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Vogelperspektive auf einen Steinbruch mit Baggern und Lastkraftwägen, kurvige Straße im rechten Bildausschnitt
© JT Jeeraphun | stock.adobe.com

Australien: Aktuelles zur Bergbau- und Rohstoffindustrie

Meldungen im Überblick

Lesedauer: 3 Minuten

Australien Bergbau
01.10.2026

25.9.2026

Queensland stärkt westliche Rohstoffallianz

Australien und die USA treiben den Aufbau einer unabhängigen Wolfram-Lieferkette voran, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu verringern. Dafür haben EQ Resources, The Elmet Group und Blue Moon Metals ein Abkommen im Wert von mindestens 105 Mio. USD geschlossen.

Im Rahmen der Vereinbarung liefert EQ Resources über acht Jahre Wolframkonzentrat aus der Mine Mount Carbine in Queensland in die USA. Gleichzeitig beteiligt sich das Unternehmen an der Wiederinbetriebnahme einer Wolfram-Aufbereitungsanlage in Nevada. Dort soll künftig Ammoniumparawolframat (APT), ein wichtiger Vorstoff für die Weiterverarbeitung des Rohstoffs, produziert werden.

Hintergrund sind verschärfte chinesische Exportkontrollen sowie die Strategie der USA, Lieferketten für kritische Rohstoffe stärker zu diversifizieren. Zusätzlich tritt Anfang 2027 ein US-Verbot für den Einsatz von Wolfram aus China, Russland, Iran und Nordkorea bei staatlichen Aufträgen in Kraft. 

Die Neuordnung der Wolfram-Lieferketten eröffnet österreichischen Unternehmen zusätzliche Beschaffungsquellen außerhalb Chinas. Chancen ergeben sich für Anbieter von Bergbau-, Aufbereitungs- und Umwelttechnologien sowie für Abnehmer aus Maschinenbau, Elektronik und Metallverarbeitung.


2.9.2026

Queensland setzt auf die Zukunft der kritischen Mineralien

Kritische Mineralien gewinnen weltweit an strategischer Bedeutung, insbesondere im Zusammenhang mit der Energiewende. Mit der Veröffentlichung der Strategie „Delivering Queensland’s Critical Minerals Future 2026–30“ hat die Regierung des australischen Bundesstaates Queensland einen Plan für den Ausbau der kritischen Mineralienindustrie vorgestellt. Ziel der Strategie ist es, Queensland als internationalen Standort für kritische Mineralien und deren Verarbeitung zu stärken.  

Queensland verfügt über bedeutende Vorkommen wichtiger Rohstoffe wie Kupfer, Vanadium, Wolfram, Graphit und seltene Erden. Hinzu kommen Verarbeitungsanlagen, moderne Infrastruktur und eine etablierte Bergbauindustrie. Besonders relevant ist die North West Minerals Province, die zu den wichtigsten Rohstoffregionen Australiens zählt. Der Wert der Mineralressourcen in der Provinz wird auf über 700 Milliarden AUD geschätzt. 

Die Strategie konzentriert sich auf vier zentrale Bereiche. Zunächst soll die Umsetzung von Projekten durch effizientere Genehmigungsverfahren und bessere geologische Daten beschleunigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der lokalen Wertschöpfungsketten. Durch die industrielle Verarbeitung innerhalb Queenslands sollen zusätzliche Arbeitsplätze und neue Industrien entstehen. Zudem möchte Queensland gezielt internationale Investitionen und Partnerschaften im Bereich kritischer Mineralien fördern. Darüber hinaus soll die Entwicklung des kritischen Mineraliensektors ländlichen Gemeinden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen.  

Für österreichische Unternehmen ergeben sich durch diese Entwicklungen potenzielle Geschäftsmöglichkeiten. Chancen bestehen insbesondere für Unternehmen aus den Bereichen Bergbautechnologie, Maschinen- und Anlagenbau, Verarbeitungstechnologie, Automatisierung sowie Umwelttechnik.  

Zu den Themen Bergbau und Rohstoffe organisiert das AußenwirtschaftsCenter Sydney im Oktober 2026 die Wirtschaftsmission „Digging Deeper: Austria Meets Australia’s Mining Powerhouse“


1.9.2026

Wolframproduzent Group 6 Metals wieder an australischer Börse gelistet

Die Rückkehr des Wolframproduzenten Group 6 Metals an die australische Börse hat frühen Investoren und Kreditgebern erhebliche Gewinne eingebracht. Hintergrund ist die weltweit steigende Nachfrage nach kritischen Rohstoffen außerhalb Chinas.

Die Aktie des Unternehmens war im September 2024 vom Handel ausgesetzt worden, nachdem Bauverzögerungen und Kostenüberschreitungen in der Dolphin-Mine auf King Island vor der Nordwestküste Tasmaniens zu einer hohen Verschuldung von mehr als 81 Millionen Dollar geführt hatten.

Eine umfassende Rekapitalisierung im April 2025 bewahrte Group 6 Metals jedoch vor einer Insolvenz. Im Zuge dessen wandelten wichtige Geldgeber, darunter die Unternehmer Chris Ellis und Dale Elphinstone sowie die Regierung des Bundesstaates Tasmanien, ihre millionenschweren Darlehen in Unternehmensanteile um.

Besonders für die tasmanische Regierung hat sich das Engagement ausgezahlt: Der aus einem 10-Millionen-Dollar-Darlehen entstandene Anteil von 10,6 Prozent ist auf Basis der aktuellen Marktbewertung von rund 835 Millionen Dollar inzwischen etwa 88 Millionen Dollar wert. Damit hat sich der Wert der Beteiligung nahezu verneunfacht.

Das AussenwirtschaftsCenter Sydney organisiert die Wirtschaftsmission „Digging Deeper“ und besucht im Rahmen der Reise wichtige Bergbaustandorte in Western Australia und South Australia. Abschließend wird die International Mining and RessourcesConference & Exhibition in Sydney besucht.

Sie sind an einer Teilnahme interessiert? Kontaktieren Sie uns via Mail.