Griechenland: Prinos-CO₂-Speicherprojekt erhält EU-Unterstützung
EU-Kommission gibt positive Stellungnahme für geplanten CO₂-Speicher vor der Küste Griechenlands
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Enearth hat einen wichtigen Meilenstein im Genehmigungsverfahren für das geplante CO₂‑Speicherprojekt im Prinos‑Reservoir unter der Ägäis erreicht.
Die Europäische Kommission, vertreten durch die Generaldirektion Klimapolitik (DG CLIMA), gab nach umfassender Prüfung der technischen Unterlagen eine positive Stellungnahme ab. Das Projekt gilt als eine der bedeutendsten geplanten CO₂‑Speicherinitiativen in Griechenland und weist ein Investitionsvolumen von bis zu 1,2 Milliarden Euro auf.
Die Bewertung der EU bestätigt, dass die eingereichten geologischen und technischen Studien den Anforderungen der Europäischen Union entsprechen und dass das Prinos‑Reservoir grundsätzlich als sicherer Standort für eine langfristige Speicherung von Kohlendioxid geeignet ist. Insbesondere wurden die Qualität der Analysen sowie die vorgesehenen Überwachungs- und Sicherheitsmechanismen hervorgehoben.
Obwohl die Bewertung der EU-Kommission nicht rechtlich bindend ist, stellt sie einen zentralen Schritt im laufenden Genehmigungsprozess dar. Die finale Entscheidung über die Erteilung der CO₂‑Speicherlizenz trifft die zuständige griechische Behörde, die Hellenic Hydrocarbon and Energy Resources Management Co.-„HEREMA“. EnEarth hatte den Genehmigungsantrag im Juli 2024 eingereicht.
Die geplante Investition umfasst neben der eigentlichen Speicheranlage auch begleitende Infrastrukturmaßnahmen. Für die Umsetzung des Projekts erhielt EnEarth bereits Zusagen über 270 Millionen Euro an EU‑Fördermitteln aus Programmen wie der Aufbau- und Resilienzfazilität sowie der Connecting Europe Facility. Darüber hinaus genehmigte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) eine Eigenkapitalbeteiligung von bis zu 75 Millionen Euro – das erste Engagement der Bank in ein CO₂‑Speicherprojekt.
Mit dem Fortschritt des Genehmigungsverfahrens rückt EnEarth seinem Ziel näher, eine zentrale Rolle beim Übergang zu einer klimaneutralen Industrie in Südosteuropa einzunehmen.