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Nahaufnahme eines hellen Sands, in dessen Oberfläche geschwungene Linien sind. In einer Kurve der Linien stehen drei übereinander gestapelte, flache Steine
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Hongkong: International Organization for Mediation veranstaltet ersten globalen Gipfel

Hongkong positioniert sich weiter als internationaler Standort für Mediation und Streitbeilegung

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China Beratung
15.05.2026

Die im Oktober 2025 in Hongkong gegründete International Organization for Mediation hat Anfang Mai 2026 ihren ersten internationalen Gipfel abgehalten. Dabei fand dieser am 8. Mai im Hong Kong Convention and Exhibition Centre statt und stellte die erste große internationale Konferenz der Organisation seit ihrer Gründung dar.

Mehr als 400 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Rechtswesen aus insgesamt 48 Ländern und Regionen nahmen an dieser Veranstaltung teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen zentrale Zukunftsthemen der internationalen Streitbeilegung. Dazu zählten vor allem die interkulturelle Mediation, die Beilegung von Finanz- und Investitionsstreitigkeiten sowie der Aufbau eines globalen Mediationsökosystems. 

Der Regierungschef der Sonderverwaltungsregion Hongkong, John Lee, hob in seiner Eröffnungsrede die strategische Bedeutung Hongkongs hervor. Dabei betonte er, dass die Stadt beste Voraussetzungen habe, sich als globales Zentrum für Mediation zu etablieren.

Die Grundlagen dafür seien unter anderem die internationale Vernetzung, die starke wirtschaftliche Position sowie das Rechtssystem nach dem Common Law im Rahmen des Prinzips Ein Land, zwei Systeme. 

Des Weiteren unterstrich Justizminister Paul Lam die umfassende Unterstützung der Regierung für die International Organization for Mediation. Diese umfasst die Bereitstellung und Instandhaltung des Hauptsitzes in Hongkong, die Entsendung juristischer Fachkräfte in das Sekretariat der Organisation sowie die gezielte Förderung der Nutzung von Mediationsklauseln nach dem Standard der Organisation in internationalen Abkommen. 

Auch die Generalsekretärin der Organisation, Professorin Teresa Cheng, verwies auf die wachsende Bedeutung der Institution. Außerdem betonte sie, dass die Organisation eine Lücke im internationalen System der Streitbeilegung schließe und Mediation als gleichwertige Alternative zu gerichtlichen und schiedsgerichtlichen Verfahren stärkte. 

Im Zuge des Gipfels wurden auch konkrete Fortschritte sichtbar. Anfang Mai konnte erstmals ein internationaler maritimer Streitfall erfolgreich durch eine von der Organisation koordinierte Mediation beigelegt werden. Dabei handelte es sich um einen komplexen Fall im Bereich der Schifffahrt, der als wichtiger Meilenstein für die praktische Anwendung des Instruments gilt.

Darüber hinaus arbeitet die Organisation gemeinsam mit staatlichen Stellen und Marktteilnehmern an der Einrichtung eines spezialisierten Mediatorenpanels für den Rohstoffsektor. 

Seit ihrer Gründung verzeichnet die Organisation ein wachsendes internationales Interesse. Die Zahl der Unterzeichnerstaaten ist von 37 auf 41 gestiegen, während sich die Zahl der Vertragsstaaten von acht auf 13 erhöht hat. 

Der Gipfel bildete zugleich den Abschluss der Mediation Week 2026 in Hongkong. Diese stand unter dem Motto Mediate First und hatte zum Ziel, Mediation als effiziente und kooperative Form der Konfliktlösung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen stärker zu verankern.

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