht die Meeting Suites zudem besonders attraktiv für Wiener Betriebe. Ein Ort, der zeigt, wie Arbeitsräume heute gedacht und gelebt werden.

KI als neuer Gatekeeper der Sichtbarkeit

Unter dem Titel „Wie KI entscheidet, wer gefunden wird“ gab Leonard Höller von der GEO-Agentur Advertisery praxisnahe Einblicke in die tiefgreifenden Veränderungen, die generative KI aktuell im Marketing und insbesondere in der Suche auslöst.

Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass generative KI nicht nur ein zusätzlicher Marketingkanal ist, sondern die größte Veränderung im Suchverhalten seit der Einführung des Internets darstellt. Nutzer:innen wenden sich zunehmend KI-Systemen zu, um direkt Antworten zu erhalten, anstatt klassische Suchergebnisseiten zu durchsuchen. Dadurch verändert sich die Art, wie Informationen konsumiert und Kaufentscheidungen getroffen werden, grundlegend.

Besonders hervorgehoben wurde, dass KI-Systeme Nutzer:innen entlang der gesamten Customer Journey begleiten – von der ersten Recherche bis zur finalen Kaufentscheidung. Studien zeigen, dass KI bereits als vertrauenswürdige Informationsquelle wahrgenommen wird und aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden ist. 

Strategien für Unternehmen im KI-Zeitalter

Ein zentraler Bestandteil des Vortrags war die Frage, wie sich Unternehmen strategisch auf diese Entwicklung einstellen und in diesen neuen Systemen sichtbar werden können. Dabei wurde deutlich: Sichtbarkeit ist kein Zufall mehr, sondern das Ergebnis gezielter Anpassung an neue digitale Spielregeln.

Konkret bedeutet das, dass klassisches SEO allein nicht mehr ausreicht. Unternehmen müssen lernen, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen verstanden, verarbeitet und zitiert werden können. Dazu gehören unter anderem:

• klare, einfache und strukturierte Inhalte 
• faktisch belegbare Aussagen statt Marketingfloskeln 
• semantisch saubere Gliederung und „Chunking“ von Inhalten 
• konsistente Terminologie und Aktualität 

Zudem wurde die Bedeutung von externen Quellen betont. KI-Systeme greifen auf ein breites Ökosystem an Inhalten zurück – von Websites über Fachartikel bis hin zu Plattformen wie YouTube oder LinkedIn. Sichtbarkeit entsteht daher nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch durch Erwähnungen und Zitationen in externen Quellen.

Ein konkretes Instrument, das im Vortrag vorgestellt wurde, ist die sogenannte „Grounding Page“. Diese dient als strukturierter Faktenanker, der KI-Systemen hilft, Unternehmen eindeutig zu verstehen und korrekt einzuordnen. Ziel ist es, eine klare, maschinenlesbare Identität zu schaffen und so die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, in KI-generierten Antworten berücksichtigt zu werden.
Abschließend wurde deutlich, dass sich der Fokus im Marketing verschiebt: weg von reinem Content-Marketing hin zur Rolle als „Datenlieferant“ für KI-Systeme. Unternehmen müssen lernen, ihre Inhalte so zu gestalten, dass sie nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen optimal verständlich sind.

Im Nachgang zur Veranstaltung hat Leonard Höller einen eigenen Mitgliederbereich für die Teilnehmer:innen erstellt. Dort stehen die präsentierten Unterlagen sowie weiterführende Inhalte zur Verfügung, um das vermittelte Wissen zu vertiefen und in der Praxis umzusetzen.

Lebhafte Diskussion und praxisnahe Fragen

m Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Fragerunde, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre individuellen Herausforderungen einbrachten. Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich die Ausgangssituationen der Unternehmen sind – und gleichzeitig, wie relevant das Thema für alle Branchen geworden ist.

Netzwerken als zentraler Mehrwert

Wie bei den WKOimBezirk Businesstreffen üblich, stand neben der Wissensvermittlung auch der persönliche Austausch im Vordergrund. Das anschließende Networking wurde intensiv genutzt, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und mögliche Kooperationen anzudenken. Aus diesen Begegnungen sind in der Vergangenheit bereits zahlreiche Geschäftsbeziehungen entstanden – ein klarer Mehrwert über den fachlichen Input hinaus.

Mit unseren Businesstreffen als WKOimBezirk schaffen wir gezielt Räume, in denen Wissen, Austausch und neue Kooperationen entstehen können. Gerade Themen wie Künstliche Intelligenz zeigen, wie stark sich die Spielregeln für Unternehmen aktuell verändern. Unser Anspruch als Interessensvertretung und Servicepartner ist es, die Wiedener Betriebe sowohl zu vernetzen als auch praxisnah zu unterstützen und Orientierung zu geben. Denn wer versteht, wie Sichtbarkeit heute funktioniert, sichert sich klare Wettbewerbsvorteile.

Ausblick: Storytelling im Juni

Das nächste Businesstreffen ist bereits in Planung und wird Mitte bis Ende Juni stattfinden. Dann steht das Thema „Storytelling“ im Fokus – ein Bereich, der gerade im Zusammenspiel mit digitalen Kanälen und KI zunehmend an Bedeutung gewinnt.


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