Ecuador erhöht wegen El Niño die Warnstufe auf Orange
Regierung aktiviert Vorsorgemaßnahmen in 17 Provinzen
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Die ecuadorianische Regierung hat die Warnstufe im Zusammenhang mit dem Klimaphänomen El Niño von Gelb auf Orange erhöht. Betroffen sind 17 Provinzen, 143 Kantone und 491 Pfarrbezirke. Hintergrund sind deutlich überdurchschnittliche Meerestemperaturen im Pazifik, die als wesentlicher Vorbote eines El-Niño-Ereignisses gelten.
Die Behörden betonen, dass El Niño noch nicht offiziell ausgerufen wurde und derzeit keine verlässliche Prognose über den Beginn möglicher Starkregenereignisse vorliegt. Nach Einschätzung des nationalen El-Niño-Komitees ERFEN besteht jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich zwischen Oktober und Dezember 2026 ein starkes El-Niño-Ereignis entwickelt.
Zur Vorbereitung hat die Regierung einen nationalen Aktionsplan beschlossen und Investitionen von rund USD 600 Millionen für Infrastruktur, Präventionsmaßnahmen und Katastrophenschutz angekündigt. Zudem sollen die zuständigen Fachbehörden künftig alle zwei Wochen Lageberichte veröffentlichen.
Besonders gefährdet sind die Küstenprovinzen, wo Überschwemmungen, Erdrutsche und Beeinträchtigungen von Verkehrswegen drohen. Gleichzeitig warnen die Behörden vor möglichen Dürren und Waldbränden im Amazonasgebiet. Auch Auswirkungen auf Landwirtschaft, Fischerei und Logistik werden erwartet.
Für Unternehmen empfiehlt sich eine frühzeitige Beobachtung der weiteren Entwicklung, insbesondere bei Projekten in den Küstenregionen und in der transportrelevanten Infrastruktur. Das starke El-Niño-Ereignis 1997/98 verursachte in Ecuador Schäden von rund USD 3 Milliarden und zählt zu den schwersten Naturereignissen der jüngeren Wirtschaftsgeschichte des Landes.