Australien gibt Teile der Treibstoffreserven frei
Freigabe von bis zu 20 Prozent der strategischen Bestände
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Aufgrund des anhaltenden Konflikts im Mittleren Osten hat die australische Bundesregierung nun auf die anhaltende Kritik an verzögerten Eingriffen in den Markt reagiert und lockert vorübergehend die Mindestbevorratungsverpflichtung für Benzin und Diesel (Minimum Stockholding Obligation, MSO). Dadurch werden bis zu 20 Prozent der vorgeschriebenen Kraftstoffreserven freigegeben. Insgesamt stehen nun bis zu 762 Millionen Liter Benzin und Diesel aus inländischen Beständen zur Verfügung, um regionale Versorgungslücken zu überbrücken. Australien ist damit den Empfehlungen der Internationalen Energie Agentur nachgekommen. Aufgrund der langen und komplexen Logistikketten ist jedoch weiterhin mit Verzögerungen bei der regionalen Verteilung zu rechnen.
Angesichts der angespannten Lage kommt es vermehrt zu Vorratskäufen. Grundsätzlich verfügt Australien derzeit über 1,6 Milliarden Liter Benzin, was einem Vorrat für 37 Tage entspricht. Zudem stehen 2,7 Milliarden Liter Diesel für rund 30 Tage sowie 800 Millionen Liter Flugkraftstoff für etwa 29 Tage zur Verfügung. Außerdem werden weiter steigende Lebenshaltungskosten erwartet - nach aktuellen Schätzungen könnte die Inflation 4,5 % erreichen. Vor diesem Hintergrund hat die Reserve Bank of Australia den Leitzins am 17. März 2026 um weitere 25 Basispunkte auf 4,1 % angehoben. Die bestehenden Belastungen dürften das Wirtschaftswachstum dämpfen, aber keine Rezession auslösen.