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Nahaufnahme eines goldenen Roulette-Rades mit einer Kugel, die im schwarzen Feld 13 liegt
© Victor Moussa | stock.adobe.com

Japan eröffnet zweite Bewerbungsrunde für integrierte Casino-Resorts

Osaka macht 2030 den Anfang – zwei weitere Standorte mit strikten Finanzierungsauflagen in Vorbereitung

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Japan
Stand: 13.03.2026

Die japanische Regierung eröffnet im Mai 2027 eine neue Bewerbungsrunde für integrierte Casino-Resorts (IR). Nach der Genehmigung des ersten Projekts in Osaka im Jahr 2023, das voraussichtlich 2030 eröffnet wird, stehen noch zwei weitere Lizenzen zur Verfügung.

Neues Auswahlverfahren

Lokale Gebietskörperschaften können sich vom 6. Mai bis 5. November 2027 als Standort für die Entwicklung eines IR bewerben. Dies wurde durch eine Kabinettsverordnung vom 10. März 2026 bestätigt. Voraussetzung ist die Erstellung eines umfassenden IR District Development Plans gemeinsam mit einem privaten Betreiber. Die Anforderungen basieren auf dem IR-Gesetz von 2018, das auf die Förderung des Tourismus, längere Aufenthalte und zusätzliche wirtschaftliche Effekte abzielt.

Interessenten und aktuelle Entwicklungen

Mehrere Regionen haben bereits konkrete Schritte eingeleitet:

  • Aichi prüft ein Resort auf einer 50-Hektar-Fläche bei Chubu Centrair Airport. Die Präfektur hat bereits im Februar 2026 eine Meinungumbfrage zu einem Entwurf ihrer IR-Politik gestartet.
  • Hokkaido hat im Februar 2026 ein Budget zur Überarbeitung seines „Hokkaido-Style IR Concepts“ bereitgestellt. Tomakomai zeigt klar Standortambitionen. Die Präfektur prüft derzeit erneut ihre Grundhaltung, nachdem sie sich 2019 aus Umweltschutzgründen zurückgezogen hatte.
  • Tokio führt seit 2015 kontinuierlich Studien durch, unterstützt durch jährliche Forschungsetats. Das Interesse internationaler Betreiber ist hoch.

In der Vergangeheit wurden Projekte in Yokohama, Wakayama und Nagasaki aufgegeben – häufig wegen Finanzierungsproblemen oder lokaler Oppositionen. Das Nagasaki-Projekt scheiterte 2022/2023 vor allem an unklaren Finanzierungsstrukturen.

Chancen und Risiken

Die Regierung betont neben wirtschaftlichen Impulsen, vor allem die Bedeutung regionaler Tourismusentwicklung. Bis 2030 sollen 60 Millionen ausländische Gäste jährlich nach Japan reisen, mit einem Zielumsatz von 15 Billionen Yen und Tourismuseinnahmen.

Gleichzeitig bleiben Risiken wie Spielsucht und öffentliche Sicherheit zentral. Die gesetzliche Begrenzung sieht u. a. maximal drei Besuche pro Woche für japanische Gäste vor. Das bereits genehmigte Resort in Osaka dient als Vorbild für die neuen Standorte. Ziel ist es, durch die neuen Resorts den Tourismus zu stärken und internationale Investoren anzuziehen.

Das Osaka-Projekt im Überblick

Das erste genehmigte Resort entsteht auf der künstlichen Insel Yumeshima (Austragungsort der EXPO 2025 Osaka) im Bezirk Konohana, Osaka. Es wird gemeinsam von Orix Corporation und MGM Resorts Japan entwickelt. Die Eröffnung ist für Herbst 2030 geplant.

  • Investitionsvolumen: 1,51 Billionen Yen (Anstieg von ursprünglich 1,08 Billionen Yen).
  • Bestandteile: Casino, Hotels, Konferenz- und Messeflächen, Theater, Einkaufs- und Freizeitangebote.
  • Erwartete Bedeutung: Leuchtturmprojekt zur Stärkung des internationalen Tourismus und Testfall für die Attraktivität weiterer IR-Standorte.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das AußenwirtschaftsCenter Tokio (+81-3-34031777).

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