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Hinter einer Glasscheibe verlaufen Gleise. Vor der Glasscheibe ist ein großer, blauer Tisch, der mit der Glasscheibe teilweise verbunden ist. Auf dem Tisch sind verschiedene Knöpfe, Schalter, ein Mikrofon, Hebel, ein Telefon, Bildschirme und ein Tablet
© Ronald Rampsch | stock.adobe.com

High-Speed-Rail-Projekt Sydney–Newcastle erhält nächste Planungsfreigabe

Weitere planerische Fortschritte ohne Entscheidung über Bau und Finanzierung

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Australien Schienenverkehr Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau
Stand: 05.12.2025

Die australische High Speed Rail Authority (HSRA) hat einen weiteren formalen Schritt für den geplanten Hochgeschwindigkeitskorridor zwischen Sydney und Newcastle gesetzt. Nach Abschluss eines Umweltprüfschrittes wurde die „nächste Phase“ des Projekts freigegeben, die eine Vertiefung der technischen und planerischen Vorarbeiten umfasst. Das Early Contractor Involvement dürfte im Frühjahr 2026 starten.

Die Freigabe markiert zwar einen Fortschritt, bedeutet jedoch keine Bau- oder Finanzierungsentscheidung. Der Korridor wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach politisch aufgegriffen, aber bislang nie realisiert. Für eine tatsächliche Umsetzung sind Umweltgenehmigungen, ein finaler Business Case, umfangreiche Finanzierungszusagen und langfristige politische Unterstützung erforderlich. Die Wirtschaftlichkeit der Strecke an sich steht in Frage, weil die Eisenbahnlinie zwischen Newcastle und Sydney nicht genügend Benutzerfrequenz hätte. Eine politische Entscheidung könnte dennoch grünes Licht geben: Zum einen würde die Bahn das Einpendeln von günstigeren Wohngegenden in den Großraum Sydney ermöglichen und auf diese Weise Schlüsselarbeitskräfte nach Sydney bringen, welche wegen der hohen Wohnkosten weggezogen sind. Zum anderen würde das Projekt die Immobilienentwicklung rund um die wenigen Stationen Richtung Newcastle ermöglichen. Ein Arbeitsmarkteffekt wäre freilich nur dann erwünscht, wenn die Bauphase in eine Periode schwachen Wachstums fiele.

Angesichts hoher Investitionskosten und komplexer Genehmigungsprozesse wird das Projekt in Fachkreisen weiterhin als ambitioniert, aber herausfordernd bewertet - interessante Voraussetzungen für österreichische Unternehmen aus den Bereichen Bahn-, Tunnel- und Umwelttechnik.

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