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Person in Arbeitskleidung mit Schutzhelm arbeitet in einer Raffinerie mit gelber Oberfläche
© pichitstocker | stock.adobe.com

Papua-Neuguinea: TotalEnergies gibt Kontrolle über Papua LNG an Exxon ab

Das Unternehmen zieht sich zurück, um Investitionskosten zu reduzieren

Lesedauer: 1 Minute

Papua-Neuguinea Bergbau Energiewirtschaft Engineering
17.09.2026

Das französische Energieunternehmen TotalEnergies hat seinen Anteil am Papua LNG Projekt in Papua-Neuguinea reduziert und die Betriebsführung an ExxonMobil übergeben. Der Anteil von TotalEnergies sinkt von 29,1 auf 20 %. Die freiwerdenden Anteile werden von den bestehenden Projektpartnern übernommen, darunter ExxonMobil und Santos.

TotalEnergies will das Projekt investitionsreif machen. ExxonMobil betreibt bereits das benachbarte PNG-LNG-Projekt und kann beide Vorhaben künftig gemeinsam entwickeln. Das senkt Kosten, reduziert Risiken und erleichtert die Umsetzung. Gleichzeitig verteilt TotalEnergies den hohen Kapitalaufwand auf mehrere Partner, bleibt aber mit 20 % weiterhin ein Kernaktionär des Projekts.

Mit der Transaktion übernimmt ExxonMobil künftig die Rolle des Projektbetreibers. Das Unternehmen führt bereits das benachbarte PNG LNG Projekt, das seit Jahren zu den wichtigsten Exportprojekten Papua-Neuguineas zählt. Durch die Zusammenlegung der operativen Führung sollen Synergien genutzt, Abläufe vereinfacht und die Projektumsetzung beschleunigt werden.

Auch der australische Energiekonzern Santos baut seine Position aus. Das Unternehmen erwirbt zusätzliche Anteile und erhöht seine Beteiligung auf 21 %. Santos begründet den Schritt mit der langfristigen Bedeutung des Projekts für die Versorgung asiatischer LNG-Märkte.

Die Neuordnung erfolgt wenige Monate vor der geplanten endgültigen Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID), die für das vierte Quartal 2026 erwartet wird. Laut TotalEnergies konnten seit 2024 erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. Durch die Neuvergabe von Aufträgen und technische Optimierungen wurden die geschätzten Investitionskosten um fast vier Milliarden US-Dollar auf rund 14 Mrd. US-Dollar reduziert.

Papua LNG gilt als eines der bedeutendsten neuen LNG-Projekte im asiatisch-pazifischen Raum. Die geplante Produktionskapazität liegt bei 5,6 Millionen Tonnen Flüssigerdgas pro Jahr. Die Nachfrage aus Asien bleibt hoch, insbesondere in Ländern wie Japan, Südkorea und China, die Erdgas als Übergangsenergie für ihre Dekarbonisierungsstrategien nutzen.

Die Entscheidung könnte neue Geschäftsmöglichkeiten entlang der gesamten LNG-Wertschöpfungskette schaffen. Mit dem erwarteten Investitionsbeschluss werden umfangreiche Aufträge in den Bereichen Anlagenbau, Prozess- und Umwelttechnik, Automatisierung, Infrastruktur sowie industrielle Dienstleistungen vergeben.

Für Unternehmen sind insbesondere Lieferungen von Ausrüstung, Komponenten und Speziallösungen für Energie- und Industrieprojekte interessant. Zudem stärkt die beschleunigte Entwicklung des LNG-Sektors in Papua-Neuguinea die wirtschaftliche Dynamik des Landes und erhöht den Bedarf an Infrastruktur, Logistik und technischen Dienstleistungen. Davon können auch exportorientierte Unternehmen profitieren.