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Vogelperspektive eine Laubwaldes durchbrochen von einem Fluss
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Botswana: Weltbank genehmigt Finanzierung für den Cubango-Okavango-Flussraum

Grenzüberschreitende Wassermanagement in einer der ökologisch bedeutendsten Regionen Afrikas

Lesedauer: 3 Minuten

Botswana Energiewirtschaft Erneuerbare Energien Tourismus Know-How & Infrastruktur
29.09.2026

Die Weltbankgruppe hat eine Förderung in Höhe von 10 Millionen US-Dollar (rund 142 Mio. Botswana-Pula) aus dem Global Environment Facility (GEF) Trust Fund für ein Projekt im Cubango-Okavango-Flussbecken bewilligt. Ziel des Vorhabens ist die Unterstützung innovativer Finanzierungsinstrumente für das grenzüberschreitende Wassermanagement in einer der ökologisch bedeutendsten Regionen Afrikas. 

Das Cubango-Okavango-Flussbecken erstreckt sich über Angola, Botswana und Namibia und umfasst unter anderem das weltbekannte Okavango-Delta, das von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt ist. Darüber hinaus bildet die Region einen zentralen Bestandteil des Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA TFCA), eines der größten grenzüberschreitenden Schutzgebiete der Welt. Mehr als eine Million Menschen sind für ihre Lebensgrundlage direkt von den Wasserressourcen, der Biodiversität und den Ökosystemleistungen des Flussbeckens abhängig. 

Trotz seiner herausragenden ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung mangelte es bislang an langfristigen und nachhaltigen Finanzierungsmechanismen für ein gemeinsames Ressourcenmanagement und eine klimaresiliente Entwicklung in den drei Anrainerstaaten. Die nun bewilligte Finanzierung soll diese Lücke schließen. 

Kernstück des Projekts ist die Kapitalisierung und operative Umsetzung des sogenannten CORB Fund (Cubango-Okavango River Basin Fund), eines innovativen Finanzierungsinstruments unter dem Dach der Permanent Okavango River Basin Water Commission (OKACOM). Von den bereitgestellten Mitteln werden vier Millionen US-Dollar als Anschubfinanzierung für einen Stiftungsfonds eingesetzt. Dieser soll mittelfristig auf ein Gesamtvolumen von 20 Millionen US-Dollar anwachsen. Die weiteren Mittel sollen durch Beiträge der beteiligten Staaten sowie internationaler Partner aufgebracht werden. 

Neben der Finanzierung des Fonds sieht das Projekt die Entwicklung konkreter Investitionsvorhaben vor. Geplant sind Machbarkeits- und Vorstudien in Bereichen wie naturbasiertem Tourismus, erneuerbaren Energien und der Wiederherstellung von Feuchtgebieten. Darüber hinaus sollen die Governance-Strukturen, operativen Systeme und Monitoring-Kapazitäten des CORB Fund gestärkt sowie die Fachkompetenz im Bereich Biodiversitätsökonomie ausgebaut werden. Dadurch sollen künftig weitere nachhaltige Investitionen in der Region erleichtert werden. 

Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch OKACOM und das Sekretariat des CORB-Fonds. Dabei wird eng mit bestehenden Programmen der Europäischen Union sowie des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zusammengearbeitet. Mit dem neuen Finanzierungsinstrument soll langfristig die nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen gesichert und die wirtschaftliche Entwicklung in einer der wichtigsten Naturlandschaften Afrikas gefördert werden. 

Die geplante Entwicklung konkreter Investitionsprojekte eröffnet auch für österreichische Unternehmen interessante Geschäftsmöglichkeiten, besonders in den Bereichen Wasserwirtschaft, Umwelt- und Ressourcenmanagement, erneuerbare Energien sowie nachhaltiger Tourismus. Im Zuge der vorgesehenen Machbarkeitsstudien und späteren Projektumsetzungen ergeben sich Potenziale für Beratungsleistungen, technische Planung, Umweltmonitoring und den Einsatz innovativer Technologien zur effizienten Nutzung und zum Schutz von Wasserressourcen. 

Haben wir Ihr Interesse an Botwana geweckt? Bei Interesse können Sie das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg jederzeit per E-Mail oder Telefon kontaktieren.