TSMC setzt alles auf die Japankarte – 15-Mrd.-EuroInvestitionen in neues Werk
Weltmarktführer positioniert mit der 3nm-Massenproduktion Japan neu in der globalen Lieferkette
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Japan spielt wieder im Spitzenfeld der globalen Chip-Produktion mit. Neben den eigenen Anstrengungen zum Aufbau einer lokaler Chip-Produktion im 2nm-Bereich (Details), ist es Taiwans Weltmarktführer TSMC, der mit massiven Ausbauten in den Werken in Kumamoto (Kyushu) die Chipfertigungskapazitäten in Japan stark ausweitet.
Die Bedeutung geht aber weit über die Massenfertigung und die Investitionssumme hinaus. So hat sich TSMC nun entschieden, nicht auf Standardprodukte im Bereich 7nm – 20nm zu setzen, sondern die technologischen Spitzenprodukte der 3nm-Reihe zu produzieren. Diese kommen vor allem für High-Performance-Computing, KI-Server und Datenzentren zum Einsatz.
Ursprünglich war für das zweite Kumamoto-Werk eine Fertigung im Bereich 6–12nm vorgesehen (bei einer niedrigeren Investitionssumme). CEO Wei von TSMC erklärte nun dazu, man wolle mit der 3nmTechnologie die KI-getriebene Nachfrage bedienen. Japans Regierung bewertet 3nm-Chip-Produktionskapazitäten ausdrücklich als Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherheit des eigenen Landes. Japan steht als Freund Europas und Amerikas, gleichzeitig aber auch als wichtige Brücke in zahlreiche Länder Asiens, im Mittelpunkt geopolitischer Spannungen. Gleichzeitig sieht man aber auch Chancen, während TSMC – wenn auch unausgesprochen - für den Ernstfall einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Taiwan und China planen muss.
Relevanz für österreichische Unternehmen
Die Kombination aus hohen Investitionen und Leading EdgeK noten (3 nm/2 nm) bedeutet steigende Nachfrage nach Anlagen, Automatisierungs- und Reinraumtechnologien sowie Materialien und Test/Messtechnik entlang der Lieferkette. Für Zulieferer und Technologieanbieter lohnen sich Gespräche mit den Projektpartnern, die idealerweise schon in anderen Produktionsstätten zu den eigenen Kunden gehören.
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