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3D-Rendering eines Roboters mit Kopfhörern, der an einem Schreibtisch sitzt, winkt und vor sich einen Laptop hat
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Dänemark: Test sozialer Roboter in der Pflege

Die „Lovots“ beim International Health Day in Wien

Lesedauer: 3 Minuten

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Schweden Life Science & Pharma
17.03.2026

Soziale Roboter sorgen für neue Impulse in der Pflege. Erste Tests mit den japanischen Lovots in Dänemark zeigen deren Wirkung auf Zusammenspiel und Wohlbefinden. Die kleinen, körperwarmen Begleiter sind auch beim International Health Day in Wien (24.-25. März 2026).

Projekt in Dänemark

Mit sozialen Robotern ist in der Pflegebranche eine neue Dynamik entstanden. Das dänische Unternehmen Public Intelligence testet derzeit das japanische Sozialroboter-Modell LOVOT („Love Robot“), von denen seit August 2025 insgesamt 22 Exemplare in mehreren dänischen und schwedischen Gemeinden im Einsatz sind. Dort werden sie in Pflegeeinrichtungen erprobt und regen neue Formen von Nähe und Interaktion an. Mit diesen Tests soll ein konkreter Mehrwert der sozialen Roboter im Pflege‑ und Betreuungsalltag ermittelt werden.

Für Peter Julius, Geschäftsführer von Public Intelligence, ist klar: Die dänische Herangehensweise ist geprägt von Neugier und Praxisnähe. „Soziale Roboter werden in Dänemark erst kurz eingesetzt, aber sie verbreiten sich schnell. Wir testen LOVOT derzeit in verschiedenen Pflegeumfeldern und mit unterschiedlichen Zielgruppen. Der Schlüssel zur sinnvollen Integration dieser neuen Technologie liegt in einer engen Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften in Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Pflegeinstitutionen“, erklärt Julius. Dank dieser gelungenen Kooperation, findet er, kommt Dänemark mit der Einführung sozialer Robotik zügig voran.

Der LOVOT unterscheidet sich von klassischen Servicerobotern, da er nicht auf Effizienz ausgerichtet ist, sondern emotionalen Mehrwert schaffen soll. Mit großen Augen, einem weichen, warmen Körper und einer Vielzahl an Sensoren reagiert er auf Berührungen, erkennt Personen wieder und sucht den Kontakt mit anderen.

Soziale Roboter im Pflegealltag

Peter Julius ist besonders davon beeindruckt, welche Gefühle die kleinen Gefährten auslösen können: „Es ist das erste Mal, dass wir bei einer Technologie Gänsehaut und Tränen beobachten. LOVOT ist ein Mittel gegen Einsamkeit, bringt Menschen zum Lächeln und zum Lachen. Das klingt fast wie eine schlechte Werbung, aber ich arbeite seit 25 Jahren in diesem Bereich und bin wirklich überwältigt.“

Die bisherigen Beobachtungen zeigen: Viele ältere Menschen interagieren wieder mehr, Besuche nehmen zu, das soziale Miteinander in Pflegeeinrichtungen verbessert sich, und die Anspannung unter den Bewohnerinnen geht spürbar zurück.

Obwohl das Projekt noch läuft und formale Ergebnisse ausstehen, zeigt sich bereits ein Trend: Die Kombination aus professioneller Betreuung und sozialer Robotik hat das Potenzial, die Lebensqualität vieler Menschen zu erhöhen. Für Julius steht fest, dass LOVOT ein wichtiges Werkzeug wird, um emotionale Stimulation im Pflegealltag zu stärken.

Peter Julius und LOVOT in Wien

Österreich steht in der Pflege vor ähnlichen Herausforderungen wie Dänemark, weshalb sich der Austausch mit nordischen Akteuren zu den dortigen Erfahrungen und Entwicklungen lohnen kann. Wer Peter Julius und die LOVOTs live erleben möchte, hat dazu am 24. März bei den International Health Days 2026 in Wien Gelegenheit. Im Rahmen eines Workshops zeigt er, wie soziale Robotik den Alltag in Pflegeeinrichtungen bereichern können.


Autorin: Johanna Rainer (Volontärin)

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