Côte d’Ivoire: Dynamischer Wachstumsmarkt mit neuen Geschäftschancen
Umfangreiche Investitionen in Verkehr, Energie, Wasser, Stadtentwicklung und weitere Infrastruktur schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten
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Côte d´IvoireDie Côte d’Ivoire zählt weiterhin zu den dynamischsten Volkswirtschaften Westafrikas. Nach einem starken Wachstum in den vergangenen Jahren bleiben auch die mittelfristigen Aussichten positiv: Die Afrikanische Entwicklungsbank erwartet für 2026 und 2027 ein durchschnittliches reales Wirtschaftswachstum von rund 6,4 %. Getragen wird diese Entwicklung insbesondere von privaten Investitionen, Industrie, Energie, Rohstoffen, Bauwirtschaft, Handel und Transport.
Zusätzlichen Schub gibt der neue Nationale Entwicklungsplan 2026–2030 (PND). Er sieht Gesamtinvestitionen von rund 114.839 Milliarden FCFA vor, wobei mehr als 70 % durch den Privatsektor mobilisiert werden sollen. Zu den zentralen Schwerpunkten zählen Industrialisierung und Privatsektorentwicklung ebenso wie der Ausbau der Verkehrs-, Energie-, Digital-, Wasser- und städtischen Infrastruktur. Allein für den Infrastrukturpfeiler des Entwicklungsplans sind Investitionen von rund 35.749 Milliarden FCFA vorgesehen.
Besonders sichtbar ist diese Dynamik im Großraum Abidjan. Die Regierung treibt den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Metro-, BRT- und multimodalen Verkehrslösungen voran. Im Rahmen des langfristigen Mobilitätsprogramms für Greater Abidjan sind unter anderem bis zu 164 Kilometer BRT-Strecken, 65 Kilometer Metrolinien sowie neue Verkehrsknotenpunkte, Straßen-, Entwässerungs- und weitere urbane Infrastruktur vorgesehen.
Auch im Energie- und Versorgungsbereich entstehen umfangreiche Projekte. Im Juni 2026 wurden beispielsweise Finanzierungsvereinbarungen für ein neues 372-MW-Gaskraftwerk in Songon mit einem Investitionsvolumen von mehr als 423 Milliarden FCFA unterzeichnet. Parallel dazu investiert das Land in die Modernisierung seiner Wasserkraftwerke sowie in neue Solar- und Batteriespeicherkapazitäten.
Damit ergeben sich auch für österreichische Unternehmen interessante Ansatzpunkte – insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Umwelttechnik, Wasser- und Abwasserwirtschaft, Mobilität und Verkehr, Maschinen- und Anlagenbau, industrielle Technologien sowie Digitalisierung.
Um diese Chancen gezielt zu erschließen, organisiert das AußenwirtschaftsCenter Casablanca Anfang Dezember 2026 eine Wirtschaftsmission nach Abidjan. Im Mittelpunkt stehen individuell organisierte Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern, Kunden und Entscheidungsträgern sowie aktuelle Informationen zu Markt, Projekten und konkreten Geschäftsmöglichkeiten.
Die Wirtschaftsmetropole Abidjan bietet dabei einen idealen Ausgangspunkt: Als regionales Wirtschafts- und Finanzzentrum entwickelt sich die Côte d’Ivoire zunehmend zu einer Drehscheibe für Aktivitäten in Westafrika.