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Vor grünem Hintergrund sind dreizehn Hände in die Luft gestreckt. Jede Hand hält ein anderes Pflegeprodukt, zum Beispiel eine Tube, einen Schwamm, eine Gesichtsmaske, eine Dose, eine Pumpflasche etc
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Kosmetikindustrie: Ein strategischer Wachstumsmotor Italiens

Umsatzplus auf 18,1 Mrd. EUR und robuste Konsumentwicklung stärken die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors

Lesedauer: 1 Minute

Italien San Marino Vatikan Life Science & Pharma
22.09.2026

Die italienische Kosmetikindustrie bleibt ein zentraler Werttreiber des Landes und zählt zu den dynamischsten und strategisch bedeutendsten Bereichen des Made in Italy.  

Nach aktuellen, zum Auftakt der Milano Beauty Week 2026 vorgestellten Schätzungen dürfte der Branchenumsatz im Jahr 2026 18,1 Mrd. EUR erreichen, was einem Zuwachs von 1 % gegenüber 2025 entspricht. In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Sektor mehr als sechsmal so schnell wie das nationale BIP und trägt damit nachhaltig zu Wertschöpfung, qualifizierter Beschäftigung und internationaler Wettbewerbsfähigkeit bei. 

Die Konsumausgaben beliefen sich 2025 laut Cosmetica Italia auf 12,8 Mrd. EUR (+3,2 %), getragen insbesondere vom E‑Commerce, der ein Plus von 9,8 % verzeichnete. Innerhalb der Warengruppen bildet die Hautpflege mit 4,3 Mrd. EUR das größte Segment, gefolgt von Haarpflege (2,95 Mrd. EUR) und Körper- und Reinigungsprodukten (2,26 Mrd. EUR). Das Make‑up bleibt mit 1,72 Mrd. EUR stabil, während Duftprodukte mit 1,55 Mrd. EUR und einem Wachstum von 7,4 % die dynamischste Kategorie darstellen. 

Für 2026 wird ein Konsumvolumen von 13,1 Mrd. EUR erwartet (+2,3 %), getragen vor allem von E‑Commerce (+9 %), Apotheken (+3,5 %) und Parfümerien (+2,0 %). Die Entwicklung unterstreicht, dass kosmetische Produkte weiterhin als essenzielle Güter wahrgenommen werden – mit ähnlichen Nachfrageprofilen wie im Gesundheitsbereich. 

Die Lombardei bestätigt ihre Rolle als führender Standort der italienischen Kosmetikindustrie: Sie vereint 35,1 % der Unternehmen, 51,1 % der Beschäftigten und 63 % des nationalen Branchenumsatzes. Im industriellen Kerngebiet – dem Viereck Mailand, Monza und Brianza, Lodi und Pavia – sind 434 Unternehmen, 39.000 Beschäftigte und ein Umsatz von 8,7 Mrd. EUR konzentriert. Dieses Gefüge aus Unternehmen, Forschung, Hochschulen, technologischer Expertise und internationaler Ausrichtung bildet ein leistungsstarkes Ökosystem. 

Der Außenhandel bleibt ein zentraler Treiber der Branche, auch wenn sich seine geografische Ausrichtung spürbar verschiebt. Für 2026 wird ein Exportvolumen von 8,6 Mrd. EUR erwartet (+0,5 %). Abschwächungen in wichtigen Märkten wie den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten, bedingt durch geopolitische Faktoren, werden durch deutliche Zuwächse in Europa, in mehreren asiatischen Ländern (China, Hongkong, Südkorea) sowie in Indien ausgeglichen.

Nähere Informationen zur Kosmetikbranche erhalten Sie beim AußenwirtschaftsBüro Padua.