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Stadtansicht von Luanda, am Wasser gelegen: Blick auf die mit Palem bewachsene Promenade in der Luanda Bay. Im Hintergrund ragen Wolkenkratzer in die Höhe.
© Claudio Gomes/EyeEm | stock.adobe.com

Angola plant neue Eisenbahnachse zwischen Malanje, Cuito und Menongue

Entwicklung wirtschaftlicher Korridore und strukturelle Transformation der angolanischen Wirtschaft.

Lesedauer: 1 Minute

Angola Logistik Schienenverkehr
25.08.2026

Angola forciert den Ausbau einer neuen Eisenbahnachse, die die Städte Malanje, Cuito und Menongue miteinander verbinden soll. Mit diesem Vorhaben verfolgt die Regierung das Ziel, die drei wichtigsten Eisenbahnsysteme des Landes miteinander zu verknüpfen und damit die Transportkapazitäten für Güter zwischen Produktionszentren, Häfen und den wichtigsten Verbrauchermärkten deutlich zu verbessern. Die neue Verbindung würde einen wichtigen Beitrag zur nationalen Logistik- und Korridorstrategie leisten und die bislang überwiegend auf Ost-West-Verbindungen zu den einzelnen Häfen ausgerichtete Bahnstruktur stärker miteinander vernetzen.

Transportminister Ricardo Viegas D’Abreu stellte das Projekt während der 23. Ausgabe des CaféCIPRA am 19. August im Dr.-António-Agostinho-Neto-Memorial in Luanda vor. Er betonte, dass die neue Strecke die zentrale Achse des Eisenbahnnetzes wieder stärker in das Landesinnere verlagern und die Infrastruktur näher an die Produktionszentren bringen werde. Dadurch enstehen bessere Voraussetzungen für den Gütertransport und die wirtschaftliche Entwicklung im Landesinneren. Gleichzeitig sollen bestehende Investitionen in die an die Häfen angebundenen Bahnstrecken optimal genutzt und durch neue Verbindungen ergänzt werden.

Die Bahnverbindung zwischen Malanje, Cuito und Menongue ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Entwicklung wirtschaftlicher Korridore und zur strukturellen Transformation der angolanischen Wirtschaft. Neben dem Schienenverkehr bleibt das Straßennetz weiterhin der wichtigste Verkehrsträger für den Gütertransport in Angola. Viegas D’Abreu hob hervor, dass ein leistungsfähiges, sicheres und effizientes Straßennetz unverzichtbar sei, insbesondere auf Verbindungen zwischen landwirtschaftlichen Produktionsgebieten und den großen Absatzmärkten des Landes. Die Regierung verfolgt daher einen integrierten Ansatz, bei dem Schiene und Straße gemeinsam zur Verbesserung der nationalen Logistik beitragen sollen.

Die geplante Eisenbahnachse Malanje–Cuito–Menongue ist somit weit mehr als ein reines Infrastrukturprojekt. Sie bildet einen zentralen Bestandteil der angolanischen Entwicklungsstrategie, die Transport, Logistik, Landwirtschaft und Wirtschaftswachstum enger miteinander verknüpfen soll. Durch die bessere Anbindung von Produktionsstandorten, moderne Lager- und Kühlmöglichkeiten sowie effizientere Transportwege könnte Angola seine Versorgungssicherheit stärken, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft erhöhen und langfristig seine Position als regionaler Logistikstandort ausbauen.

Marktchancen für österreichische Unternehmen: Technologien und Dienstleistungen in den Bereichen Bahntechnik, Signal- und Sicherungstechnik, Schienenfahrzeuge, Ingenieurwesen, Planung sowie digitale Logistiksysteme. Österreich verfügt über eine starke Bahnindustrie und umfangreiche Expertise bei Infrastrukturprojekten, wodurch heimische Unternehmen einen wertvollen Beitrag zur Modernisierung des angolanischen Verkehrsnetzes leisten könnten. 

Haben wir Ihr Interesse an Angola geweckt? Bei Interesse können Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren. 

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