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Eine Person sitzt an einem Schreibtisch vor einem Laptop und hält einen Stift in der Hand. Über dem Bild sind transparente Symbole eingeblendet, darunter KI, Ordner, Uhr, Diagramme, Team oder Dokumente
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Japans KI-Megaprojekt

30 Konzerne steigen in SoftBanks KI-Allianz ein, „physical AI“ im Fokus

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Japan Software & IT
Stand: 03.06.2026

Rund 30 japanische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wollen sich an einer von SoftBank initiierten KI-Initiative beteiligen, um ein eigenes japanisches Foundation Model für die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln und verlorenen Boden gegenüber den USA und China aufzuholen. Ziel ist es, industrielle Daten aus Bereichen wie Materialien, Maschinenbau und Produktion zu bündeln, um sogenannte „Physical AI“ zu trainieren, die Maschinen und Roboter autonom steuert.

Die Initiative zeigt eine neue Dynamik in Japans Industriepolitik: statt isolierter Einzelprojekte entsteht ein breit unterstütztes Ökosystem, das von Großkonzernen wie SoftBank, Sony, Honda und NEC vorangetrieben wird, gleichzeitig aber auch große mittelständische Unternehmen mitnimmt.

Die traditionellen Stärken in der Fertigung (einer der Weltmarktführer in der Produktion von Industrierobotern) sollen mit moderner KI-Technologie verbunden werden und so die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden.

In seiner Tragweite erinnert das Vorhaben an das Rapidus-Projekt, bei dem mehrere führende japanische Unternehmen gemeinsam mit staatlicher Unterstützung in kürzester Zeit eine neue Fabrik für 2nm-Spitzenmodelle im Chipbereich hingestellt haben. Etwas, das wenige Beobachter Japans für möglich gehalten hatten.

SoftBank treibt inzwischen auch den globalen Ausbau von KI-Infrastruktur massiv voran und plant allein in Frankreich Investitionen von bis zu 75 Milliarden Euro zum Aufbau von massiven Rechenzentren. In einer ersten Phase sollen bis 2031 rund 45 Milliarden Euro in mehrere Standorte z.B. Dunkirk fließen, um Frankreich als europäischen Knotenpunkt für KI-Computing zu etablieren. Das Projekt gilt als bislang größte KI-Infrastrukturinvestition des Konzerns in Europa und ist auch politisch geprägt, da es durch den direkten Austausch zwischen Präsident Emmanuel Macron und SoftBank-Chef Masayoshi Son angestoßen wurde. Parallel verfolgt SoftBank weltweit ähnliche Großprojekte, etwa in den USA, und baut damit systematisch eine globale Datenzentrum-Infrastruktur auf, um die steigende Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Anwendungen zu bedienen und seine Position im KI-Ökosystem zu stärken.

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Sie haben noch Fragen zu diesem Thema oder zum Markt Japan allgemein? Dann hilft Ihnen Arnold Ackerer (+81-3-34031777) im AußenwirtschaftsCenter Tokio gerne weiter.

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