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Vektor-Illustration mehrerer liegender, blauer, gleich großer Quadrate. Zwischen den Quadraten verlaufen weiße Linien.
© Yucel Yilmaz | stock.adobe.com

TSMC setzt alles auf die Japankarte – 15-Mrd.-EuroInvestitionen in neues Werk 

Weltmarktführer positioniert mit der 3nm-Massenproduktion Japan neu in der globalen Lieferkette

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Japan Energiewirtschaft Anlagenbau/Smart Factory Elektro/Elektronik/Mechatronik Software & IT Beratung
Stand: 11.03.2026

Japan spielt wieder im Spitzenfeld der globalen Chip-Produktion mit. Neben den eigenen Anstrengungen zum Aufbau einer lokaler Chip-Produktion im 2nm-Bereich (Details), ist es Taiwans Weltmarktführer TSMC, der mit massiven Ausbauten in den Werken in Kumamoto (Kyushu) die Chipfertigungskapazitäten in Japan stark ausweitet.

Die Bedeutung geht aber weit über die Massenfertigung und die Investitionssumme hinaus. So hat sich TSMC nun entschieden, nicht auf Standardprodukte im Bereich 7nm – 20nm zu setzen, sondern die technologischen Spitzenprodukte der 3nm-Reihe zu produzieren. Diese kommen vor allem für High-Performance-Computing, KI-Server und Datenzentren zum Einsatz.

Ursprünglich war für das zweite Kumamoto-Werk eine Fertigung im Bereich 6–12nm vorgesehen (bei einer niedrigeren Investitionssumme). CEO Wei von TSMC erklärte nun dazu, man wolle mit der 3nmTechnologie die KI-getriebene Nachfrage bedienen. Japans Regierung bewertet 3nm-Chip-Produktionskapazitäten ausdrücklich als Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherheit des eigenen Landes. Japan steht als Freund Europas und Amerikas, gleichzeitig aber auch als wichtige Brücke in zahlreiche Länder Asiens, im Mittelpunkt geopolitischer Spannungen. Gleichzeitig sieht man aber auch Chancen, während TSMC – wenn auch unausgesprochen - für den Ernstfall einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Taiwan und China planen muss.

Relevanz für österreichische Unternehmen

Die Kombination aus hohen Investitionen und Leading EdgeK noten (3 nm/2 nm) bedeutet steigende Nachfrage nach Anlagen, Automatisierungs- und Reinraumtechnologien sowie Materialien und Test/Messtechnik entlang der Lieferkette. Für Zulieferer und Technologieanbieter lohnen sich Gespräche mit den Projektpartnern, die idealerweise schon in anderen Produktionsstätten zu den eigenen Kunden gehören.

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an Arnold Ackerer (+81-3-3403-1777). Unseren alljährlichen Marktüberblick zu den Themen Halbleiter, Smart Factory und Robotics gibt es in Form eines Webinars am 10. Juni, 9.00 Uhr CET. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich gleich online auf unserer Veranstaltungsseite an. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

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