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Auf einer Tafel ist eine senkrecht-startende Rakete aufgezeichnet. Am unteren Rand der Tafel sind Wolken
© Memed ÖZASLAN | stock.adobe.com

Japans H3 Rakete wurde erfolgreich gestartet

Erfolgreicher Start nach Fehlmission stärkt Vertrauen in Japans neues Trägersystem

Lesedauer: 1 Minute

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Stand: 16.06.2026

Japans neue Trägerrakete H3 hat am 12. Juni 2026 erfolgreich ihren Dienst wieder aufgenommen und markiert damit einen wichtigen Meilenstein für das nationale Raumfahrtprogramm. Die Rakete startete vom Tanegashima Space Center und brachte insgesamt sechs kleine Satelliten planmäßig in ihre Umlaufbahnen. Der Start gilt als entscheidender Erfolg, da er nur rund sechs Monate nach einer gescheiterten Mission erfolgt ist und das Vertrauen in das System wiederherstellt.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Mission, da erstmals eine neue Konfiguration ohne seitliche Feststoffbooster eingesetzt wurde. Stattdessen arbeitete die Rakete ausschließlich mit drei Flüssigtreibstoff-Triebwerken, was als technologischer und wirtschaftlicher Fortschritt gilt. Diese Variante soll künftig kostengünstigere Starts ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit Japans im internationalen Raumfahrtmarkt stärken.
Die H3 wurde gemeinsam von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA und Mitsubishi Heavy Industries entwickelt und soll langfristig die bewährte H 2A Rakete ersetzen. Ziel ist es, flexiblere und deutlich günstigere Startmöglichkeiten für staatliche, wissenschaftliche und kommerzielle Missionen anzubieten. Angesichts wachsender internationaler Konkurrenz, insbesondere durch private Anbieter wie SpaceX, kommt der erfolgreichen Positionierung der H3 eine zentrale Bedeutung zu.
Neben den technologischen Fortschritten steht vor allem die Kostenreduktion im Mittelpunkt des H3 Programms. Die Rakete wurde gezielt als günstigere Alternative zur bisherigen H 2A entwickelt, mit dem Ziel, die Startkosten etwa zu halbieren und so international konkurrenzfähiger zu werden. Mit geschätzten Startkosten von rund 35 Millionen US Dollar positioniert sich die H3 deutlich näher an kommerziellen Anbietern wie SpaceX und soll Japan stärker im globalen Satellitenmarkt verankern. Entscheidend dafür sind vereinfachte Produktionsprozesse, weniger Bauteile und eine modulare Bauweise, die unterschiedliche Missionen flexibler und kosteneffizienter ermöglicht.
Für weiterführende Informationen zum japanischen Markt sowie zu kommenden Veranstaltungen steht das AußenwirtschaftsCenter Tokio jederzeit gerne zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an Arnold Ackerer (T +81-3-34031777).

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